Japanische Küche in Köln: Das ITO im belgischen Viertel

Sushi ist Sushi ist Sushi? Nö, ganz so einfach ist es nicht. Es gibt große Unterschiede – angefangen bei der Qualität des verarbeiteten Fisches über die Zubereitung und die Präsentation des Essens. Mit Düsseldorf als Nachbarstadt haben die Kölner schon seit vielen Jahren, gehobene japanische Küche in mehreren Restaurants zu bekommen. Angefangen beim Sternerestaurant Nagaya. Auch das Restaurant im Kameha in Bonn ist qualitativ top. Doch seit einem guten Jahr haben wir auch selbst ein sehr gutes Sushi-Restaurant: das ITO.

Japanische Küche in Köln: Das ITO im belgischen Viertel
Sashimi und Sushi

Extra-Tipp: In Bad Salzuflen gibt es im Hotel Lippischer Hof seit wenigen Monaten ebenfalls ein gehobenes japanisches Restaurant, das Akaiten.

ITO: Eröffnung im Lockdown

Es ist eines der Restaurants, die mitten in den Lockdown gefallen sind mit ihrer Eröffnung. Nicht der beste Zeitpunkt. Die Lage ist dafür umso besser: Mitten im belgischen Viertel, in der Antwerpener Straße. Früher war hier das Sorgenfrei, ein Restaurant, das nicht nur einen wunderbaren Namen hatte, sondern auch sehr gutes Essen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich in den vergangenen Jahren nicht mehr dort war – was einfach auch daran liegt, dass wir in Köln immer mehr hochwertige Restaurants bekommen.

Mit Sushi und mir ist das so eine Sache: ich gehe schon mal Sushi oder japanisch essen. Und ich bin auch bereit, dafür mehr auszugeben als die wenigen Euro, die man in den 08/15-Restaurants dafür bezahlt. Aber ich kann Sushi nicht immer essen. Zu einem heißen Sommertag passt es aber bestens – nicht nur, weil es kalt ist. Sondern auch, weil es leicht ist. Außerdem gab es für mich einen wichtigen Grund, warum ich unbedingt einmal im ITO essen wollte. Oder eigentlich gleich zwei: der Chef, Kengo Nishimi, hat nämlich früher im Nagaya in Düsseldorf gearbeitet. Und das Menü, das wir dort einmal hatten, war einzigartig. Hatte allerdings auch seinen Preis.

Sushi Variation oder Omakase

Grund zwei: Das ITO gehört in die La-Société-Gruppe. Mit Gut Lärchenhof kann ich zwar so gar nichts anfangen. Das La Société gehörte aber zumindest vor seiner Renovierung zu meinen Lieblingsrestaurants. Seit der Renovierung war ich noch nicht wieder dort. Es steht aber weit oben auf meiner To do Liste.

Japanische Küche in Köln: Das ITO im belgischen Viertel
Sushi Variation für zwei

Weil ich immer etwas überfordert bin, wenn ich mir mein Sushi selbst zusammenstellen soll, war ich ausgesprochen froh, dass es eine Sushi Variation auf der Speisekarte gibt, die der Chef zusammenstellt. Wir hatten Kengos Variation für zwei mit einer Miso-Suppe vorneweg, einigen Nigiri, Tempura Maki, Maki, Inside-Out-Roll, Sashimi und einer Special Roll. Und zum Nachtisch hatten wir noch ein Matcha-Tiramisu sowie ein Panna Cotta. Beim nächsten Mal werde ich sicher das Omakase essen, das ist ein mehrgängiges Menü. Dabei gibt es eben nicht nur Sushi und Sashimi, sondern auch andere japanische Speisen. Ich hatte das bereits mehrfach im Restaurant des Hotels Nikko in Düsseldorf. War immer gut. 

Was ich übrigens besonders schön fand: Die coronazeittypische Außenbestuhlung in der Parkbucht. ich hoffe, dass uns diese Möglichkeit, draußen zu sitzen, weiter erhalten bleibt.

Mein Fazit: Das ITO reiht sich ein zu vielen anderen sehr guten japanischen Restaurants rund um Köln. Zumindest für diejenigen, die bereit sind, etwas mehr fürs Essen auszugeben. Etwas günstiger, aber schon seit vielen Jahren durchaus auch sehr gut, ist das Nikko auf der Dürener Straße.

Wer schreibt hier? Bettina Blass

Bettina Blaß ist Bloggerin, Buchautorin und Verbraucherjournalistin. Sie gibt Seminare und Workshops rund das Internet wie beispielsweise "Personal Branding" oder "Online publizieren". 2021 hat sie das Buch "Zu Fuß durch Köln" herausgebracht.

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