*Anzeige* 6 Tipps für den Städtetrip nach Bielefeld

Weinberg in der Stadt
Weinberg in der Stadt

Der Ostwestfale macht bekanntlich nicht viele Worte. Und ob er seine Heimat so richtig zu schätzen weiß – ich zweifle manchmal daran, wenn ich mich mit Leuten aus der Region unterhalte. Dabei gibt es im Teutoburger Wald so viel zu entdecken – selbst in Bielefeld, der Stadt, die seit vielen Jahren mit dem abgedroschenen Witz leben muss, dass es sie eigentlich gar nicht gibt. Obwohl mir gebürtige Ostwestfalen also kurz und knapp mehrfach versicherten, man müsse kein Wochenende in Bielefeld verbringen, weil es dort nichts Spannendes zu sehen gäbe, habe ich mich selbst auf eine Entdeckungsreise begeben – und eine ganze Menge erlebt:

Tipps für Läufer und Genussmenschen

  1. Tipp für Läufer: Ich will alles, nur auf keinen Fall den Berg hinunterlaufen. Denn ich weiß genau, dass ich am Ende meiner Trainingsrunde wieder hinauf muss. Und der Johannisberg in Bielefeld ist steil, verdammt steil. Schließlich liegt die Stadt im Teutoburger Wald, das ist nichts für Kölner Flachlandindianer wie mich. Allerdings bleibt mir nichts anderes übrig, als hinunter zu laufen. Denn als ich um kurz nach 6 Uhr morgens vom Mercure Hotel losjogge Richtung Bauernhausmuseum, ist außer mir kaum jemand auf dem Weg durch den Wald unterwegs. Vielleicht habe ich zu viele Tatorte gesehen, mag sein, auf jeden Fall ist mir das zu unheimlich. Darum drehe ich, laufe an einem Infozentrum zum Historischen Park auf dem so genannten Joberg vorbei, am angedeuteten ehemaligen Zwangsarbeitslager, das jetzt ein Parkplatz ist weiter vorbei, und vorbei an einer seltenen Kastanie, am Klettergarten und runter ins Tal. Am Anfang der Hochstraße führt ein Fußgängerweg wie auf einer Terrasse parallel zum Ostwestfalendamm Richtung Johannisfriedhof und Botanischem Garten. Hier läuft man ganz gemütlich. Auf dem Rückweg ins Hotel habe ich den Weg durch den Weinberg genommen. Der ist zwar noch steiler als erwartet, aber der Blick auf die Stadt ist nett.
  2. Tipp für Geschichtsinteressierte: Die Sparrenburg in Bielefeld ist nicht nur irgendeine Burg aus einem längst vergangenen Jahrhundert, sondern die nördlichste Spornburg Deutschlands. Von einer Spornburg spricht man, wenn sie auf einem Berg sitzt, der mindestens auf zwei Seiten sehr steil ist. Auch die Ehrenburg an der Mosel in Brodenbach ist eine solche Burg. Von der Sparrenburg hat man einen guten Blick über die Stadt. Außerdem gibt es dort ein Restaurant mit bodenständig-ostwestfälischem Essen. Wie so oft hat man den besten Blick auf die Burg jedoch aus der Ferne, in diesem Fall vom Johannisberg. Dort gibt es ein Mercure Hotel, und direkt unterhalb der zugehörigen Terrasse hat man einen guten Blick auf den Burgturm. Wenn man den steilen Berg hoch gelaufen ist, sollte man sich dafür dort auf jeden Fall mit einem Cocktail belohnen.
  3. Tipp für Ginfans: Gin gibt es überall, und Gin-Tastings habe ich sowohl in Köln als auch in Schottland schon gemacht. Das Légère-Hotel bietet in seinem Restaurant Faces aber ein Vier-Gang-Menü mit korrespondierenden Gin-Mix-Getränken an. Neben 50 Gins hat die Bar auch verschiedene Tonics im Angebot, zum Beispiel das mir bis dahin nicht bekannte 1724. Es ist nach der Höhe benannt ist, in der das im Tonic enthaltene natürliche Chinin in den chilenischen Anden angebaut wird. Natürlich empfiehlt man im Légère-Hotel auch den lokalen Lossie-Gin. Wir haben zuhause die Sorte „Botanischer Garten“, in dem unter anderem Rosenblüten und Lavendel enthalten sind, und der mir ehrlich gesagt eine Spur zu lieblich ist. Barkeeper Matthias Walter rät mir, ihn künftig mit Minzblättern zu trinken. Zu unserem Menü gibt es aber andere Gins: Der Gruß aus der Küche, Rindertartar mit Relish, wird mit einer Gin-Cointreau- Champagner-Mischung gereicht. Zum mit Heidelbeere gebeizten Lachs gibt es den Brockmanns Intensly Smooth Premium Gin, in dem ebenfalls Heidelbeere enthalten ist, gemischt wird er mit dem Anden-Tonic. Das Steak mit Zitronenrisotto wird kombiniert mit dem Tanquerqay Rangpur Lime, der sehr erfrischend nach Zitrone schmeckt. Verstärkt wird diese Note durch das Fentimans Tonic, in dem Zitronengras und Kaffeelimette enthalten sind. Mein absoluter Favorit ist Gin T zum Dessert. Hier haben sich die Firmen Ziegler und Ronnefeldt zusammengetan, und das Ergebnis ist entsprechend ein Gin mit Tee. In diesem Fall ist es der grüne Tee Morgentau, den ich aufgrund seines leichten Mangogeschmacks ganz besonders mag. Im Nachtisch – wen wundert’s? – ist grüner Tee und Mango enthalten: Es gibt Matcha Panna Cotta. Natürlich kann man im Légère-Hotel auch übernachten: Es gibt 120 Zimmer in drei Kategorien. Zur Hotelfamilie gehört auch das Charly’s House nebenan, das 116 Zimmer hat. Es ist etwas günstiger, und hat ein frischeres, amüsanteres Design. Was mir dort besonders gefallen hat: Gäste können sich am Computer selbst einchecken, sich also eine Schlüsselkarte selbst erstellen, nachdem sie die notwendigen Daten eingegeben haben. Beim Design bevorzuge ich allerdings die gedeckteren Farben des Légère-Hotel.

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  4. Tipp für Schleckermäuler: Dr. Oetker kennt jeder. Der Hersteller von Müsli, Kuchenmischungen und Pizza sitzt in Bielefeld. Wer sich früh genug anmeldet, kann dort eine Führung durch die Unternehmensgeschichte und -philosophie machen und im Anschluss im firmeneigenen Laden einkaufen. Lies hier weiter, wenn du mehr über mein Erlebnis in der Dr. Oetker Welt wissen möchtest.
  5. Tipp für Gäste des Mercure Hotels auf dem Johannisberg: Ihr seid mit dem ÖPNV unterwegs? Je schwerer Euer Koffer ist, desto eher solltet Ihr ein Taxi zum Hotel nehmen. Denn vom Adenauerplatz, der nächstgelegenen Straßenbahnhaltestelle, geht man gute 15 Minuten – und zwar steil den Berg hinauf. Wem das zu viel Fitnessprogramm ist, der sollte sich besser fahren lassen.
  6. Tipp für Anhänger alternativer Übernachtungsmöglichkeiten: Ziemlich modern haben wir 2016 auf Einladung der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe auch im Jugendgästehaus übernachtet. Es hat 164 Betten in 58 Räumen, davon sind 22 Zwei-Bett-Zimmer mit eigenem Bad. Das Jugendgästehaus hat ein hauseigenes Bistro, und Gäste können dort Billard oder Tischtennis spielen. Auch eine kleine Sauna für bis zu sechs Besucher kann man stundenweise mieten. Das Jugendgästehaus ist barrierefrei und hat Zimmer, die speziell für Menschen mit Rolli gebaut wurden.
  7. Tipp für Freunde der Weihnachtszeit: Wer in einer Stadt mit ständig überfüllten Weihnachtsmärkten lebt, sollte im Winter nach Bielefeld fahren. Denn der Weihnachtsmarkt dort zieht sich über mehrere Plätze und durch einige Straßen, so dass die Besuchermengen entzerrt werden. Nur vor den Glühweinständen herrscht das gleiche Gedränge wie auf allen Weihnachtsmärkten. Hier findet man übrigens auch traditionelle Speisen wie westfälische Apfelpfannkuchen.

Als Journalistin halte ich mich an den Pressekodex des Presserats. Ich war im Juni 2018 während der #TeutoBloggerWG von Teutoburger Wald Tourismus in Bielefeld. Die Kosten für die Anreise, die Unterbringung, Verpflegung und das Menü mit korrespondierenden Gins wurde vom Veranstalter und seinen Kooperationspartnern getragen. Außerdem habe ich für diesen Artikel ein Honorar bekommen, weswegen er als Anzeige gekennzeichnet ist. Die Reise im Dezember 2016 habe ich mit Ausnahme der Übernachtung im Jugendgästehaus selbst bezahlt.

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