Ein Nachmittag in Münster

Wer Münster besucht, kommt am Prinzipalmarkt nicht vorbei. Jedes Mal wenn ich dort bin, staune ich über die schönen Patrizierhäuser mit ihren geschmückten Giebeln. Sie sind bei jedem Besuch mein Highlight, und ich kann gar nicht aufhören, von ihnen Fotos zu machen. Am Ende des Prinzipalmarkts ist die Lambertikirche. Als ich hier einst vorbeiging, wurde drinnen gesungen. Ich habe mich für einige Minuten in die Kirchenbank gesetzt und dem Gottesdienst gelauscht. Interessant fand ich, dass die Messe recht gut besucht war. Junge und Alte saßen und knieten nebeneinander, und es kamen immer mehr Besucher zum Gottesdienst. Wieder auf der Straße stand ich kurz vor dem Stadtmodell. Damit sollen Blinde in der Lage sein, die Kontur der Stadt zu be-greifen.

Was außer dem Prinzipalmarkt in Münster noch sehenswert ist


Bettina und Timo unterhalten sich über ihre Tipps für Restaurants und Sehenswürdigkeiten in Münster

  • Der Dom ist innen auf den ersten Blick recht schmucklos. Wer genauer hinsieht, findet aber ganz spannende Details. An der hinteren Wand gibt es beispielsweise kreisförmig angeordnet runde, blaue Fenster, die ganz hübsch sind. Dank des Buches Münster: der neue Stadtführer habe ich den Dom für mich entdeckt, indem ich innen herumgelaufen bin, und ihn außen umrundet habe. Übrigens gehört der Dom auch zu den 1000 Orten in Deutschland, der Schweiz und Österreich, die man gesehen haben soll, bevor man stirbt.
  • Mittwochs findet auf dem Domplatz der Wochenmarkt statt. Dort gibt es Brot, Fleisch, Obst, Gemüse, Fische, Pilze, Blumenzwiebeln – und einige Stände, die auch kleine Mahlzeiten verkaufen. Beliebt sind Fischbrötchen und Kibbeling, das traditionelle Gericht der niederländischen Nachbarn. Vor einigen Ständen windet sich eine Warteschlange quer über den Weg und in Kurven hin und her.
  • Die Promenade ist ein Grüngürtel, der mehr oder weniger kreisförmig um die Altstadt läuft. Sie ist gut 4,77 Kilometer lang und bietet sich darum wunderbar für eine kurze Laufrunde an. Allerdings sind Fahrradfahrer im Vorteil: Sie haben den mittleren zweispurigen Weg. Fußgänger werden rechts und links auf schmale Wege aus holperigem Kopfsteinpflaster gedrängt. Trotzdem ist der Lauf hier ganz nett, denn man kommt an einigen Skulpturen vorbei.
  • Recht zentral liegt außerdem der Aasee für alle die, die genug von der Fußgängerzone und dem Prinzipalmarkt haben. Am Aasee kann man Bötchen fahren, eine Runde laufen oder einfach nur gemütlich einen Kaffee trinken.
  • Der Stadthafen ist vom Bahnhof aus gut zu Fuß zu erreichen. Dort gibt es viele Restaurants, um am Wasser zu Abend zu essen.
  • Das Picasso-Museum bietet wechselnde Kunstausstellungen.
  • Alle 10 Jahre findet in Münster Skulptur Projekte statt, interessant nicht nur für Kunstinteressierte.

Übernachtungstipps für Münster: Etwas außerhalb liegt das Factory Hotel, sehr stylish, in einem denkmalgeschützten Gebäude. Im Erdgeschoss gibt es ein Restaurant mit österreichischen Wurzeln. Sehr zentral liegt dagegen das Treff-Hotel, das ebenfalls ganz nett gestaltet ist. Das IBIS ist nur wenige Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Das Foyer ist ziemlich chic, die Zimmer sind eher bieder.

Die erste Version dieses Artikels ist vom 16. Juni 2016.
Er wurde am 15. August 2018 aktualisiert und ergänzt.

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