Spaziergang durch Köln-Ehrenfeld

Urania: ehemals ein Kino
Urania: ehemals ein Kino

Es ist immer wieder lustig in Köln: Obwohl man möglicherweise schon jahrelang in der Stadt lebt, will man sie doch immer noch ein bisschen besser kennenlernen. Beim Spaziergang durch Ehrenfeld mit Stattreisen beispielsweise waren nur Kölner dabei, einige wohnten schon seit Jahren und Jahrzehnten im Veedel. Ich auch. Und trotzdem hat sich der Spaziergang durch die längst bekannten Straßen wieder einmal gelohnt.

Stattreisen in Köln bietet regelmäßig Spaziergänge durch die Viertel an: Mal geht’s um Brauhäuser im Norden, mal um Stadtentwicklung oder Tatorte in Köln. Ich war beim Spaziergang durch Ehrenfeld im Rahmen der Expedition Colonia, dem jährlich im April stattfindenden Stadtführungsfestival. Treffpunkt: Mitten in Ehrenfeld, vor der Post an der Venloer Straße. Historische Bilder und viele Anekdötchen erzählt uns der Stattreisen-Mann, der selbst lange in Ehrenfeld gelebt hat. Über das Gasthaus Scholzen auf der anderen Seite beispielsweise. Dazu habe ich immer die Stimme zweier echter Kölnerinnen im Kopf:

“Wenn sich der Kölner was Gutes tun will, geht er ins Scholzen.“

Wir gehen Richtung Vogelsanger Straße und um die Ecke. 4711 und seine ehemalige Produktion in diesen Gebäuden ist Thema. Es geht auch um das Barthonia-Forum, Investoren, Brunnen und Kirchen im Veedel und um ein ehemaliges Kino. Kino? Richtig! Das beispielsweise wusste ich noch nicht.

#latergram #köln #ehrenfeld #Cologne #stadtführung

Ein von Bettina Blass (@kuechenzuruf) gepostetes Video am

Dann stehen wir auf dem Neptunplatz, vor der ehemaligen Schwitz- und Reinigungsanstalt, die heute ein schönes Fitnessstudio ist. Wir stoppen an der Sparkasse unter dem Schild zu Herrn Horch, gehen in die U-Bahn hinunter und wieder hoch Richtung Heliosturm. Dort diskutiert die Gruppe die Zukunft des Geländes und geht dann weiter Richtung Edelweißpiraten-Denkmal.

Vorbei am Bahnhof Ehrenfeld und einer Geschichte zur Zukunft der Bahnbögen geht’s weiter bis zum ehemaligen Ehrenfelder Krankenhaus. Aus dem Nachbarhaus schaut aus dem zweiten Stock ein Mann: Vor 85 Jahren sei er in diesem Haus geboren, ruft er uns zu. Und wenn wir Fragen zu Ehrenfeld hätten, sollten wir nur hochkommen, er könne uns jede einzelne beantworten.

Wir nehmen das Angebot nicht an, schließlich sind wir eine große Gruppe und schon gute zwei Stunden unterwegs. Irgendwann muss Schluss sein – und zwar in der Körnerstraße. Dort, so erzählt man uns, habe Ehrenfeld seinen Anfang genommen. Und das ist ein würdiger Schlusspunkt für den Spaziergang durchs Veedel.

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