Rotterdam: Von Kibbeling bis Sterneküche

Sterneküche
Sieht unspektakulär aus, ist aber ein tolles Restaurant

Wenn ich in den Niederlande bin, muss ich zwei Dinge essen: Kibbeling, das weiße Fischfilet, das im Backteig fritiert wird, und Pommes mit Erdnusssoße. Das will ich aber nicht jeden Tag essen, Abwechslung auf dem Teller ist mir schon wichtig. Die gibt es in Rotterdam auf jeden Fall, denn hier leben mindestens 193 Nationalitäten. Sie werden mit der Flaggenparade an der Maas repräsentiert: Jede Nation, die in Rotterdam lebt, hat hier eine eigene Flagge. Und jede Nation, die hierhin ausgewandert ist, bringt auch immer einen Teil ihrer Küche mit in die neue Heimat.

Kein Wunder, dass man in Rotterdam alles findet: besonders auf der Witte de Whitstraat reihen sich Restaurants an Cafés, Bars und Kneipen. Allerdings ist dort bei gutem Wetter auch die Hölle los, speziell an einem Wochenendabend. Da muss man schon etwas Glück haben, um im Restaurant seiner Wahl einen Platz zu finden.

Ein Muss: die Markthalle

Einfacher geht das in der Markthalle: Dort gibt es über 100 Stände und einige Läden und Restaurants, in denen man Käse und Wurst kaufen kann, Obst und Gemüse, Oliven oder Backwaren. An vielen Ständen werden Kleinigkeiten für niedrige Preise: Hier türkisches Gebäck für 1,50 Euro, dort Obstsalat für einen Euro. Oft darf man auch umsonst probieren – gepfefferte Salami beispielsweise, oder Käse mit Bockshornklee. In der Markthalle kann man sich aber auch richtig satt essen. Neben der Halle ist übrigens die Laurentskerk, die auf jeden Fall einen Besuch mit Audioguide wert ist! Auch und gerade für Leute, die sich normalerweise nicht für Kirchen interessieren.

Sterneküche mit Stickstoff

Sterneküche in Rotterdam
Mehrgängiges Menü im FG Food Lab

Unbedingt reservieren sollte man im Sternerestaurant FG Food Labs. Dort wählt man, ob man lieber vier Gänge, fünf, sechs oder noch mehr Gänge essen möchte. In jedem Menü ist ein Nitro-Gang inklusive, also ein Gang, der mit Stickstoff hergestellt wird und die Attraktion an jedem Tisch ist. Wir bekamen dazu einen Mörser. Drinnen waren einige Kräuterblätter. Hinzu kam der flüssige Stickstoff aus einer Thermokanne – und dann mussten wir rühren. Zunächst dachte ich, die Konsistenz werde sich nie ändern, doch plötzlich war die Flüssigkeit weg, übrig blieb ein grünes Pulver. Das wurde mit weiteren Zutaten vermischt – und schon hatte man seinen Nitro-Gang vor sich stehen.

Im wahrsten Sinne: High Tea

Eine Reservierung ist auch sinnvoll, wenn man im Euromast-Restaurant seinen Afternoon oder High Tea genießen will. Von dort oben hat man einen tollen Blick über die Stadt, während man Sandwiches und Süßigkeiten zu seinem Tee isst. High Tea ist in den Niederlanden ähnlich beliebt wie in Großbritannien.

Zeit für einen Cocktail

In Rotterdam gibt es aber nicht nur tolle Restaurants und Essmöglichkeiten, es gibt auch ausgesprochen coole Bars. Wir hatten einen Gin Tonic auf der Terrasse des Hotel New York. Von dort fuhren früher die Schiffe Richtung USA. An Bord die Auswanderer auf dem Weg in ihre neue Heimat. Heute kann man hier dem Sonnenuntergang hinter den Hafenkränen zuschauen.


In Fußnähe, über die Brücke, gibt es in der Fenix Food Factory Street Food. In die andere Richtung ist das Nhow Hotel mit einer Bar im siebten Stock. Dort gibt es nicht nur ungewöhnliche Cocktails, sondern auch eine Terrasse, von der aus man die Erasmus-Brücke aus einer ungewöhnlichen Perspektive sieht. An der Bar gibt es außerdem Kleinigkeiten zu essen.

Im Mainporthotel gegenüber, auf der anderen Seite der Brücke und der Maas, ist die Bar im Untergeschoss. Auch dort gibt es eine große Auswahl an Getränken. Wir bekamen Nüsschen und Jelly Beans gereicht.

Von hier sind es nur wenige Schritte bis zum Flussufer. Dort, quasi unter der Erasmus-Brücke, liegt eine weitere nette Bar, Prachtig. Im Sommer kann man am Flussufer draußen sitzen.

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