Kreuzfahrt von A bis Z: die wichtigsten Begriffe

Die MSC Splendida
Die MSC Splendida

Als Kreuzfahrtneuling können die vielen unbekannten Begriffe ganz schön verwirrend sein. Ich habe darum für alle Einsteiger ein Kreuzfahrt ABC der wichtigsten Wörter rund um eine Schiffsreise zusammengefasst. Fehlt was? Dann gebt gerne Bescheid:

A
Alle an Bord/all on board: Zu der damit verbundenen Uhrzeit müssen alle Passagiere wieder auf dem Schiff sein. Sie wird in der Bordzeitung und am Ausgang mitgeteilt und ist für alle Passagiere verbindlich. Wer zu spät kommt, hat Pech gehabt, das Schiff wartet nicht.

Aqaba. Von diesem Hafen in Jordanien ist ein Besuch der Stadt Petra möglich.

Balkonkabine
Balkonkabine

Ausschiffung: Der Tag, an dem man das Schiff verlässt, ist der Ausschiffungstag. Bevor man das Schiff verlässt, muss man noch seine offenen Rechnungen bezahlen. „Ausschiffung“ gibt es aber auch an jedem Tag, an dem man für einen Landausflug von Bord geht. Die Uhrzeiten für das Verlassen des Bootes sind häufig festgelegt.

B
Balkonkabine. Die Kabine hat einen Balkon und ist deutlich teurer als eine Innenkabine.

Bar: Kreuzfahrtschiffe haben in der Regel verschiedene Bars, beispielsweise im Außen- und Innenbereichen. Oft haben die Bars ein Motto. In einer Sportsbar zum Beispiel hängen Bildschirme, auf denen möglicherweise Fußball übertragen wird.

Bergen. Ein beliebter Kreuzfahrthafen in Norwegen.

Bordzeitung: Die Bordzeitung wird in der Regel am Vorabend verteilt. Darin stehen alle wichtigen Informationen für den nächsten Tag. Welche Kleiderordnung gilt beim Abendessen? Welche Vorführungen und Kurse gibt es im Laufe des Tages? Was ist das Abendprogramm? Gibt es spezielle Rabatte auf Drinks oder Produkte?

Buffetrestaurant: In den Buffetrestaurants ist das Essen zwangloser als im richtigen Restaurant. Dafür ist es dort trübseliger, und man muss sich sein Essen selbst am Buffet zusammenstellen.

C
Civitavecchia. Von diesem Hafen in Italien ist ein Ausflug nach Rom möglich.

Cocktail des Tages: Häufig gibt es auf Kreuzfahrtschiffen einen Cocktail des Tages, der günstiger ist als die anderen.

D

An Deck
An Deck

Deck. Die Stockwerke auf einem Kreuzfahrtschiff. Wer beispielsweise auf Deck 13 untergebracht ist, muss in den 13. Stock.

Doha. Kreuzfahrthafen in Qatar.

Dubai. Kreuzfahrthafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

E
Einschiffung: Bis zu einer bestimmten Uhrzeit müssen alle Passagiere an Bord sein. Das Prozedere der Einschiffung ist von Kreuzfahrtgesellschaft zu Kreuzfahrtgesellschaft unterschiedlich geregelt, manchmal ist es recht straff organisiert, manchmal eher langatmig.

G
Gala-Dinner: Meistens gibt es an diesem Abend ein etwas besseres Essen als an den anderen Abenden. Und die Gäste sind besser angezogen.

Geiranger. Ist ein Ort in Norwegen im gleichnamigen Fjord, der von vielen Kreuzfahrtschiffen angefahren wird.

Getränkepakete: Es gibt verschiedene so genannte Getränkepakete. Damit stellt man sicher, dass man nicht jedes einzelne Getränk an Bord bezahlen muss. Beispielsweise gibt es oft Kaffeespezialitäten-Pakete oder Pakete, bei denen man das Recht erwirbt, zum Abendessen Wein zu trinken, ohne jedes Glas einzeln bezahlen zu müssen. Diese Pakete sind oft sehr teuer. Man sollte sich vorher durchrechnen, ob es sich wirklich lohnt, es zu kaufen. Wir hatten beispielsweise 90 Euro bezahlt, um 18 Gutscheine für Cocktails zu bekommen. Rechnet man das um, darf keines der Getränke, das man kauft, günstiger als 5 Euro sein. Bei unserer Reise kostete der Cocktail des Tages aber oft weniger. Außerdem hätte man mit diesen Gutscheinen auch Wasser oder Eis kaufen können – dann würde man allerdings ganz sicher ein Minusgeschäft machen. Davon abgesehen gibt es auch Cocktails, die deutlich teurer sind, und die bekommt man trotz Gutschein nicht vergünstigt. Es ist also eine Abwägungssache, ob man ein Getränkepaket kauft oder nicht.

H
Heraklion. Kreuzfahrthafen auf Kreta, Griechenland.

I
Internet: Auf den Kreuzfahrtschiffen kann man Internetpakete kaufen. Je nach Preis hat man einen eher langsamen und begrenzten Zugang oder kann sogar Videos streamen. Internetpakete kann man auch schon zuhause buchen, um ein bisschen Geld zu sparen.

Innenkabine. Hat kein Fenster.

K
Kleiderordnung: Für das Abendessen in den Restaurants gilt sehr oft ein Dress Code: elegant, Gala oder leger beispielsweise. Es kann aber auch „Kostüm“ geben oder ein Motto. Die Kleiderordnung wird je nach Schiff und Gästen mal mehr oder weniger eingehalten. Gala-Abende werden von sehr vielen Gästen sehr ernst genommen: Dann sieht man durchaus Männer im Smoking und Frauen im Ballkleid. In den Buffetrestaurants gibt es diese Dress Codes nicht. Dort sollte man aber nicht barfuß oder in Badekleidung essen.

Kreuzfahrtkrimi. Jörg Böhm hat für die Aida Kreuzfahrtkrimis geschrieben.

L
Landausflug: Jede Schifffahrtsgesellschaft bietet Pakete für Landausflüge an. Sie sind meistens ziemlich teuer. Sparen kann, wer sie bereits zu Hause bucht oder sich einen Landausflug selbst organisiert. Das geht fast immer mit Taxis. Allerdings ist man dann selbst in der Haftung: Kommt man zu spät zum Schiff zurück, hat es bereits abgelegt. Dann muss man sehen, wie man wieder an Bord kommt.

Landing Card: Auf manchen Kreuzfahrten muss man bei der Einschiffung seinen Reisepass abgeben. Man bekommt ihn dann erst am Ende der Reise zurück. Geht man während der Reise für einen Landausflug von Bord, bekommt man in einigen Ländern beim Verlassen des Bootes eine etwa scheckkartengroße Karte aus Plastik oder Papier, auf der bescheinigt wird, dass man den Hafen verlassen darf. Diese Karte muss man wieder abgeben, wenn man zurück an Bord geht. In Muscat mussten wir diese Landing Card vorzeigen, als wir alleine in die Stadt und zurückgingen, in Doha hat sich jedoch niemand dafür interessiert.

M
Mini-Kreuzfahrt. Speziell Fähren nennen ihre Überfahrten gerne „Mini-Kreuzfahrt“, weil sie oft an Bord alles haben, was auch ein richtiges Kreuzfahrtschiff hat. Wir haben schon Mini-Kreuzfahrten nach Newcastle, Tallinn und Helsinki gemacht.

Muscat. Kreuzfahrthafen im Oman.

N
Notfallübung. Die Notfallübung ist für alle Passagiere zu Beginn einer Kreuzfahrt vorgeschrieben. Sie hören dabei das Notfallsignal, nehmen ihre Schwimmwesten und gehen zu dem Treffpunkt, der ihnen in der Kabine genannt wird. Dort lernen sie in der Regel auch, wie man die Schwimmwesten anlegt.

S
Seating: Siehe Tischzeit.

Seemeilen: Eine Seemeile sind etwa 1,852 Kilometer.

Seetag. Ein Tag, an dem man keinen Hafen anläuft, sondern nur Wasser um sich herum hat.

Service-Charge. Trinkgeld. Siehe dort.

Shuttle-Bus. In vielen Orten legen Kreuzfahrtschiffe im Handelshafen an. Diesen dürfen Passagiere in der Regel nicht zu Fuß durchqueren. Dort gibt es dann häufig einen Shuttle-Bus. Der fährt allerdings wirklich häufig nur bis an den Hafenausgang, nicht ins Stadtzentrum. Vom Hafenausgang muss man also zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter.

Spa: Viele Kreuzfahrtschiffe haben ein Spa mit Beauty-Salon und Sauna. Die Benutzung kostet je nach Reisetarif zusätzlich. Bevor Ihr die Sauna benutzt, solltet Ihr Euch informieren, welche Kleiderordnung dort gilt. Da Kreuzfahrtschiffe international belegt sind, kann es sein, dass dort nicht nackt sauniert wird.

Spezialitätenrestaurant: Auf Kreuzfahrtschiffen gibt es auch Spezialitätenrestaurants. Wer dort essen will, zahlt zusätzlich. Ein Spezialitätenrestaurant kann sich beispielsweise auf Sushi, chinesisches Fondue oder Steak fokussiert haben.

Stavanger. Eine Stadt in Norwegen, die von Kreuzfahrtschiffen angefahren wird.

Im Tenderboot
Im Tenderboot

T
Tendern. Wenn das Kreuzfahrtschiff an einem Ort nicht in einem Hafen anlegen kann, dann werden die Passagiere in kleinen Booten vom Schiff an Land und zurück gebracht. So war es bei uns zum Beispiel auf der Insel Sir Bani Yas Is vor Dubai

Tischzeit: Auf vielen Kreuzfahrtschiffen gibt es im Restaurant festgelegte Tischzeiten, je nach Zahl der Gäste wird in mehreren Schichten gegessen. Erste Tischzeit kann beispielsweise ab 18.30 Uhr sein, zweite Tischzeit ab 21 Uhr.

Trinkgeld: Für alles, was an Getränken und Essen zusätzlich gekauft wird, fällt eine Service Charge an. Außerdem wird pro Tag ein Trinkgeld pro Person fällig, das den Reisepreis empfindlich in die Höhe treiben kann. In der Regel wird dieses Trinkgeld bezahlt, es kann aber auch beliebig gekürzt werden. Wir bezahlen es immer. Schließlich geben sich sehr viele Menschen sehr viel Mühe, uns die Reise so angenehm wie möglich zu machen.

Z
Zahlungsmittel: Jeder Passagier bekommt einen Bordausweis, der gleichzeitig als Zahlungsmittel dient. Darum muss man zu Beginn der Reise auch seine Kreditkartendaten hinterlegen. Die Ausgaben, die während der Reise entstanden sind, werden dann automatisch von der Kreditkarte abgebucht.

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