Spaziergang durch Kopenhagen

Schönes Kopenhagen
Schönes Kopenhagen

Ob Ihr Zeit überbrücken müsst, bis der Flieger von Kopenhagen aus abhebt, oder ob Ihr von Malmö kommend nur für wenige Stunden in der Stadt seid: In Dänemarks Hauptstadt kann man auch mit wenig Zeit viel sehen. Praktisch ist es natürlich, wenn man beispielsweise aus Malmö kommend am Hauptbahnhof ankommt, denn der ist mitten in der Stadt. Aber auch vom Flughafen aus ist die Stadtbesichtigung gut machbar.

Zeit bis zum Abflug in Kopenhagen überbrücken

Morgens um neun sind wir nach unserer Kreuzfahrt nach Norwegen am Flughafen in Kopenhagen. Fünf Stunden müssen wir warten, bis der Flieger nach Düsseldorf abhebt. Wir wollen unser Gepäck loswerden, und man sagt uns, wir sollen am Automaten einchecken und unser Gepäck aufgeben. Dadurch haben wir genügend Zeit für einen Spaziergang durch Kopenhagen.

Die Dame am Infoschalter fragt uns:”Wieviel Zeit habt Ihr?”. Zwei Stunden, sagen wir. Sie zückt einen Stadtplan und sagt:”Am Ende der Halle ist ein Ticketautomat. Ihr kauft ein Drei-Zonen-Ticket pro Person und könnt jede Bahn in die Stadt nehmen. Bis zum Kongens Nytorv braucht Ihr etwa zwölf Minuten. Dann lauft Ihr hier und da vorbei und kommt wieder zurück.” Noch völlig verdattert von diesem überraschend guten Service gehen wir zum Ticketautomaten, der erfreulich einfach zu bedienen ist, steigen in die Bahn und sind schon in der Stadtmitte.

Die kurze Kopenhagen-Version: Nyhavn und das Schloss

 

Besonders schön ist Nyhavn. Dort liegen auf dem Wasser Segelschiffe am Pier, Touristenschiffe nehmen Gäste auf, um mit ihnen durch die Kanäle zu fahren. Links vom Kanal reihen sich bunte Häuser aneinander. In jedem Haus ist im Erdgeschoss ein Café, ein Bistro, ein Restaurant. Am Ufer ist ein Park, angelegt in geometrischen Formen. Der Brunnen in der Mitte bildet eine Sichtachse mit der entfernten Marmorkirken. Auf dem Weg dorthin kommt man am Amalienborg Museum vorbei. Auf dem Platz zwischen den Häusern drängen sich Touristen aus allen Ländern und fotografieren die Wachposten mit ihren schwarzen hohen Fellmützen. Eine Touristin stellt sich zu nah vor einen Hauseingang und wird sofort mit einem gebieterischen “Hey” und einem energischen Winken des einen Wachposten verjagt.

Vor der Kirche gehen wir links und kehren zurück zum Kanal. Schräg links von hier kommt man in die Fußgängerzone mit einer ganzen Menge teurer Markenläden. Von hier gehen wir zurück zur U-Bahn. Die Wartezeit auf unseren Flieger haben wir mit neuen Eindrücken sinnvoll verkürzt. Irgendwann, so beschließen wir, werden wir in Kopenhagen mehr Zeit verbringen.

Oder doch bis zu kleinen Meerjungfrau?

Von Nyhavn sind es vielleicht nochmals weitere 20 Minuten zu Fuß am Wasser entlang bis zur kleinen Meerjungfrau. Ob sich das lohnt? Nun ja. Sie ist wirklich sehr klein. Aber umrundet von sehr vielen Touristen. Deutlich spannender finde ich den Stadtteil Nyboder mit den alten Häusern und dem Kopfsteinpflaster. Das ist sehr urig. Von dort zurück zum Bahnhof kommt man auch durch die Einkaufsstraße bis zum Tivoli, für den ich aber bisher keine Zeit hatte. neben dem Tivoli gibt es eine Art Markthalle mit Street Food. Hier gibt es viele internationale Gerichte, es kann aber ziemlich voll werden.

Dieser Artikel vom Oktober 2015 wurde im März 2020 aktualisiert.

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