Japanische Küche in Köln: Das ITO im belgischen Viertel

„Omakase“ ist ein Begriff, den man in japanischen Restaurants öfter hört. Gemeint ist damit, dass man dem Koch überlässt, was man zu essen bekommt. In westlichen Restaurants entspricht das Omakase also einem Überraschungsmenü. Und genau das hatten wir im ITO im belgischen Viertel zuletzt.

ITO: Eröffnung im Lockdown

Das ITO ist eines der Restaurants, die mit ihrer Eröffnung mitten in den Lockdown gefallen sind. Nicht der beste Zeitpunkt. Die Lage ist dafür umso besser: Mitten im belgischen Viertel, in der Antwerpener Straße. Früher war hier das Sorgenfrei, ein Restaurant, das nicht nur einen wunderbaren Namen hatte, sondern auch sehr gutes Essen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich in den vergangenen Jahren nicht mehr dort war – was einfach auch daran liegt, dass wir in Köln immer mehr hochwertige Restaurants bekommen.

Das Omakase im ITO

Während man in japanischen Restaurants sehr oft nichts anderes als Sushi und Nigiri bekommt, werden beim Omakase auch andere japanische Speisen serviert. Ich hatte das bereits mehrfach im Restaurant des Hotels Nikko in Düsseldorf. War immer gut. 

Und jetzt auch bei meinem zweiten Besuch im ITO. Die Wahl hat man hier nur zwischen fünf und sechs Gängen. Außerdem kann man sich für Wagyu im Hauptgang entscheiden. Das habe ich in diesem Fall gemacht. Das Fleisch war fantastisch, aber auch sehr, sehr klein. Ob Fisch oder Fleisch: Lecker war alles. Bis auf das Dessert, in dem Möhre verarbeitet war. Das war nicht mein Fall.

Oder doch lieber Sushi

Trotzdem würde ich bei einem weiteren Besuch vermutlich wieder das Omakase nehmen. Denn Sushi bekommt man in so vielen anderen Restaurants ebenfalls. Wobei: Sushi ist Sushi ist Sushi? Nö, ganz so einfach ist es eben nicht. Es gibt große Unterschiede – angefangen bei der Qualität des verarbeiteten Fisches über die Zubereitung und die Präsentation des Essens. Mit Düsseldorf als Nachbarstadt bekommen die Kölner schon seit vielen Jahren gehobene japanische Küche in mehreren Restaurants. Angefangen beim Sternerestaurant Nagaya. Auch das Restaurant im Kameha in Bonn ist qualitativ top. Doch mit dem ITO haben wir jetzt selbst ein sehr gutes Sushi-Restaurant.

Japanische Küche in Köln: Das ITO im belgischen Viertel
Sashimi und Sushi

Extra-Tipp: In Bad Salzuflen gibt es im Hotel Lippischer Hof ebenfalls ein gehobenes japanisches Restaurant, das Akaiten.

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Es gibt aber noch zwei weitere gute Gründe, im ITO zu essen:

  1. Der Chef, Kengo Nishimi, hat nämlich früher im Nagaya in Düsseldorf gearbeitet. Und das Menü, das wir dort einmal hatten, war einzigartig. Hatte allerdings auch seinen Preis.
  2. Das ITO gehört in die La-Société-Gruppe. Mit Gut Lärchenhof kann ich zwar so gar nichts anfangen. Das La Société gehörte aber zumindest vor seiner Renovierung zu meinen Lieblingsrestaurants. Seit der Renovierung war ich noch nicht wieder dort. Es steht aber weit oben auf meiner To do Liste.

Sushi Variation vom Chef

Aber: Mit Sushi und mir ist das so eine Sache. Ich gehe schon mal Sushi oder japanisch essen. Und ich bin auch bereit, dafür mehr auszugeben als die wenigen Euro, die man in den 08/15-Restaurants dafür bezahlt. Aber ich kann Sushi nicht immer essen. Zu einem heißen Sommertag passt es aber bestens – nicht nur, weil es kalt ist. Sondern auch, weil es leicht ist.

Japanische Küche in Köln: Das ITO im belgischen Viertel
Sushi Variation für zwei

Weil ich aber immer etwas überfordert bin, wenn ich mir mein Sushi selbst zusammenstellen soll, war ich ausgesprochen froh, dass es eine Sushi Variation auf der Speisekarte gibt, die der Chef zusammenstellt. Wir hatten Kengos Variation für zwei mit einer Miso-Suppe vorneweg, einigen Nigiri, Tempura Maki, Maki, Inside-Out-Roll, Sashimi und einer Special Roll. Und zum Nachtisch hatten wir noch ein Matcha-Tiramisu sowie ein Panna Cotta.

Was ich übrigens besonders schön fand: Die coronazeittypische Außenbestuhlung in der Parkbucht. ich hoffe, dass uns diese Möglichkeit, draußen zu sitzen, weiter erhalten bleibt.

Mein Fazit: Das ITO reiht sich ein zu vielen anderen sehr guten japanischen Restaurants rund um Köln. Zumindest für diejenigen, die bereit sind, etwas mehr fürs Essen auszugeben. Etwas günstiger, aber schon seit vielen Jahren durchaus auch sehr gut, ist das Nikko auf der Dürener Straße.

Der Artikel aus dem März 2022 wurde im Juli 2022 aktualisiert.

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Wer schreibt hier? Bettina Blass

Bettina Blaß ist Bloggerin, Buchautorin und Verbraucherjournalistin. Sie gibt Seminare und Workshops rund das Internet wie beispielsweise "Personal Branding" oder "Online publizieren". 2021 hat sie das Buch "Zu Fuß durch Köln" herausgebracht.

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