Ein Tag in Gütersloh

In der Fußgängerzone
In der Fußgängerzone

Wer Gütersloh hört, denkt an Miele-Waschmaschinen und das Medienunternehmen Bertelsmann, zu dem RTL gehört. Mehr fällt den wenigsten Menschen zu der Stadt im Teutoburger Wald meist nicht ein. Und wenn ich keine familiäre Beziehung in die Stadt hätte, ginge es mir wahrscheinlich genauso. Tatsächlich ist Gütersloh aber einen Besuch wert. Im Stadtkern zum Beispiel gibt es einen Fachwerkhausring am Alten Kirchplatz, der ein Zeugnis davon ist, dass es die heutige Stadt mit rund 100.000 Einwohnern schon seit langer Zeit gibt. Die Ortschaft wurde erstmals 1184 erwähnt.

Gütersloh: Stadtpark und Stadtzentrum

Wer Spaß am Grünen hat, sollte außerdem auf jeden Fall durch den Stadtpark spazieren. Ich bin dort eine Trainingsrunde gelaufen, was recht abwechslungsreich ist. Auf dem Weg dorthin kommt man an vielen Villen und Häusern vorbei, deren Größe viel über ihre Bewohner aussagen. Verwunderlich ist das nicht, denn Firmen wie eben Bertelsmann und Miele, die weltweit agieren, brauchen auch Mitarbeiter auf der Managementebene, die sich diese Lage und diese Hausgröße leisten können. Der Stadtpark mit seinem Teich und seinen verschlungenen Wegen wurde übrigens Anfang des vergangenen Jahrhunderts angelegt und ist Teil des European Garden Heritage Networks. Dazu gehört beispielsweise auch der Landschaftspark Duisburg-Nord, die Kölner Flora, Kloster Dalheim und Park Wilhelmshöhe in Kassel.

Gütersloh gibt sich außerdem viel Mühe, die Innenstadt aufzuwerten. Darum wird dort mit Kunst im öffentlichen Raum gearbeitet, der Berliner Platz, an dem am Wochenende Marktstände stehen, ist mit einem Wasserlauf und Stufen gestaltet worden, und in den Sommermonaten stehen mitten in der Stadt Holzstühle zum Relaxen.

Fußgängerzone Gütersloh
Fußgängerzone Gütersloh

Yvonne Herms war während der #TeutoBloggerWG mit einem historischen Miele-Fahrrad in Gütersloh unterwegs.

Gut essen und schlafen in Gütersloh

Das Parkhotel ist nur wenige Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt, und die wohl beste Wahl in der Stadt. Die Zimmer sind sehr klassisch gehalten mit gestreiften Tapeten und Spiegeln im dicken Goldrahmen. Hinter dem Hotel gibt es einen Teich, an dessen Ufer im Sommer Tische und Stühle stehen. Hier kann man bei gutem Wetter am Wasser sitzend einen Cocktail trinken. Das Hotel Stadt Hamburg ist kleiner und moderner, und ebenfalls wert, empfohlen zu werden.

Wie überall in Ostwestfalen gibt es auch in Gütersloh viele Möglichkeiten, bodenständiges Essen zu bekommen. Das Gütersloher Brauhaus beispielsweise hat in den Sommermonaten auch Tische auf einer Terrasse, die mit vielen großen Grünpflanzen dekoriert ist. Im Bankery, einer ehemaligen Volksbankfiliale, gibt es Brunch für einen fairen Preis. Und am Dreiecksplatz bekommen Besucher in der Eismanufaktur ungewöhnliche Sorten wie beispielsweise Kürbiskerneis oder das erfrischende Limette mit Minze.

Von Gütersloh ist man übrigens auch schnell in Bielefeld und an anderen Zielen im Teutoburger Wald.

2 Gedanken zu „Ein Tag in Gütersloh

  • 27. Juli 2018 um 10:44
    Permalink

    Schöne Geschichte, die Lust auf mehr macht. Außerdem ein echter Tipp: Die Weberei in Gütersloh mit ihrem Kulturprogramm, das Programmkino und der Rad-/Fussweg entlang dem Flüsschen Dalbke durch den Stadtpark. …. Wenn Du mal wieder hier in der Nähe bist, lass es mich gerne wissen. LG aus dem Teutoburger Wald von Robert

    Antwort
    • 27. Juli 2018 um 10:46
      Permalink

      Lieber Robert,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich bin leider immer nur sehr kurz in Gütersloh. Aber wenn es sich einmal ergibt, melde ich mich auf jeden Fall.
      Viele Grüße
      Bettina

      Antwort

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