Italienische Restaurants in Münster


Bei meinen Besuchen in Münster esse ich erstaunlich oft in italienischen Restaurants. Wie das kommt, kann ich gar nicht so richtig sagen – vielleicht ist es einfach nur dem Zufall geschuldet. Oder es gibt überproportional viele italienische Restaurants in der Stadt. So oder so sind das die Italiener, die ich Euch bei einem Aufenthalt in Münster empfehlen würde – oder eben nicht:

Dell’Isola: Besser als der Schein

Von außen sieht das Dell’Isola überhaupt nicht einladend aus, finde ich. Wäre es nicht im Stadtführer für Münster empfohlen worden, hätte ich dort wahrscheinlich auch nie gegessen. So bin ich aber an einem echt heißen Sommertag eingekehrt, und saß auf der schattigen Terrasse mit den Pflanzen hinter dem Haus. Obwohl das Restaurant gut besucht war, hatte man genügend Privatsphäre. Das fand ich angenehm. Meine Spaghetti wurden im großen Parmesan-Laib geschwenkt und hatten genau die richtige Würze. Da würde ich jederzeit wieder essen.

Il Pizzaiolo: der Pizza zuschauen, wie sie bräunt

Das Il Pizzaiolo ist gar nicht so groß. Als wir an einem Sonntagabend da waren, hatten wir Glück, noch einen Tisch zu bekommen. Schon kurze Zeit später war das Restaurant voll und Gäste mussten abgewiesen werden. Was mich fasziniert hat, war der riesige Ofen hinter der Theke, in dem sich die Pizze drehen. Im Prinzip sieht man bei jeder Drehung, wie der Teig ein bisschen mehr aufgeht, und die Pizza immer mehr bräunt. Das hat fast etwas Hypnotisierendes. Davon abgesehen war auch diese Pizza sehr groß und ordentlich scharf. Mindestens genauso mochte ich aber den Salat vorne weg mit frischen Erdbeeren und einem fruchtigen Dressing. Das Tirami Su fand ich ein bisschen klein. Aber so konnte sich auch nicht zuviel auf die Hüfte legen.

Mocca d’Or: riesig und ein bisschen langsam

Gar nicht weit vom Dell’Isola liegt in einer schmalen Gasse das Mocca d’Or. Das Restaurant hat mehrere Ebenen, viele Tische und auch noch eine Terrasse. Obwohl gar nicht so viele Gäste bei meinem Nachmittagsbesuch da waren, musste ich ziemlich lang warten, bevor ich bedient wurde. Danach ging es jedoch relativ schnell, und meine Pizza war gut: scharf und groß. So soll es sein.

Pasta e basta

Die Tür neben dem Il Pizzaiolo führt in eines der Pasta e basta-Restaurants und gehört dem gleichen Besitzer wie das Il Pizzaiolo. Während man im linken Restaurant nur Pizza bekommt, gibt’s rechts nur Pasta. Im Pasta e basta hatten wir auch nicht reserviert. Sonntags um 18 Uhr war es zwar kein Problem, einen Tisch zu bekommen. Um 18.30 Uhr war der Laden jedoch voll. Da die Tische eng stehen, nimmt man unwillkürlich auch am Gespräch der Nachbarn teil. Ich gebe zu, dass ich es lieber ein bisschen ruhiger mag. Die Pasta war ok. Was ich nicht so mochte: Der Parmesankäse kam schon gerieben an den Tisch, und die Zahl der Schinkenstreifen und Pinienkerne in meiner Pasta war sehr überschaubar. Ich würde dort nicht unbedingt ein zweites Mal essen. Im Il Pizzaiolo auf der anderen Seite hat es mir besser geschmeckt.

L’Osteria

Tja, was soll man über die L’Osteria-Kette schreiben? Die Restaurants sind immer voll – zumindest in Münster. Und das, obwohl es dort deutlich angenehmere Restaurants für Pizza und Pasta gibt. Trotzdem mag ich die Kette eigentlich. Allerdings hat mich ein Besuch in Münster im Sommer 2018 so verärgert, dass ich seither in keiner L’Osteria mehr gegessen habe: Ich hatte eine kleine Schorle bestellt – die Bedienung hatte extra nochmals nachgefragt. Trotzdem brachte sie eine große, die ich sofort reklamierte. Daraufhin sagte sie, ich müsse nur die kleine bezahlen, könnte die große aber durchaus trinken. Das tat ich. Die Rechnung habe ich erst überprüft, nachdem ich bezahlt hatte. Das war dumm von mir, denn es wurde wider Erwarten eine große Schorle abgerechnet. 

Der jungen Dame, die mich abkassiert hatte, sagte ich daraufhin, dass das nicht in Ordnung sei. Sie hat allerdings überhaupt nicht kundenorientiert reagiert: Ich hätte die Schorle bei ihr reklamieren müssen, nicht bei der Kollegin. Und ich müsste schon bezahlen, was ich verzehre. Alles andere sei mit ihr nicht abgesprochen gewesen. 

Ich habe mich dann auf der Internetseite des Restaurants per Mailformular beschwert, aber nie eine Antwort bekommen. Meine Beschwerde beim Franchisegeber einige Tage später blieb genau so unbeantwortet. Und da frage ich mich als Kunde natürlich schon, ob ich mein Geld wirklich in dieses Restaurant bringen muss, oder ob ich es nicht vielleicht besser an einem anderen Ort ausgebe.

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