Kölner Weinwoche

Wein und Brot

Wein und Brot

Warum es in Köln jährlich im Frühsommer einen Weinmarkt gibt, verstehe ich zwar nicht. Aber es ist so: Ende Mai stehen auf dem Heumarkt Büdchen von Winzern, meistens kommen sie von der Mosel oder aus dem Rheingau und Rheinhessen. Die so genannte Kölner Weinwoche geht über 14 Tage, und das schon seit sehr vielen Jahren.

Von außen sieht es regelmäßig so aus, als ob es kein Durchkommen gäbe, doch wer den äußeren Besucherring durchbrochen hat, kann sich meistens recht unbedrängt zwischen den Buden bewegen. Nur einen Sitzplatz bekommt man spontan eher nicht – außer man ist sehr früh unterwegs.

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PhilCologne: Sinnieren über das Leben

Eintrittskarte zur Phil.Cologne

Eintrittskarte zur Phil.Cologne

Manche Themen beschäftigen uns immer wieder, doch wir können keine befriedigende Lösung für den Umgang damit finden. „Was ist Zeit?“ beispielsweise ist eine Frage, die ganz vielfältige Antworten zulässt. Ebenso ist der Umgang mit dem Tod sehr individuell und auch Gerechtigkeit ist vielfach auslegbar. Unterschiedliche Gesichtsweisen lernt kennen, wer zu diesen und vielen anderen Themen die jährlich stattfindende Phil.Cologne besucht. Sie wird 2016 zum vierten Mal stattfinden. Und sie genau der richtige Platz, um über Themen nachzudenken, zu denen man selten spontan Stellung beziehen kann.

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Auf der Kunstroute durch Köln-Ehrenfeld

In einem Ehrenfelder Hinterhof

In einem Ehrenfelder Hinterhof

Seit 16 Jahren lebe ich in Köln. Und ich bin immer wieder erstaunt, welche regelmäßigen Veranstaltungen es in der Domstadt gibt, von denen ich noch nie gehört habe. Beispielsweise die Kunstroute Köln, die seit mehreren Jahren an einem Wochenende durch mein Veedel führt. Natürlich weiß man, dass Ehrenfeld der Stadtteil der Künstler, der Kreativen und der Medienschaffenden ist. Dass es bei mir um die Ecke aber so viele Galerien und Ateliers gibt, war mir nicht bewusst.

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Führung im Rheinenergie-Stadion

Einmal den Rasen aus der Nähe sehen, auf dem während der Bundesligaspiele Fußballstars den Ball hin und her schießen, immer mit dem Ziel, das gegnerische Tor zu treffen. Das ist im Rheinenergie-Stadion in Köln im Rahmen einer Führung möglich. Diese Führungen finden dann statt, wenn keine Leute im Stadion sind, und eigentlich finde ich das fast am interessantesten bei einer solchen Führung: In einem Fußballstadion mit 40.000 leeren Plätzen zu stehen. Das sieht man nicht jeden Tag.

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Im Urlaub in Kantinen essen: günstig und mittendrin

In Berlin in den Nordischen Botschaften zu Mittag essen? Das geht. Man muss nicht einmal dort arbeiten oder sich ausweisen, wenn man das Gebäude betritt. Denn die Kantine ist ab einer bestimmten Uhrzeit auch für Externe zugänglich. Als ich dort gegessen habe, kosteten meine Gemüsewraps knapp 5 Euro. Ein fairer Preis, gutes Essen – und vor allem ein sehr interessantes Umfeld. Denn wann kommt man schon einmal in die Nordischen Botschaften? Sie sind allerdings längst nicht die einzigen, die ihre Kantine für jedermann öffnen.

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Besuch in der historischen Senfmühle in Köln

200 Jahre alt ist die Senfmühle, die man in einem Eckhaus gegenüber der Brücke zum Schokoladenmuseum besichtigen kann. Und das besondere daran: Sie ist noch in Betrieb. Regelmäßig wird dort der Senf hergestellt, der im zugehörigen Senfladen verkauft wird. Dort kann man sich umsehen, ohne Eintritt zu bezahlen: Senfkörner liegen hier in einer großen Schüssel, und an den Wänden hängen Bilder und Zeichnungen aus vergangenen Zeiten. Links neben dem Eingang steht das Regal mit den Senftöpfen aus Steingut. Darin bleibt der Senf bis zu zwei Jahre frisch, verspricht der Hersteller. Der Senf wird nach jahrhundertealten Rezepten gemacht, es gibt aber auch moderne Sorten, die beispielsweise nach Curry, Honig oder Riesling schmecken.

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Im Röntgen-Museum in Remscheid in die Vergangenheit reisen

Röntgen-Museum in Remscheid

Röntgen-Museum in Remscheid

Röntgen gehört längst zum medizinischen Alltag. Und selbst, wenn die Strahlen umstritten sind, so helfen sie doch, Einblick in den Körper zu bekommen. Benannt wurden die Röntgen-Strahlen übrigens nach dem Mann, der die Technik erfunden hat: Wilhelm Conrad Röntgen. Ihm wurde in seiner Heimatstadt im nordrhein-westfälischen Remscheid ein Museum gewidmet. Ich gebe zu, dass ein Besuch im Röntgen-Museum für mich zunächst nicht besonders spannend klingt. Aber es ist ein Sonntag im Winter, wir haben nichts anderes vor, Remscheid ist mit dem Auto gut erreichbar – und das Museum wird vorgestellt in dem Buch 111 Museen in Nordrhein-Westfalen, die man gesehen haben muss (affiliate Link: Kaufst du darüber bei Amazon ein, bekomme ich einen Cent-Betrag gutgeschrieben, ohne dass dir dafür Mehrkosten entstehen). Na denn los!

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Hotelführung im Kölner Hyatt

Zimmer mit Ausblick

Zimmer mit Ausblick

Selten kommt man bei Hotelführungen in die wirklich interessanten Bereiche: Küche, Büros, Umkleideräume – das bleibt den Besuchern meistens verborgen. Im Hyatt in Köln war das erfreulicherweise nicht so: Wir durften einen Blick hinter die Fassade werfen. Und ja: Die Büroräume sind längst nicht so schön wie die Hotelzimmer, und in der Wäscherei und der Küche wird richtig gearbeitet.

Mich hat dieser Rundgang fast mehr beeindruckt als der Blick in die Bachsuite, die so groß ist wie unsere Wohnung, und in der ein Flügel steht. Der Einblick in die echte Hotelwelt hat mich auch mehr beeindruckt als der Preis für die Präsidenten-Suite. Man kann sie für 2.500 Euro die Nacht buchen. Tatsächlich machte mir dieser Blick hinter die Kulissen das Hotel auf der Schäl Sick so sympathisch, dass ich vorhabe, dort demnächst ins Spa zu gehen. Das ist nämlich auch für Nicht-Gäste nutzbar, der Tagespreis liegt bei 29 Euro. Und auch wenn es dort kleiner ist als in vielen anderen Saunen: Es wird auch nicht so überlaufen sein.

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Auf den Spuren von Buchautoren

Hemingways Haus bei Chicago

Hemingways Haus bei Chicago

Als Literaturwissenschaftlerin liegt es nahe: Ich lese gerne. Ich liebe Bücher, die mich abtauchen lassen in eine andere Welt, die mir Geschichten erzählen darüber, wie es zu einer bestimmten Zeit war oder sein wird, wie andere Kulturen leben. Und als Journalistin weiß ich, wie schwierig es sein kann, einen Text zu schreiben, der andere in ihren Bann zieht. Darum habe ich größten Respekt vor den Autoren denen das gelingt, und auch darum habe ich eine Vorliebe in fremden Städten: Ich besuche gerne Autorenhäuser. Ich schaue mir an, wie sie gelebt haben, und ich liebe es, einen Blick in ihr Arbeitszimmer zu werfen: Wo haben sie geschrieben? Welchen Ausblick hatten sie von ihrem Schreibtisch? Ein bisschen verliebt bin ich in das Türmchen, in dem Ernest Hemingway auf Kuba gearbeitet hat. So etwas hätte ich auch gerne, doch in Köln dürfte es unbezahlbar sein. Meine Autorenhäuser-Tipps:

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Im Fernwärmetunnel unter dem Rhein

Foto

Bildergeschichte Fernwärmetunnel

Bildergeschichte Fernwärmetunnel

Mehr Bilder? Gibt’s im digitalen Fotoalbum.

Unter dem Rhein hindurch gehen, und das trockenen Fußes, das geht in Köln: Denn die Rheinenergie bietet Führungen durch ihren Fernwärmetunnel an. Dazu steigt man in Deutz, neben der Hohenzollernbrücke, viele Treppenstufen nach unten und steht dann in einem Vorraum. Der Tunnel selbst ist eigentlich wenig spektakulär – eine lange Röhre, durch die ein Metallpfad führt. Trotzdem begeistern sich regelmäßig viele Leute dafür, auf diese Art das Rheinufer zu wechseln. Ich habe das zuletzt während des Kundenprogramms Heimvorteil gemacht. Dabei war der Tunnelspaziergang mit einem Fotoworkshop zum Thema Langzeitbelichtung gekoppelt.