Kölner Weihnachtscircus zum siebten Mal in der Stadt

Im Supermarkt gibt es schon Lebkuchen. Höchste Zeit also, sich mit Weihnachten auseinanderzusetzen. Oder zumindest mit den Wochen davor: Denn vom 2. Dezember an gastiert der Kölner Weihnachtscircus zum siebten Mal in der Stadt. Ich war heute bei der Pressekonferenz mit dem Produzenten Ilja Smitt. 

Er freut sich besonders darüber, die Clowns Fumagalli für die diesjährige Show gewonnen zu haben, Gianni und Daris Huesca. Vielleicht hast du sie in den 1990er Jahren beim Circus Roncalli erlebt? Dort sind sie schon einige Jahre nicht mehr unter Vertrag, dafür jetzt erstmals beim Kölner Weihnachtscircus. „Sie sind teuer“, sagt Smitt mit einem Lachen. „Dafür bekommt man aber auch etwas geboten!“. Die Fumagallis wurden bereits mit einem silbernen und einem goldenen Clown beim Circus-Festival in Monta Carlo ausgezeichnet. „Derzeit sind sie vermutlich die besten Clowns weltweit“, sagt Smitt.

Illusionisten, Trampolinspinger, Katzen beim Weihnachtscircus

Mit dabei sind natürlich noch viele andere Artisten. Das EquiVokee-Trio aus der Ukraine beispielsweise. Es trat schon 2015 und 2017 im Weihnachtscircus auf. Oder Chu Chuan-Ho, der Diabolo-Künstler. Auch Trampolinspringer sind dabei, Fußjongleure und ein Dompteur mit einer Katzen-Show: „Die lieben nicht nur die Kinder“, sagt Ilja Smitt. Und der Zauberer und Illusionist Alfredo Lorenzo: Er lässt bei der Pressekonferenz vor meinen Augen Spielkarten aus seiner Handfläche erscheinen und seine Partnerin im Nichts verschwinden. „Wie macht er das?“, frage ich mich. Auch die Kolleg*innen wüssten das zu gerne. Aber: „Ich musste vertraglich unterschreiben, dass ich das Geheimnis nicht lüfte“, sagt Circusproduzent Smitt.

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Der Kölner Weihnachtscircus trotzt den Weltkrisen

Und Energiekrise, gestiegene Preise, Krieg in der Ukraine – geht das an einem Circusproduzenten spurlos vorbei? „Wir haben für den Notfall eigene Aggregate“, sagt er mir. „Und außerdem haben wir fast komplett auf LED umgestellt. Energie ist also für den Weihnachtscircus kein großes Problem. Die Preise für die Karten musste Smitt trotzdem an die Situation anpassen: Ohne Ermäßigung gibt es die Tickets in diesem Jahr ab rund 25 Euro. „Das ist nur möglich, weil Kölnticket ein faires Angebot gemacht hat“, betont er. Auch die zehn Partnertage standen auf der Kippe: An ihnen können zwei für den Preis von einem in den Circus gehen, und das in insgesamt 20 Shows. An den Partnertagen gibt es also quasi einen Rabatt von 50 Prozent. Um sie zu realisieren ist das Versicherungsunternehmen HUK-Coburg mit finanzieller Unterstützung eingesprungen.

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Mehr Probleme bereiten Ilja Smitt die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Denn er hat wie auch in den Jahren zuvor russische Artisten verpflichtet. Durch die Wirtschaftssanktionen der EU können sie jetzt nicht mehr so einfach einreisen. Aber bis zur Premiere sind ja auch noch einige Wochen Zeit. Trotz dieser Widrigkeiten rechnet Ilja Smitt in diesem Jahr mit 60.000, vielleicht sogar bis 70.000 Besucher*innen. „Das ist nicht unwahrscheinlich“, sagt er. „Denn wir haben jährlich mehr Gäste. Selbst im Corona-Jahr 2021, wo wir das Zelt nicht voll besetzen konnten, hatten wir mehr Besucher*innen als zuvor.“

Tipp: Der 7. Kölner Weihnachtscircus gastiert wieder unter der Zoobrücke an der Deutz-Mülheimer Straße, in der Nähe des Eingangs Nord der Kölnmesse. Dort kann man auch parken. Umweltfreundlicher und bequemer ist es jedoch, mit der KVB anzureisen. 

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Wer schreibt hier? Bettina Blass

Bettina Blaß ist Bloggerin, Buchautorin und Verbraucherjournalistin. Sie gibt Seminare und Workshops rund das Internet wie beispielsweise "Personal Branding" oder "Online publizieren". 2021 hat sie das Buch "Zu Fuß durch Köln" herausgebracht.

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