6 Tipps und mehr für Budapest

Im Burgviertel in Budapest

Das Parlament in Budapest, also der Hauptstadt von Ungarn, kennt jeder vom Sehen. Wie eine überdimensionierte Torte sieht es aus, verziert mit seinen vielen Zinnen und Türmchen. Schon viele Jahre wollte ich es einmal in echt sehen, also nicht nur gebannt auf einem Foto. Und während unseres Interrailtrips durch zehn europäische Länder ist dieser Wunsch endlich in Erfüllung gegangen. Wobei man auch sagen muss: Unser Aufenthalt, der letztlich nur wenige Abendstunden dauerte, war zu kurz. Ich bezeichne ihn als Aperitif für die ungarische Hauptstadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Sicherlich werde ich dort einmal ein Wochenende verbringen, auch wenn ich die politische Situation in Ungarn gerade auch für Journalist*innen eher schwierig und nicht unterstützenswert finde.

Voraussichtliche Lesedauer: 7 Minuten

Was sollte man in Budapest gesehen haben?

Wenn man wie wir nur wenige Stunden im Herbst in Budapest hat, muss man sich genau überlegen, was man sich anschaut. Denn dadurch, dass es früh dunkel wird, geht noch mehr Zeit verloren. Wir sind entsprechend im Wesentlichen durch das Burgviertel und über viele Treppen zunächst zur Fischerbastei gegangen. Diese Monument auf dem ehemaligen Fischmarkt ist genau gegenüber des Parlaments. Insofern hat man dort einen besonders schönen Blick darauf – besonders am Abend, wenn es beleuchtet wird. Der Zugang auf die Mauer der Fischerbastei ist übrigens ab 19 Uhr kostenlos. Und sie selbst ist mit ihren Türmen und Erkern, dem Blick aufs Parlament, aber auch auf die Matthias-Kirche, eine Sehenswürdigkeit für sich.

Tipp: In der Kirche wurden Sisi und Franz-Joseph gekrönt. Es lohnt sich, einen Blick aufs Dach und die bunten Ziegeln zu werfen. Sie sind in Streifen- und Blumenmustern verlegt.

Das Parlament in Budapest
Das Parlament in Budapest

Von hier oben führt ein Weg über weitere Treppenstufen hinunter zur Donau. Dort sieht man das Parlament über den Fluss hinweg noch viel besser. Um also ein Foto zu machen, ist man hier am richtigen Platz. Am Fluss entlang zur Kettenbrücke. Eine Straße versetzt zum Ufer ist die Straße Fö u. Dort ist das Restaurant Lanchid Sörözö. Als wir dort waren, waren fast nur Ungarn da. Oder zumindest wenig Menschen, die sich auf Englisch verständigt haben. Wir hatten Schweinefleisch ungarischer Art mit unfassbar knackiger Paprika und Zwiebel, beides war außerdem recht scharf. Zum Nachtisch gab’s gefüllte Knödel. Ungarischer Wein gehört selbstverständlich zum Abendessen in Budapest dazu.

Die Anreise nach Budapest

Wer mit dem Zug nach Budapest kommt, ist schnell verwirrt, denn es gibt mindestens drei relevante Bahnhöfe. Unsere Interrail-App hat uns immer den Bahnhof Kelenföld vorgeschlagen, dabei wäre Deli für uns viel praktischer gewesen. Dieser Bahnhof ist nur eine Station weiter. Dort hatten wir ein Hotel gebucht, das nur wenige Meter entfernt liegt, das Mercure Budapest Castle Hill. Lustigerweise ist es mit einem Ibis zusammen im gleichen Haus untergebracht. Das ist kein Wunder, denn beide gehören zur Accor Gruppe. Unten wohnen also diejenigen, die weniger für die Übernachtung zahlen, oben die, die mehr zahlen.Und im riesigen Frühstücksraum treffen sich dann alle am Morgen. Das war bei uns ehrlich gesagt ziemlich schrecklich, weil es sehr voll und entsprechend laut war.

Um die Bahnhofsverwirrung noch zu erhöhen, fuhr unser Zug nach Linz vom Bahnhof Keleti. Das ist der Ostbahnhof, und er liegt auf der anderen Seite der Donau, und damit im Stadtteil Pest. Dieser Bahnhof ist aus den 1880er Jahren und mit seinem großen Bogenfenster einen Besuch für Architekturfreunde wert.

Schnellübersicht für den Kurzaufenthalt in Budapest

  1. Sich einen Überblick verschaffen: An welchem Bahnhof kommt man an, wo fährt man ab? Zwischen den Bahnhöfen fährt eine U-Bahn.
  2. Spaziergang zur Fischerbastei. Dort durch die Altstadt bummeln, aber natürlich auch das mächtige Gemäuer und den Blick zum Parlament bestaunen.
  3. Nach 19 Uhr kostenlos auf der Mauer spazieren gehen.
  4. Über viele Treppen nach unten zur Donau gehen und dort das Parlament fotografieren.
  5. Ungarisch essen, beispielsweise im Restaurant Lanchid Sörözö – und natürlich ungarischen Wein dazu trinken.
  6. Das Mercure Hotel liegt zentral am Bahnhof Deli und man kann dort gut übernachten. Das Frühstück ist etwas wuselig.

Kurz gefragt – schnell geantwortet

In welchem Land liegt Budapest?

Budapest ist die Hauptstadt von Ungarn.

Woher kommt der Name Budapest?

Die Stadt besteht aus den zwei teilen Buda und Pest. Beide liegen an der Donau. Sie sind durch die Kettenbrücke verbunden. Durch diese Verbindung entstand der Name Budapest.

Was muss man in Budapest gesehen haben?

Ein absolutes Muss bei einem Aufenthalt in der ungarischen Hauptstadt sind das Burgviertel mit der Fischerbastei und natürlich das Parlament. Budapest ist außerdem berühmt für seine Thermalbäder. Viele Informationen gibt es auf der Tourismusseite der Stadt.

Welcher Fluss fließt durch Budapest?

Durch die ungarische Hauptstadt fließt die Donau.

Auf welcher Seite der Donau liegt der Stadtteil Buda?

Buda liegt auf der westlichen Seite der Donau. Pest entsprechend auf der östlichen Seite.

Kann man mit dem Zug nach Budapest fahren?

Es fahren Züge beispielsweise von Österreich oder Slowenien nach Ungarn. Man sollte sich nur genau ansehen, an welchem Bahnhof der Zug ankommt beziehungsweise abfährt. Wir sind am Bahnhof Deli angekommen und in Keleti abgefahren.

Sollte man lieber nach Budapest oder Bratislava fahren?

Budapest und Bratislava haben beide ihren Reiz. Budapest ist jedoch großstädtischer und es gibt dort recht viel zu sehen. Bratislava lässt sich gut an einem Tag erkunden.

Besser für den Wochenendtrip nach Prag oder Budapest?

Budapest und Prag sind beides besuchenswerte Städte. Prag ist allerdings sehr oft ziemlich überlaufen.

Was ist schöner? Budapest oder Wien?

Budapest und Wien haben beide ihren Reiz. Vergleichbar sind die beiden Städte kaum, dazu ist die Architektur und die Mentalität zu unterschiedlich. Für beide Städte sollte man ein Wochenende einplanen.

Gehört Ungarn zur EU?

Ungarn ist ein Mitglied der Europäischen Union. Entsprechend liegt auch die ungarische Hauptstadt Budapest in der EU. Bei der Einreise aus Österreich oder Slowenien gibt es also üblicherweise keine Passkontrolle. Ungarn hat jedoch nicht den Euro als Zahlungsmittel. Die ungarische Währung heißt Forint. Man kann aber sehr oft mit Karte bezahlen.

Von Budapest sind wir nach Linz gefahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich stimme zu

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.