Olivenölverkostung in der Henne Weinbar

Olivenölverkostung mit Carmen Sanchez

Es ist schon einige Jahre her, dass ich in der Winebank in Köln einen Vortrag über Oliven gehört habe. Was mir von damals im Gedächtnis geblieben ist: Die meisten schwarzen Oliven, die wir in Deutschland kaufen können, sind gefärbt. Denn eigentlich, so lerne ich jetzt in der Henne Weinbar bei einer Olivenölverkostung mit Carmen Sanchez von der Olivensaftagentur, werden Oliven erst schwarz, wenn sie verschrumpelt sind. Und verschrumpelte Oliven mögen die Menschen üblicherweise nicht, weil sie nicht so schön aussehen.

Die Olivenölverkostung mit Carmen bleibt nicht bei der Theorie. Wir probieren verschiedene Olivenöle. Pur, einfach so einen Schluck in den Mund nehmen und dann schlucken. Das ist beim ersten Mal etwas merkwürdig, denn Öl ist eben ölig. Nach und nach wirkt es aber eher samtig, und besonders interessant ist der Geschmack: Olivenöl ist gerne leicht bitter und oft im Abgang scharf. Das war mir so nicht bewusst gewesen.

Olivenölverkostung mit lecker Essen

Carmen gibt ihre Verkostungen nicht nur in der Henne Weinbar. Sie arbeitet mit vielen Gastronom*innen zusammen. Neben dem neuen Wissen geht es dabei auch oft um gutes Essen. An diesem Abend in der Henne Weinbar wird ein Vier-Gang-Menü serviert, in dem das verkostete Olivenöl verarbeitet ist. Natürlich ist es spanisch inspiriert: Pa amb Oli gibt es zu Beginn, einen Snack, den man häufig auf Mallorca, aber auch im Baskenland isst: Tomaten und Öl auf Brot, dazu Iberico Bellota Schinken. Danach gibt es gegrilltes Salatherz mit Burrata-Schaum, Joselito Iberico Presa – ein ordentliches Stück Fleisch mit Algensalat und Dörrtomate.

Das Dessert besteht aus drei kleinen Gängen. Da ist zunächst die geeiste Ziegenmilch mit Rhababer und Olivenöl, dann gibt es Brot mit karamellisierter weißer Original Beans Schokolade, viel Olivenöl und Meersalz und schließlich Olivenölpralinen. Letztere sind gewöhnungsbedürftig und nicht jedermanns Geschmack. Ich fand sie ganz interessant.

Was ich über Olivenöl lerne

Von Carmen lerne ich zwischendurch eine Menge. Nämlich beispielsweise, dass Öl in großen Kanistern leicht ranzig wird. Dann könne man aber immer noch einen Docht reinstecken und es als Kerze beispielsweise auf dem Balkon abbrennen. Die Öle, die Carmen vorstellt, kommen beispielsweise von der Finca la Torre in Malaga oder vom Castillo de Canena. Sie unterscheiden sich deutlich im Geschmack, auch wenn ich die feinen Nuancen nicht benennen kann. Tomate beziehungsweise Gras schmecke ich leider nicht. Dafür fehlt mir wahrscheinlich einfach die Erfahrung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich stimme zu

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.