Las Palmas: Sehenswürdigkeiten und Restaurants

Sonnenuntergang am Strand
Sonnenuntergang am Strand

Als ich das erste Mal mit dem Reiseführer vor der Nase einen Blick in Google Maps werfe, bin ich ein bisschen enttäuscht: Unser Hotel ist nämlich im Norden von Las Palmas, gute fünf Kilometer von der Altstadt entfernt. Hier gibt es nicht so viel für Touristen zu sehen – außer der Playa de las Canteras. Da ich aber kein Strandlieger bin, interessiert mich das recht wenig. Dafür, so stelle ich bei meiner Ankunft zufrieden fest, sind wir mitten im echten Leben und unter Spaniern. Selbst in unserem Hotel sind viele Inlandstouristen, das macht mir das Hotel gleich noch sympathischer.

Übernachten in Las Palmas

Dabei überzeugt es eigentlich schon durch sein Design: BEX steht nämlich für „Banco Exterior de Espana“, und ja, das Gebäude war früher eine Bank. Daran erinnern heute noch viele Elemente: Die Rezeption ist in Form und Farbe eines großen Goldbarrens, die kleine Bar in der Lobby ist in einem ehemaligen Bankschalter, der Frühstücksraum im Tresor. Wir hatten das Hotel über Secret Escapes gebucht. Im Preis enthalten war ein täglicher Cocktail auf der Dachterrasse.

Im Norden von Las Palmas

Praktischerweise ist Avis ganz in der Nähe des Hotels, so dass wir zu Fuß unseren Mietwagen abholen können. Parkhäuser gibt es ausreichend in der Nähe. Außerdem finden wir viele nette Restaurants in Fußnähe, in denen auch überwiegend Spanier verkehren. Sehr sympathisch. Zwei Restaurants besuchen wir, weil sie von Michelin empfohlen werden. Das Essen ist in beiden sehr gut, die Preise sind für Sterneküche unfassbar günstig – allerdings haben die Gerichte auch lange nicht die Raffinesse, die man in Köln im La Société oder im Ox & Klee bekommt.

Nur wenige Minuten sind es vom BEX außerdem zum Poema del Mar, dem Aquarium, das im März 2018 in der Hauptstadt Gran Canarias eröffnet hat. Der Eintritt ist für Ausländer mit über 20 Euro eigentlich ziemlich teuer. Bei uns war er im Reisepaket enthalten, was zugegebenermaßen der einzige Grund war, warum wir dort einige Stunden verbrachten. Tatsächlich ist das Aquarium aber sehr schön, mit großen Fenstern und Tunneln, so dass man sich die Fische sehr gründlich ansehen kann. Besonders bezaubernd ist das Kaffee vor einer großen Aquariumscheibe. Es hat durchaus etwas beruhigendes, wie die Fische vorbei schwimmen, während man seinen Cheesecake mit Himbeeren isst. Außerdem läuft im Hintergrund während des gesamten Besuchs klassische Musik, auch das ist ein Element, das zu einem äußerst entspannenden Rundgang führt.

Im Süden von Las Palmas

Um vom Norden in die Altstadt zu kommen, nimmt man entweder den Bus. Am Parque Santa Catalina fahren viele Linien ab. Dort kann man auch Tickets kaufen. Oder man lädt sich die Sitycleta-App herunter und fährt mit dem Leihfahrrad auf dem zweispurigen Fahrradweg am Wasser entlang. Falls dich das interessiert, lies hier weiter. Wir sind zum Parque San Telmo gefahren und haben dort die Räder abgestellt. Die Calle de Triana ist eine Einkaufsstraße, die durch die Stadtteile Vegueta und Triana bis zum Kolumbus-Haus führt. Ob Christoph Kolumbus hier 1492 wirklich einige Zeit verbrachte, bevor er Richtung Indien aufbrach, ist umstritten. Trotzdem werden hier Karten zu seinen Reisen gezeigt und auch zu seinen Annahmen über die Welt. Wer sich darauf einlässt, kann spannende Details in den Karten und auf dem Globus finden. Beispielsweise wird Köln bereits auf einer Karte von 1507 erwähnt.

Davon abgesehen ist das Haus schon alleine deswegen einen Besuch wert, weil es mit seinen Patios und den umlaufenden Terrassen hübsch ist. Nicht weit davon ist die Kirche Santa Ana, deren Säulen wie Baumstämme nach oben wachsen, und dort mit ihren Verzierungen eine Art Laubgeflecht bilden. Wer nicht in die Kirche will, kann davon unabhängig mit dem Aufzug auf den Turm fahren und noch einige Stufen höher zu Fuß gehen. Der Blick von dort ist gut, die Aussicht allerdings wenig erfreulich, den die Architektur von Las Palmas ist nicht besonders lieblich. Wieder unten kann man gut noch durch die Straßen mit den bunten, renovierten Häuschen streifen. Es gibt an vielen Stellen Cafés und Restaurants, für alle, die eine Pause brauchen.

In Vegueta lohnt sich außerdem der Besuch der Markthalle. Dort gibt es frischen Fisch, viel Obst und Gemüse und schöne Gewürze.

Laufen in Las Palmas

Grundsätzlich ist es nicht so einfach, in Las Palmas zu laufen, denn die Stadt ist eng und zumindest bei unserem Aufenthalt war es einfach zu heiß. Allerdings kann man morgens gegen 8 Uhr, wenn es hell ist, an den Stränden entlang laufen. Wir haben uns für eine etwa sechs Kilometer lange Strecke entlang der Playa de las Canteras entschieden und waren dort in Begleitung vieler Spanier unterwegs. Ihr könnt Euch die Strecke auch bei Komoot ansehen oder Euch bei Nike+ mit mir verbinden.

2 Kommentare auch kommentieren

  1. Judith sagt:

    Dieser Artikel ist ein sehr guter Reisetipp für einen Aufenthalt in Las Palmas! Schöne Bilder, die den Reisefieber wecken!
    Merken wir uns für unsere nächste Reise!

    1. BettinaBlass sagt:

      Vielen Dank, das freut mich sehr!

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