Alternativ einkaufen: Von Bio-Kiste bis Marktschwärmer

Alternativ einkaufen: Anstehen bei den Marktschwärmern
Alternativ einkaufen: Anstehen bei den Marktschwärmern

Sicher: der Einkauf im Supermarkt ist praktisch. Einmal den Wagen durch die Gänge schieben – und schon hat man von Obst und Gemüse über Kosmetik, Fleisch und Käse bis zu den Putzsachen alles zusammen, was man so für eine Woche braucht. Supermärkte haben aber auch Nachteile: Einige Ketten setzen die Produzenten unter Druck, und es gibt nicht genügend Bio-Produkte. Dafür sind die Waren viel zu oft in Kunststoff verpackt – und überhaupt schmeckt manches besser, wenn es von einem kleinen Erzeuger kommt. Lest hier, wie und wo Ihr alternativ einkaufen könnt.

Verpackungsmüll sparen

Alternativen dazu gibt es immer mehr. Neben den Bio-Supermärkten und Wochenmärkten gehören dazu beispielsweise Unverpacktläden. Dorthin geht man mit seinen Behältnissen und füllt sich dann die jeweils gewünschte Menge ab. In Ehrenfeld gibt es einen Unverpacktladen, den Veedelskrämer. Aber auch in anderen Stadtteilen könnt Ihr immer öfter verpackungsfrei einkaufen: Mehl beispielsweise, Getreide oder Pasta. Aber auch Chutneys und Honig von oft kleinen Herstellern und auch Produkte aus dem so genannten Non-Food-Bereich.  

Gemüse: saisonal, regional und in Bio-Qualität

Wir sind schon einige Jahre Abonnenten der IDA-Kiste. Sie kommt einmal in der Woche und bringt uns Gemüse und Obst von Landwirten aus der Region wie dem Biohof Bursch und Haus Bollheim. Die wiederum produzieren nach Bioland- und Demeter-Vorgaben. Zum Gemüse kann man beispielsweise Fleisch, Brot und Milchprodukte dazu bestellen. Neben der IDA gibt es noch weitere Anbieter ähnlicher Produkte.

Bio und regional: Alternativ einkaufen mit Plan

Dann gibt es die Marktschwärmer, eine Idee, die ursprünglich aus Frankreich kommt. Marktschwärmereien gibt es aber auch in Belgien, Italien, Spanien und den Niederlanden. Die Marktschwärmereien arbeiten mit regionalen Anbietern zusammen. Wer angemeldet ist, bekommt per E-Mail Bescheid, wenn Bestellungen angenommen werden. Dann gibt es einen festen Tag und eine festgelegte Zeit, zu der man seine Einkäufe abholen kann. Wir haben bei den Marktschwärmern in Ehrenfeld schon Zwiebeln gekauft, Äpfel, Kartoffeln, Wurst und Limonade. Aber es gibt noch deutlich mehr.

Unterwegs einkaufen: im Hofladen

Ich gebe zu, dass ich kaum an einem Hofladen vorbeikomme, wenn wir unterwegs sind. Es ist immer schön, dort einzukaufen. Im Internet könnt Ihr nach Hofläden suchen – oder Eure Lieblingsläden eintragen. Im Umkreis von Köln sind leider noch nicht viele verfügbar. 

Lebensmittel retten mit Too good to go

Mit der App Too good to go rettet man Lebensmittel, sagen die Anbieter. Ihre Kooperationspartner sind Bäckereien, Supermärkte, Donut-Hersteller, Cafés oder The Good Food. Man reserviert sich seine Überraschungstüte, bezahlt über die App und zeigt diese im Laden vor. Das geht schnell und ist praktisch. Ich war bisher immer äußerst zufrieden – auch wenn manche Überraschungstüten – nun ja, besonders überraschend waren. Bei Supasalad beispielsweise habe ich statt des gekauften Salats zwei Portionen Suppe bekommen. Bei Hussel war die Überraschungstüte anders als angekündigt ziemlich sicher keine 30 Euro wert, aber vielleicht 18 bis 22 Euro. Maisterküche, Backwerk und Wiens haben so viel in die Tüte gepackt, dass ich einen Teil verschenkt habe. Mein Fazit: The Good Food macht vor allem Spaß! Und man lernt viele neue Läden kennen.

MHD überschritten – na und? Alternativ einkaufen bei The Good Food!

The Good Food auf der Venloer Straße verkauft Produkte, die knapp am Mindesthaltbarkeitsdatum sind oder Backwaren vom Vortag sowie krummes Gemüse. Ich habe bei meinem ersten Besuch eine steile Lernkurve hingelegt: Bei Too good to go habe ich eine Überraschungstüte von The Good Food gekauft. In der Beschreibung hieß es „Kokosmehl und Salat“. In der Tüte waren jedoch Bio-Kokoschips und eine große Flasche Smoothie. Die zweite Überraschung: Der Smoothie war drei Monate abgelaufen, die Chips ein Jahr. Ich habe alles äußerst vorsichtig geöffnet und probiert. Und voll Erstaunen festgestellt, dass es noch richtig lecker war.

Alternativ einkaufen: Von Bio-Kiste bis Marktschwärmer

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