Mahlzeit! Essen in der Kantine des Kölner Polizeipräsidiums

Kantine im Polizeipräsidium
Kantine im Polizeipräsidium

Einfach so ins Kölner Polizeipräsidium reingehen und in der Kantine zu Mittag essen – das geht? Tatsächlich. Und es war selten einfacher als dort: Man betritt das Polizeipräsidium am Walter-Pauli-Ring, geht nach rechts und steht in der Kantine. Dort dürfte meiner Meinung nach etwas mehr Information zum Essen geliefert werden: Links stehen beispielsweise Nachtische und Joghurts. Ich nehme mir eine transparente Kunststoffbox mit Deckel, in der undefinierbare Crème ist. Später wird sie sich als Bananenquark entpuppen. Ähnlich ist es an der Pastabar: Es gibt zweierlei Nudeln und drei oder sogar vier Soßen. Man sieht ihnen aber ihren Inhalt nicht an.

Nudeln und Pilze

Eine wird uns als Bolognese präsentiert, eine als Tomatensoße ohne Fleisch, eine ist eine Pilzsoße. In der Theke sehen die Pilze aus wie frische Steinpilze. Vielleicht hatte ich mir das auch einfach nur gewünscht. Als der Haufen Nudeln mit Pilzen auf meinem Teller liegt, bemerke ich, dass es Champignons sind, dem Geschmack nach aus der Dose. Ich gebe zu, dass ich in Kantinen schon besser gegessen habe.

Nudeln mit Pilzen
Nudeln mit Pilzen

Bezahlen kann man im Polizeipräsidium mit Bargeld, das ist ungewöhnlich, aber praktisch, weil man so keine Karte ziehen muss wie in vielen anderen Kantinen. Nach der Kasse steht man auch schon im großen Speiseraum, der auf drei Seiten Fenster hat und dadurch recht hell ist. Etwas neidisch schaue ich auf die Teller einiger anderer Mittagspäusler: Pommes-Berge mit Hühnchen oder Schnitzel. Sieht gut aus. Zumindest besser als mein Essen, aber ich wollte weder Fleisch noch Pommes. Es gab zwar auch ein Salatbuffet, aber bei Winterwetter ist mir meistens eher nach einer warmen Mahlzeit. Nun denn. Ein Teil des Nudel-Champignon-Gerichts bleibt übrig. Zu viel und zu eintönig. Etwas missmutig schaue ich dann die Kunststoffverpackung meines Bananenquarks an. Muss das eigentlich sein? Könnte man ihn nicht in kleinen Schälchen anbieten, die danach in die Spülmaschine kommen? Nun ja. Ich bin ganz froh, dass ich hier nicht öfter esse, sehe aber einige externe Besucher, die den Eindruck erwecken, nicht das erste Mal hier zu sein. Dafür habe ich im gleichen Raum gegessen wie der Polizeipräsident. Ist doch auch was.

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