Fondue hat viele Varianten

Fondue mit Fleisch, Käsefondue, Schokoladenfondue und Chinesisches Fondue. Das sind die mir bekannten Varianten, bei denen etwas mehr oder weniger Hartes in eine heiße Flüssigkeit gehalten und danach gegessen wird. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, wie viele verschiedene Möglichkeiten es tatsächlich gibt, ein Fondue zuzubereiten.

Fondue in der Schweiz
Fondue in der Schweiz

Ich entscheide mich in Genf für diese: Eine Mischung aus verschiedenen Käsesorten und einem Glas Kirschwasser kommt aufs Rechaud. Der Kellner klärt mich auf: Die Fonduegabel fürs Käsefondue hat drei Zacken, die fürs Fleisch nur zwei. Mit der dreizackigen spieße ich also Brot auf und tunke es in den flüssigen Käse. Etwas neidisch schaue ich zum Nachbartisch: Dort steht ein ganzer Brotlaib auf der Flamme. Auch hier hilft der Kellner weiter: Der Brotlaib sei ausgehöhlt, sagt er mir, aber gefüllt mit Käse. Allerdings wird bei diesem Chapeau genannten Fondue nur eine Sorte verwendet und man verzichtet auf den Alkohol. Das erklärt, warum sich die beiden offensichtlich muslimischen Paare für diese Variante entschieden haben.

Welche Brühe soll’s denn sein?

Zur Wahl stand außerdem ein Fondue mit Blauschimmelkäse, eines mit Kräuter- und eines mit Ziegenkäse sowie eines, bei dem Pilze, Speck und Trauben in Käse getunkt werden. Bei den Ölfondues gab es neben Rind noch Huhn und Ente sowie Tofu und Gemüse zur Auswahl. Das heiße Öl konnte auch ersetzt werden durch eine kochende Rotweinbrühe. Zwei Asiatinnen neben mir hatten sich übrigens eine ganze eigene Fonduekombination ausgedacht: Sie hatten zwar einen Topf mit heißem Käse auf dem Tisch. Ihre Kartoffeln, den Speck und die Gürkchen tunkten sie dort aber niemals hinein. Zwar aßen sie ihre Tellerchen leer, aber die Käsesauce blieb bis zum Ende unberührt. Deren leckerer Geruch zog allerdings bis in die letzte Ecke des Restaurants. So konnten zumindest alle die ein bisschen vom Fondue profitieren, die etwas ganz anderes bestellt hatten.

Ganz anders ist übrigens das Chinesische Fondue. Darüber findet Ihr mehr Informationen zum Artikel über das Kölner Restaurant Hotpot.

In Düsseldorf gibt es in der Nähe des Hauptbahnhofs übrigens auch ein hervorragendes Chinesisches Fondue, und zwar im Restaurant Fu Chun Yuan in der Stresemannstraße:

6 Kommentare auch kommentieren

  1. Christian sagt:

    Du hast das Fisch-Fondue vergessen 😉 Aber hast schon recht, viele staunen wirklich nicht schlecht, wenn man ihnen die Vielfalt dieses doch auf den ersten Blick recht einfachen Gerichts aufzeigt. Das macht ja die Faszination des Fondues irgendwie auch aus 🙂 Ich kann davon auf jeden Fall nicht genug bekommen! Wo warst du denn genau essen?

    1. BettinaBlass sagt:

      Hallo Christian, richtig! Fischfondue. Isst man das dann mit Körbchen wie beim Chinesischen? Oder spießt man den Fisch auf? Wir waren im Restaurant Edelweiß in Genf. Kennst Du das?

  2. Christian sagt:

    Hallo Bettina,
    beim Fischfondue kommt es ein bisschen auf den Fisch darauf an, gibt ja Fisch mit eher festerem Fleisch und Fisch wo das Fleisch schnell zerbröckelt. Generell greift man aber schon auf ein Körbchen zurück oder fischt den Fisch mit einem Fondue-Sieb heraus.

    Das Restaurant Edelweiß kenne ich leider nicht, aber wenn du es empfehlen kannst, werde ich da mal vorbei schauen, wenn ich denn mal in absehbarer Zeit nach Genf kommen sollte.

    Gruß und noch einen schönen Aufenthalt

    1. BettinaBlass sagt:

      Danke für die Info! Das Essen im Edelweiss war ganz sicher sehr gut. Das Ambiente ist dagegen nicht jedermanns Geschmack. Schweizer Flair war schon sehr dick aufgetragen. Es gab auch Live-Musik dazu – mit Alphorn undundund … Ich fand, es passte zum Käse-Fondue. Aber ich muss das nicht jeden Abend haben.

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