Geschmacksache: alkoholische Leckereien von Smith & Sinclair

Die Box mit alkoholischem Gelee von Smith & Sinclair
Die Box mit alkoholischem Gelee von Smith & Sinclair

Zweifelsohne sind die Produkte, die das britische Unternehmen Smith & Sinclair mir zum Testen geschickt hat, ungewöhnlich. Eventuell wecken sie sogar eine Art Spieltrieb im Erwachsenen: alkoholische Geleestückchen, Glitter für den Cocktail, Prosecco-Gel mit Himbeerpulver – das macht zumindest experimentierfreudig. Wenn man einen guten Freund mit etwas überraschen will, was er oder sie bisher zumindest noch nicht oft gesehen hat, dann wird man im Onlineshop des Herstellers sicherlich auch fündig. Trotzdem haben mich die Probestücke nicht wirklich überzeugt.

Gin-Gelee von Smith & Sinclair

Mit Timo habe ich die Geleestücke probiert, die übrigens in einer äußerst schönen Box mit der Aufschrift „Bite me“ verschickt wurden. Die nutze ich jetzt auf meinem Schreibtisch als Aufbewahrungsort für meine Stifte. Aber zurück zu den Geleestücken, die „Alcoholic Cocktail Gummies“ heißen. Wir haben den Holunderblüten-Gin-Sprizz mit Thymianzucker, einen Passionfruit-Mojito, einen Ananas-Bellini und einen Mandarin Spritz. Timo und ich sind uns einig: Das Gin-Gelee schmeckt eindeutig nach Gin. Bei den anderen schmecke ich zwar den enthaltenen Alkohol, aber keine Ananas oder Passionsfrucht. Dafür jede Menge Zucker. Um ganz ehrlich zu sein: Ich trinke lieber den Cocktail, als dass ich die Geleestücke esse. Wobei eine Box mit Geleestücken etwa soviel kostet wie zwei Cocktails.

Glitter für den Drink

Dann gibt es Just Add Sparkle: Glitter in der Geschmacksrichtung dunkle Kirsche. Ich gebe je einen Teelöffel in vier Sektgläser, um das Pülverchen mit Freunden zu probieren. Gibt man den Sekt hinzu, entsteht eine üppige Schaumbildung, größer als üblich, was dazu führt, dass ein Glas total überschäumt. Davon abgesehen scheint das Kirschpulver dem Sekt die Kohlensäure zu entziehen, so dass man am Ende eher ein weinhaltiges Getränk hat – das jedoch nicht alle mögen: Ein Freund findet den Geschmack bitter, zwei andere mögen ihn einfach nicht. Ich selbst finde ihn nicht schlecht. Aber: Glitter ohne Geschmack wäre mir lieber. Und vielleicht sollte man das Pulver lieber in andere Getränke rühren, die weniger Kohlensäure haben.

Mach aus Prosecco einen Pfirsich Bellini

Dann gibt es Brausetabletten, die man ihn ein Glas mit Prosecco werfen soll, um so einen Pfirsich Bellini zu bekommen. Geschmacklich überzeugt mich dieses Produkt am ehesten, denn es schmeckt wirklich nach Pfirsich. Ist ganz lecker. Nur: Wenn ich einen Pfirsich Bellini will, dann schmeiße ich keine Tablette in ein Glas, sondern kaufe Pfirsiche, püriere diese, und fülle sie dann mit Sekt auf.

Das mysteriöseste Produkt von Smith & Sinclair: The double Dipper

Den so genannten Double Dipper gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Ich habe nochmals Pfirsich Bellini geschickt bekommen. Das Double Dipper Set besteht aus zwei Lollis, die nach Prosecco schmecken sollen. Auf die macht man aus einem separaten Tütchen ein Tröpfchen sehr leckeres Pfirsichgel. Und dann rührt man den Lolli durch ein Pulver aus gefriergetrockneten Himbeeren und Zucker, bevor man ihn in den Mund steckt. Nun ja. Ich sag mal so: Es ist viel zu viel Himbeerpulver übrig, das eigentlich zu schade zum wegschmeißen ist. Und warum ich diesen Lolli essen sollte, wenn ich für den Preis auch einen Bellini trinken könnte, erschließt sich mir nicht.

Was mich am Onlineshop stört

Eine klassische Wüste? Oder vielleicht doch eher ein “klassischer Nachtisch”?

Selbst wenn ich die Smith & Sinclair Produkte noch innovativ finde, der Onlineshop ist grauenvoll übersetzt. Statt „Geleestücke“ steht da „Kaugummi“, was etwas ganz anderes ist. Es sind Rechtschreibfehler in der Beschreibung – beispielsweise „Oder Gummis“ statt „Unsere Gummis“. Und mein Lieblingsfehler ist der im Screenshot. Ja, es ist schon schwierig mit “desert” und “dessert” und der jeweiligen Übersetzung. Das Produkt gibt es übrigens nicht mehr im Shop, den Screenshot habe ich im Januar gemacht.

Ärgerlich ist außerdem, dass man die Versandkosten nicht sofort erkennen kann. Bis Anfang Februar stand noch auf der Seite, dass der Versand nach Deutschland kostenfrei ist. Jetzt heißt es: “Die Versandkosten werden am Ende des Bestellvorgangs angezeigt”. Nicht gerade verbraucherfreundlich – insbesondere, weil die Produkte an sich schon nicht günstig sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: