6 Tipps für Bern

Bahnhof Bern

Die Schweiz ist teuer, das weiß jeder. Will man dort Urlaub machen, stößt man schnell an seine finanziellen Grenzen. Zumindest dann, wenn man seine Freizeit nicht in einem abgerockten Hotel oder einer Ferienwohnung und mit Spaghetti Bolo aus der Mikrowelle verbringen will. Ein Beispiel: Bei meinem letzten Aufenthalt während unseres Interrailtrips in Bern hat eine heiße Schokolade neun Euro gekostet, Hirschschnitzel 39 Euro. Wein und Cocktail waren dagegen mit 7,50 Euro für 0,1 Liter und 17 Euro für den Cocktail auf dem gehobenen Kölner Niveau.

Interrailfahrt durch die schöne Schweiz
Interrailfahrt durch die schöne Schweiz

Bern liegt übrigens südlich von Basel und westlich von Luzern. Als Bundesstadt ist Bern die Hauptstadt der Schweiz. Mit 133.000 Einwohner*innen ist die Stadt aber deutlich kleiner als das Finanzzentrum Zürich und auch kleiner als Genf. Dort ist der Sitz der Vereinten Nationen.

In der Inneren Stadt in Bern

Trotzdem ist die Stadt einen Besuch wert: Die Altstadt ist hübsch gestaltet mit vielen kleinen Geschäften. Fast durchgehend kann man in Bogengängen geschützt vor dem Wetter gehen. Gemütlich sind die vielen Sitzgelegenheiten, die dort in Form von Bänken und Stühlen stehen. Besonders sind außerdem die vielen Brunnen in der Inneren Stadt. In ihrer Mitte thront jeweils auf einer Säule eine Figur wie beispielsweise der Kinderschreck auf dem Kindlifresserbrunnen. Diese Figurenbrunnen sind aus dem 16. Jahrhundert.

In der Berner Altstadt sind außerdem das Berner Münster und das Bundeshaus mit der umliegenden Parkanlage am Hang. In der Kramergasse ist ein Haus außerdem Albert Einstein gewidmet. Er wohnte dort mit seiner Familie und entdeckte in dieser Zeit die Relativitätstheorie.

Übernachten in der Jugendherberge

Vom Bundeshaus führen sehr steile Straßen oder viele teils überdachte Treppen ans Ufer der Aare in das Marziliquartier. Dort stehen die Wohnhäuser gemütlich zusammen, in den Vorgärten blühen Blumen. Ein heimeliger Ort für einen kurzen Spaziergang. Hier ist übrigens auch die Jugendherberge, die zwar vergleichsweise teuer, aber viel günstiger als ein Hotelzimmer ist. Im Neubau gegenüber der Rezeption sind stylishe Zweibettzimmer im minimalistischen Stil, zum Frühstück gibt’s Bio-Produkte und Brot vom hiesigen Bäcker. Aus meiner Sicht ist die Berner Jugendherberge also durchaus eine Übernachtungsalternative.

Dank der Standseilbahn zwischen Marzili und dem Bundeshaus schafft man die Strecke zum Bahnhof auch in etwa zehn Minuten. Das Ticket für den ÖPNV ist im Übernachtungspreis enthalten. Man muss lediglich die entsprechende App vor Ort installieren und den Code eingeben, den man an der Rezeption bekommt. Dann kann man Bus und Bahn kostenfrei nutzen.

Jugendherberge in Bern
Jugendherberge in Bern

Was du in Bern nicht verpassen solltest

  1. Wenn du die Hotels in Bern zu teuer findest, schau dir die Internetseite der Jugendherberge an. Du brauchst keinen Jugendherbergsausweis, um dort zu übernachten. Ich habe unser Zimmer über hotels.com reserviert. Entgegen der Buchungsbestätigung musst du auch keine eigene Bettwäsche mitbringen. Einen Föhn kannst du dir gegen Vorlagen eines Pfands, beispielsweise des Führerscheins, an der Rezeption leihen.
  2. Um in die Innere Stadt auf dem Berg zu kommen, kannst du entweder die steile Straße, die Treppen oder die Seilbahn nehmen. Die Fahrt für die Seilbahn ist im Preis deiner Übernachtung enthalten. Du musst nur die App installieren und aktivieren und dein digitales Ticket an der Kasse vorzeigen.
  3. In der Inneren Stadt kannst du die Wohnung besichtigen, in der Albert Einstein gelebt hat. Allerdings solltest du dazu sechs Schweizer Franken pro Person bar dabei haben. Die Kasse akzeptiert weder Karten, noch Euro. Die Wohnung an sich fand ich etwas enttäuschend, sie besteht im Prinzip aus zwei Zimmern. Im oberen Geschoss kannst du dir aber auf vielen Stellwänden Einsteins Geschichte durchlesen. Dabei habe ich viel erfahren, was ich nicht wusste. Beispielsweise, dass Einsteins Frau vor der Hochzeit mit ihm ein Mädchen zur Welt brachte, das bei ihren Eltern lebte.
  4. In Bern muss man natürlich Schweizer Schokolade trinken. Damit beginnst du am besten nach dem Museumsbesuch im Café Einstein im Erdgeschoss des Hauses. Bei den Preisen bitte nicht in Ohnmacht fallen!
  5. Im Kornhauskeller am Kornhausplatz sind in einem großen Gewölbekeller ein Restaurant und auf der Galerie eine Bar untergebracht. Die Cocktails sind teilweise recht ausgefallen. Ich hatte eine Kombination aus Salbei, Bergamotte und Gin. Die Signature Cocktails werden in der Karte mit runden Bildern dargestellt, die eine Assoziation zum Getränk darstellen sollen. Die Schweizer nennen den Kornhauskeller Chübu.
  6. Um die Ecke vom Kornhauskeller ist das Volkshaus 1914. Dort gibt es traditionelle Gerichte und im Herbst auch Wild. Ich hatte Hirschschnitzel – für meinen Geschmack etwas zäh. Dazu Rosenkohl und Steinpilzravioli. Der Rehpfeffer meines Mannes war dagegen sehr zart. Das Restaurant war bei unserem Besuch sehr voll, also besser reservieren. Und vielleicht vorher einen Blick auf die Preise in der Speisekarte werfen.
Ein Tag in Bern

Von Bern sind wir nach Turin weitergefahren.

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