Wann lohnt sich ein Städtepass?

Sightseeing in Genf
Sightseeing in Genf

Spezielle Pässe für Touristen, mit denen man die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen kann und Rabatt beim Besuch einiger Museen bekommt, gibt es in vielen Städten. Allerdings rechnen sie sich nicht immer, wie unser Beispiel für Hamburg zeigt. Der Geneva Pass dagegen hat sich mehr als gerechnet.

Das größte Problem der Städtepässe ist aus meiner Sicht die mangelnde Transparenz: Wer wissen will, welche Vergünstigungen es beispielsweise in Dresden gibt, kommt im Internet nicht weit. Auch in Gent hatten wir dieses Problem. Dort half uns aber eine Museumsmitarbeiterin tatkräftig weiter. Ähnliches Glück hatten wir in Genf:

Dort gingen wir direkt nach der Ankunft in ein Touristenbüro, weil wir einen Stadtplan brauchten. Wir waren wie so oft sehr schlecht auf unseren Wochenendtrip vorbereitet. Die Dame, die uns den Stadtplan gab, fragte, was wir sehen wollten. Immerhin wussten wir, dass wir das Rote-Kreuz- und das Patek-Philippe-Museum anschauen wollten. Sie sagte, dass wir uns dann doch einmal die Informationen zum Geneva Pass durchlesen sollten. Er kostete für 48 Stunden 35 Schweizer Franken, also 35 Euro. Bei dem Preis schluckten wir zunächst, weil man in Genf kein Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr benötigt. Das bekommt man automatisch und kostenlos vom Hotel, in dem man übernachtet. Unter diesem gesichtspunkt wäre der Geneva Pass also nicht sinnvoll gewesen.

Allerdings kostet der Eintritt ins Rote-Kreuz-Museum bereits 15 Schweizer Franken, der Eintritt ins Patek-Philippe-Museum 10 Schweizer Franken. Somit war klar: Würden wir am nächsten Morgen noch eine geführte Altstadt-Tour, die eigentlich 15 Schweizer Franken kostet, mitmachen, hätte sich die Karte bereits gelohnt. Also haben wir sie gekauft. Und schließlich sehr viel Geld damit gespart:

Rote-Kreuz-Museum: 15 Schweizer Franken
Patek-Philippe-Museum: 10 Schweizer Franken
Altstadt-Tour: 15 Schweizer Franken
Mini-Bahn-Fahrt durch Parks: 8,90 Schweizer Franken
Seilbahn auf den Salève: 11,30 Schweizer Franken
Maison de Rousseau: 5 Schweizer Franken

Gesamt: 65,20 Schweizer Franken

Hinzu kommen eine weitere Mini-Zug- und eine Bootsfahrt über den See, deren Preise ich nicht herausfinden kann.

Fazit: der Kauf des Geneva-Passes hat sich mehr als gelohnt. Das liegt auch daran, dass er 48 Stunden gilt und nicht zwei Tage. So war er nämlich von Freitag- bis Sonntagmittag gültig, also für die gesamte Zeit unseres Aufenthalts. Perfekt! Danke an Geneve Tourisme für dieses tolle Angebot!

Lest mehr zum Thema Städtepässe auf aktiv-online.de

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