Eine Woche Wangerooge

Das Leben auf den ostfriesischen Inseln ist anders als auf dem Festland. Angefangen damit, dass jeder Stein, jedes Fenster für einen Hausbau mit dem Boot gebracht werden muss, es für die Kinder kein Gymnasium auf den Inseln gibt und natürlich der Bewegungsraum beschränkt ist. Das ist nicht jedermanns Sache. Nach einer Woche auf einer Insel kann mancher einen Koller bekommen. Zum Entspannen und Ruhe tanken sind die ostfriesischen Inseln aber wunderbar. Meine früheren Reisen führten mich nach Juist und Borkum – in diesem Jahr war ich eine Woche bei einer BKK Aktivwoche auf Wangerooge.

Nordsee, das ist der ewige Wind, der mir die Haare zersaust, Wolkenberge, Wellen, die an den Strand branden. Der Blick wird nicht begrenzt an der Küste, und der Trubel der Großstadt scheint fern und unwirklich. Ich verbringe eine Woche auf Wangerooge, der zweitkleinsten der ostfriesischen Inseln. Ein Paralleluniversum zu Köln. Und auch darum so reizvoll. Klick auf das Bild, um mehr über den Inselurlaub zu erfahren.

Wangerooge

Lesetipp:

Leseempfehlung für Wangerooge
Leseempfehlung für Wangerooge

Wangerooge ist für mich der Inbegriff der ruhigen Nordseeinsel. Ich habe dort alleine den West- und den Ostzipfel umrundet, und ich habe mich nicht eine Minute gefährdet gefühlt. Darum kam es mir zunächst etwas absurd vor, als mir der Emons Verlag einen Krimi zur Rezension schickte, bei dem zwei Kommissarinnen einen Mord auf der Insel aufklären sollen. Allerdings hat sich mir beim Lesen von Mord in den Dünen (affiliate Link. Kaufst du darüber bei Amazon ein, bekomme ich einen Centbetrag gutgeschrieben, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.) die Geschichte sofort erschlossen. Denn eine spezielle Baustelle ist in dem Buch besonders wichtig, und zwar die Baustelle eines Hotels direkt an der Strandpromenade. Ich kenne diese Baustelle ganz gut, weil ich nämlich in dem Hotel direkt dahinter bei meinem Inselaufenthalt untergebracht war. Und dieses Hotel hieß früher Seeblick – durch den Bau des neuen Hotels haben Gäste aber genau diesen Blick nicht mehr. Als ich die Baustelle sah, dachte ich: Da hat sich bestimmt jemand sehr geärgert. Und genau das hat die Autorin auch gedacht – und aus der Situation einen Krimi gemacht. Außerdem kommt natürlich das Café Pudding im Buch vor, der alte Leuchtturm, die Düne 17 und der Kaiserhof, wo man Scholle Finkenwerder Art essen kann. Inselgefühle werden also trotz aller Spannung wach. Davon abgesehen ist die Geschichte nichts für schwache Nerven! Gute Urlaubslektüre für Wangerooge-Fahrer!

Frühstück im New Hampshire auf Wangerooge

Hotelfrühstück auf Wangerooge
Hotelfrühstück auf Wangerooge

Fleischsalat, Matjes und Forelle – das gehörte zu einem Frühstück im Hotel New Hampshire dazu. Körnerbrötchen gab’s dagegen nur sehr selten. Dafür aber selbstgemachtes Bircher Müsli. Das Hotel wird gerade umgebaut, und so sah der Garten etwas wild aus. Das Bad war riesig, die Matratzen dafür etwas durchgelegen. W-Lan gab’s kostenfrei und in ausreichender Stärke, um einen Tatort zu streamen, denn ARD hat mein Fernseher leider nicht empfangen. Das New Hampshire liegt nur eine Straße von der Strandpromenade entfernt und um die Ecke ist die Hauptstraße, die zum Bahnhof führt und in der es Cafés, Imbissbuden und Restaurants gibt.

Du willst lieber nur Bilder anschauen? Mehr Bilder aus Wangerooge in schwarz-weiß gibt es im digitalen Fotoalbum von Steller:


Fisch auf Wangerooge

Wenn ich an der Küste bin, esse ich gerne Fisch. Darum hatte ich mir vorgenommen, auf Wangerooge eine Woche lang möglichst nur Fisch als Hauptspeise zu essen. Etwas Probleme hatte ich mit den Öffnungszeiten der Restaurants auf der Insel. Die machen nämlich fast alle eine Mittagspause und öffnen erst um 17 Uhr 30 wieder. Das war mir oft schon zu spät – ich habe meistens früh Hunger. Natürlich hätte ich den langen Mittag mit Kaffee und Kuchen überbrücken können, aber jeden Tag Kuchen, das geht auf die Hüften.

Ich habe darum drei Mal in den Imbissen des Dorfes gegessen, dort gab es auch Fisch: Krabbensuppe, Fischweck, Matjes oder Fischteller. Und: Das Essen ist dort natürlich günstiger als in den Restaurants. Dafür sitzt man dort nicht so gemütlich.

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