London und das liebe Geld

Big Ben und Underground
Big Ben und Underground

Es ist Ende März, als wir in London sind, und es ist deutlich kälter als in Deutschland. Das hat jedoch einen gewaltigen Vorteil: Es ist lange nicht so voll in der Stadt, wie es im Sommer oder zu speziellen Feiertagen sein kann. Hinzu kommt: Wir sind unter der Woche da, von Mittwoch bis Freitag. Den Germanwings-Flug haben wir lange im Voraus gebucht, auch das Hotel. Unterkünfte in London sind teuer, aber das neu-eröffnete Motel One bei der Tower Bridge war im Vergleich zu anderen Hotels recht günstig. Überhaupt spielt Geld bei einem London-Besuch eine wichtige Rolle. Denn so richtig günstig ist die englische Hauptstadt nicht.

Direkt nach der Ankunft in London lernen wir fünf Dinge, um Zeit und Geld zu sparen:

  • Wer am Flughafen Heathrow mit seinem neuen Reisepass einreist, kann an der langen Schlange der Einreisenden vorbei gehen und am Automaten selbst einreisen.
  • Direkt nach der Einreise locken zwei Männer mit Express-Tickets für den Zug nach London Stadtmitte, die über 20 Pfund kosten. Das entspricht derzeit 27 Euro. Dabei fährt auch eine Bahn vom Flughafen in die Stadt, die nur etwa sechs Pfund, also 8 Euro kostet. Natürlich ist man mit ihr deutlich länger unterwegs.
  • Die Wechselstuben und Geldautomaten am Flughafen verlangen einen ordentlichen Aufschlag, wenn man mit der deutschen Karte britische Pfund abheben möchte. Deutlich günstiger ist es, das in der Stadt an einem Geldautomaten zu machen.
  • Das allerdings setzt voraus, dass man sich im Voraus bereits eine so genannte Oystercard über das Internet bestellt hat. Denn nur dann kommt man bargeldlos in die Stadt und dort zu einem Geldautomaten. Die Oystercard ist eine Plastikkarte, die wie eine Bankkarte aussieht und auf der ein Guthaben ist, das man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln abfahren und neu befüllen kann. Wer die Oystercard bereits in der Tasche hat, wenn er in London ankommt, benötigt kein britisches Pfund, um sie vor Ort zu kaufen. Allerdings könnte man die Oystercard wahrscheinlich auch mit der Kreditkarte direkt an der U-Bahn-Station bezahlen. Stehen jedoch viele Menschen am Automaten oder am Schalter an, verliert man unnötige Zeit.
  • Wer Guthaben auf der Karte hat, wenn er die Stadt verlässt, kann sich dieses an einer U-Bahn-Station auszahlen lassen.
Neben der Oystercard hatten wir auch den Londonpass für drei Tage gekauft. Das ist teuer: Er kostet 85 Pfund für drei Tage oder 116 Euro. Wenn man aber weiß, dass man bestimmte Dinge in der Stadt machen möchte, lohnt sich der Kauf durchaus: Wir waren am ersten Tag in der Tower Bridge, im Tower of London, in der Westminster Abbey und haben eine Themse-Fahrt gemacht. Das hätte bereits 69 Pfund oder 94 Euro gekostet. Am zweiten Tag waren wir auf dem Monument, in der Sherlock Holmes Ausstellung im Museum of London, im Dickens Museum und in Churchills War Room. Das hätte nochmals gut 52 Euro gekostet. Am dritten und letzten Tag haben wir schließlich noch ein Medizin- und Operationsmuseum mitgenommen und nochmals rund 9 Euro gespart. Leider gilt der London Pass nicht für das London Eye. Hier spart, wer seine Tickets im Voraus über das Internet bucht.

Ich lese in Reiseblogs immer wieder, dass London-Touristen die hohen Eintrittspreise scheuen. Aber ich würde es genau so wieder machen, also einen London Pass kaufen – und so viel wie möglich ansehen. Denn nur durch die Straßen zu schlendern, das ist mir zu wenig. Ich möchte auch etwas von der Kultur und Geschichte einer Stadt mitbekommen. Unter Umständen kommt man so an tolle Orte, an die man vorher nicht gedacht hätte – beispielsweise das kleine Medizinmuseum. Aber auch die Churchill War Rooms waren viel beeindruckender, als ich gedacht hätte. Darum: Danke, London Pass!

So klingt die Fahrt in der Underground

Übrigens: In London kann man sich hervorragend im Supermarkt oder in kleinen Suppenküchen für wenig Geld verpflegen. Es muss also nicht das teure Abendessen im Restaurant sein. Das so gesparte Geld kann man wunderbar in Kultur anlegen.

3 thoughts on “London und das liebe Geld

  1. Toller Artikel mit ganz wichtigen Informationen. Das wird sicherlich einigen eine sehr große Hilfe sein, denn mit Hilfe dieses London Passes kann man sich einiges anschauen und gleichzeitig dabei Geld einsparen. Darauf sollte man nicht verzichten.

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