Unterwegs in der Zentralregion von Gran Canaria

Tejeda
Tejeda

Die Mitte der fast runden Kanareninsel hat man erreicht, wenn man am Cruz de Tejeda angekommen ist. Diese Gegend wird Zentralregion genannt. Das Kreuz an sich ist recht unspektakulär – trotzdem gibt es eine ganze Menge Parkplätze an diesem Ort. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Kreuz kommt man an einigen Läden vorbei, die kanarischen Käse verkaufen, Hüte oder Schirme und einiges mehr, was manche Touristen so brauchen. Außerdem gibt es eine kleine Touristeninformation, die wir nach einem nicht allzu beschwerlichen Wanderweg von etwa einer Stunde fragen.

Wandern in der Zentralregion

Der Herr weist uns den schmalen Fußpfad, der rechts am Restaurant Yolanda nach oben führt. Schon von hier hat man einen netten Blick ins Tal. Doch wer den steilen Hang weiter hinaufgeht, vorbei an den skelettartigen schwarzen Büschen ohne Blätter, die irgendwann bei einem Feuer ihr Leben verloren haben müssen, sieht man noch mehr von der teils unwirklich wirkenden Landschaft. Ich habe diesen kurzen Spaziergang sehr genossen, wenn ich auch das Ziel nicht besonders attraktiv fand. Denn nach etwa einer halben Stunde erreicht man einen Weg, der rechts und links zwischen Zäunen hindurchführt. Warum links soviel Gelände nicht begehbar ist, habe ich nicht herausgefunden, rechts scheint ein privates Grundstück zu sein. Zumindest steht dort eine kleine Hütte. Ginge man weiter, käme man weiter in die Berge. Was mir hier allerdings fehlt, sind ausgeschilderte Wanderwege. Und bei über 30 Grad und sengender Sonne muss ich nicht auf gut Glück weitergehen. Also gingen wir zurück.

Weiter durch die Zentralregion

Mandelgebäck aus Tejeda
Mandelgebäck aus Tejeda

Wir sind mit unserem Mietwagen weiter nach Tejeda gefahren. Wer ins Zentrum des Dorfes, das zentral auf Gran Canaria gelegen ist, möchte, muss außerhalb parken. Dann geht es an Schildern vorbei, die keinen Zweifel daran lassen, wo man hier eigentlich ist: Tejeda gilt als eines der schönsten Dörfer ganz Spaniens. Auf dem Weg zur Kirche sollte man kurz in der kleinen Bäckerei Dulceria Nublo anhalten. Sie ist auf Mandelgebäck spezialisiert. Sehr lecker – und für deutsche Verhältnisse sehr günstig. Im Supermarkt nebenan sind wir zufällig auf eine dunkelviolette Bananen-Kaktus-Marmelade gestoßen, die ich Euch sehr empfehlen kann. Sie ist nämlich unfassbar fruchtig.

Das höchstgelegene Dorf Gran Canarias liegt in der Zentralregion

Von Tejeda fährt man nochmals gute 20 Minuten auf kurvigen Straßen durchs Gebirge. Dann hat man das höchstgelegene Dorf der Insel erreicht, Artenara. Auch hier parkt man besser außerhalb des Ortes. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind hier mit Schildern angezeigt. Es lohnt sich, die verschiedenen Aussichtspunkte anzusteuern. Sie erkennt man immer an dem Wort „Mirador“. Vom Mirador de la Atalaya zum Beispiel sieht man ganz gut über das Land, ebenso vom Mirador Unamuno. Von hier sieht man in einen Vulkankrater, auch wenn zumindest ich ihn nicht als solchen erkannt habe. Geht man von dort weiter aus dem Dorf hinaus, ist auf der linken Seite das Höhlenmuseum. Als Eintrittsgebühr gibt man so viel, wie man möchte. Dafür kann man sich in den ehemaligen Wohnhöhlen umsehen. In einer steht ein Bett, in einer anderen ist die Küche, in einer dritten wurden Lebensmittel gelagert. Auch wenn ich es nicht gedacht hätte: Die Höhlen sehen sehr gemütlich aus. Für mich war das eine tolle Erfahrung, weil ich bisher noch nie Wohnhöhlen gesehen habe. Noch weiter sehr steil den Berg hinauf, erreicht man die Felsenkapelle. Dort sind die Stühle und der Altar aus dem Felsen heraus gehauen.

Festtag in Artenara

Von Artenara nach Las Palmas sind es etwa 50 Kilometer, für die man wegen der vielen Kurven und Berge gut eine Stunde braucht.

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