10 Tipps für Borkum

Fahrradfahrer auf Borkum
Fahrradfahrer auf Borkum

Eine Woche auf einer Nordseeinsel – das kann Entspannung pur sein, oder fürchterlich nerven. Beispielsweise dann, wenn das Wetter und die Unterkunft schlecht sind, und es kein angemessenes Freizeitangebot gibt. Ich hatte Glück mit dem Wetter: eine Woche strahlenden Sonnenschein. Zeit genug, die Insel Borkum ausführlich kennenzulernen. Meine zehn Tipps für eine Reise nach Borkum.

  1. Es mag merkwürdig klingen, aber sollte ich noch einmal nach Borkum reisen, würde ich auf jeden Fall Mückenspray mitnehmen. Auf Borkum gibt es fiese Stechmücken, und zwar viele. Verbunden damit noch ein Tipp: Spätestens ab Sonnenuntergang das Fenster geschlossen halten oder nur dann öffnen, wenn das Licht im Zimmer aus ist. Die Mücken können einem leider schlaflose Nächte bereiten.
  2. Borkum ist klein. Dementsprechend ist die Auswahl an Geldautomaten eher gering. Mir wurden die Automaten der Sparkasse und der Volksbank empfohlen. Bei der Sparkasse habe ich Stand Oktober 2014 fünf Euro fürs Abheben bezahlt, bei der Volksbank 2,50 Euro. Wer also auf die Insel fährt, sollte vorher klären, wie er dort möglichst günstig an Bargeld kommt – oder ausreichend Bares mitnehmen.
  3. Auf Borkum kann man nicht an vielen Orten hoch hinaus. Darum lohnt sich der Aufstieg auf den Leuchtturm. Je nachdem, wen man fragt, sind es 303, 304 oder 307 Stufen bis auf die Aussichtsplattform. Von dort hat man bei gutem Wetter einen prima Blick über die Insel.
  4. Auf der Insel gibt es ein Schwimmbad mit Salzwasser, Wassermassagen und Außenbecken sowie eine Sauna mit drei Schwitzkabinen und einem Dampfbad. Bei schlechtem Wetter oder vormittags ist es dort voller als bei gutem Wetter und nachmittags. Der Besuch im Gezeitenland zu diesen Zeiten ist also entspannter.
  5. Eine Ortsführung durch so einen kleinen Ort – lohnt sich das, habe ich mich gefragt. Ja, allerdings. Man erfährt dort nämlich eine ganze Menge über die Insel, ihre Geschichte und die Bewohner.
  6. Friesenrebellion von Ocke Aukes
    Friesenrebellion von Ocke Aukes
  7. Unbedingt sollte man bereits auf der Fähre beginnen, das Buch Friesenrebellion von Ocke Aukes (Affiliate Link. Wenn du über diesen Link bei Amazon bestellst, bekomme ich einen Centbetrag gutgeschrieben, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.) zu lesen. Ich habe zwar als echte Landratte ein Problem mit Begriffen wie Lugger, Brigg oder Luv. Aber die Autorin, die auf Borkum lebt, schafft es, die vielen handelnden Personen zu echten Charakteren werden zu lassen. Sie schildert mit ihrer Hilfe, wie das Leben auf der Insel war, als die Franzosen sie besetzt hatten. Der historische Roman, den mir der Emons Verlag zur Rezension überlassen hat, handelt von Schmugglern, guten und bösen Besatzungssoldaten – und natürlich auch von der Liebe. Ein wunderbarer Einstieg in den Inselurlaub, speziell wenn man nach einigen Tagen eine Dorfführung macht und dort einige Plätze kennenlernt, die auch im Buch angesprochen werden. Ich habe außerdem das Hörbuch Die letzte Reise auf Borkum gehört. Darin wird das Leben des Seefahrers James Cook geschildert, allerdings aus der Perspektive seiner Frau. Die Geschichte ist traurig und eigentlich kein Stoff für sorglose Sonnentage. Allerdings passen die Abschnitte über das Meer und die Seefahrt sehr gut zur Insel und ihrer Geschichte.
  8. Ein Leihfahrrad ist nicht nur gut, um ein bisschen Sport zu treiben, es ermöglicht es auch, problemlos die Insel zu umrunden und ganz in den Osten zu kommen. Dabei ist ein Fahrrad mit vielen Gängen nicht notwendig, die Fahrradstrecken sind nicht besonders anspruchsvoll.
  9. Sanddorn ist der Renner auf der Insel. Die orangefarbenen Früchte gibt es als Saft, Schnaps, Bier oder im Essen, als Eis und in Kosmetik. Manchmal sind die Preise für Sanddornprodukte sehr hoch. Bei einigen Produkten ist das Preis-Leistungsverhältnis aber angemessen, und dann sollte man es ruhig einmal probieren.
  10. Eis essen! Es gibt auf Borkum unverhältnismäßig viele Eisdielen, wie ich finde. Das Eis kostet zwischen 80 Cent und einem Euro. Ich selbst konnte keinen Qualitätsunterschied feststellen. Allerdings hat sich Die kleine Eiskonditorei mehrfach bei Wettbewerben behauptet.
  11. Die Abfahrtszeit für die Fähre gilt immer ab dem Inselbahnhof. Heißt es, die Fähre fährt um 10.30 Uhr, bedeutet das, dass die Bahn zur Fähre um diese Zeit fährt. Unter Umständen fährt auch einige Minuten früher eine Bahn. Wer die erste Bahn nimmt, kann sich auf dem Sonnendeck der Fähre einen besseren Platz sichern.

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Wer Sehnsucht nach Nordseewellen hat, kann sich dieses Video ansehen:

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