Borkum: Sanddorn ist überall drin

Sanddorn ist auf Norderney angesagt
Sanddorn ist auf Norderney angesagt

Wer auf den Nordseeinseln ist, kommt an Sanddorn nicht vorbei. Die kleinen, orangefarbenen Beeren sollen einen sehr hohen Vitamingehalt haben. Ihre grünen Büsche mit Dornen wachsen auf den Inseln – kein Wunder, dass dort Sanddorn in die Küche gehört. Meine erste Begegnung mit der Beere hatte ich übrigens 1990 auf Langeoog, 2013 traf ich ihn auf Juist wieder. Doch so häufig wie auf Borkum ist er mir noch nie begegnet. Wobei Norderney mit Sanddorn-Torte und -Punsch durchaus mithalten kann.

Sanddorn im Bier und der Schokolade

Auf Borkum gibt es Sanddorn überall: in der Schokolade, als Bier, als Likör, als Spiegel unter einem Schokoladenmousse oder in der Handcrème. Weil ich neugierig bin, teste ich ihn, wo ich nur kann. Allerdings weigere ich mich, ihn in der Schokolade zu probieren, denn eine Tafel soll 3,59 Euro kosten. Das finde ich übertrieben.

Sanddorn im Selbsttest: nicht immer überzeugend

Mein erster Test begeistert mich jedoch nicht: Sanddorneis schmeckt nach nichts. Sanddorn-Weizen aus dem Supermarkt ist dagegen ganz lecker, aber etwas süß. Sanddorn-Bier enthält komische braune Brocken, die wie Erde aussehen und schmecken. Möglicherweise ist das nur der Fruchtsatz, aber sicherheitshalber schütte ich den Rest des Bieres weg, nachdem ich die harten Bröckchen im Mund hatte.

Sanddorn-Bonbons nehme ich als Souvenir mit nach Hause: ganz lecker. Aber auch hier wünsche ich mir etwas mehr Geschmack. Die Sanddorn-Marmelade dagegen ist sehr fruchtig und erfreulich herb.

Auch in den Restaurants gibt es Sanddorn

Auch in den Restaurants und Bars wird die Frucht gerne eingesetzt: an einem Abend ist er unter meinem Schokoladenmousse. Das ist eine leckere Kombination von süß und herb. Danach reicht mir der Kellner einen Sanddornlikör, der wie das Eis nach nichts schmeckt. Anders der Sanddornschnaps in einer Bar: Er ist sehr fruchtig.

Sanddorn am Strauch

An meinem letzten Tag auf Borkum habe ich noch die Chance, die Frucht frisch vom Strauch zu probieren. Das kann man machen, muss man aber nicht: Er ist ziemlich bitter. Dafür ist es natürlich schön, die Büsche mit ihren orangefarbenen Beeren zu sehen, während man das Meer im Hintergrund rauschen hört. Alles in allem stelle ich fest, dass ich die orangefarbenen Beeren am liebsten mag, wenn sie als herb-saure Limonade angeboten werden wie auf Juist, oder als Sprizz, Aperitif oder Torte wie auf Norderney. Ich bin aber gerne bereit, mich bei einem weiteren Urlaub auf den Nordseeinseln davon überzeugen zu lassen, dass er auch in anderen Produkten hervorragend schmeckt und nicht nur gut fürs Marketing ist.

Dieser Artikel ist ursprünglich vom Oktober 2014. Wir haben ihn im Mai 2019 aktualisiert.

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