Dubai: Rund um das Al Fahidi Viertel

Im Gewürzladen am Fluss
Im Gewürzladen

Es ist eher Zufall, dass ich bei meinem Städtetrip innerhalb von vier Tagen gleich dreimal ins historische Viertel Al Fahidi in der Altstadt von Dubai komme. Bei meinem ersten Besuch bin ich mit einer geführten Bustour beim Landausflug vom Kreuzfahrtschiff dort. Darüber erfahrt Ihr demnächst mehr. Wir haben nur knapp 20 Minuten, um uns umzusehen, aber es fallen mir die vielen großen und kleinen Kunstwerke auf, die mal ganz offen auf die Wände gemalt sind, mal eher versteckt. Bei meinem zweiten Besuch gehen wir in ein Café: Das XVA hat einen schönen Innenhof, es gibt dort vegetarische Gerichte und ganz wunderbare Zitronen-Minz-Limonade. So gestärkt erkunden wir das Dubai-Museum ganz in der Näher und lernen dort viel über die Geschichte der Stadt.

Kulturelles Miteinander im Al Fahidi Viertel

Unser dritter Ausflug dauert etwas länger: Im Sheikh Mohammed Center for Cultural Understanding essen wir in einer Gruppe mit US-Amerikanern, einem Schweizer, zwei Italienern und einigen Expats, die in der Stadt wohnen, zu Mittag. Beim Gespräch mit den Mitarbeiterinnen erfahren wir einiges über die Kultur des Landes. Für mich ist die Sichtweise der Frauen interessant: „Uns muslimischen Frauen ist es erlaubt, das Haar zu bedecken“. So habe ich das noch nie gesehen. Ich würde es eher als lästige Pflicht sehen, wenn ich einen Schleier tragen müsste. Auch eine spannende Sichtweise: „Wir muslimische Frauen können Zweitfrau sein“ – ich würde es hassen, Zweitfrau sein zu müssen. Es ist eben alles eine Frage der Mentalität.

Das Al Fahidi Viertel ist gut mit der Metro zu erreichen. Es gibt eine gleichnamige Haltestelle, von der man noch einige hundert Meter durch die Straßen mit ihren vielen kleinen Geschäften geht. Auf mich wirkt Dubai hier sehr wie Indien. Mit dem ÖPNV kann man einfach, durch die Stadt fahren, wenn man sich eine aufladbare Karte an einem Automaten gekauft hat. Sie stehen in allen Metrostationen und an einigen der Bushaltestellen, von denen viele ein klimatisiertes Wartehäuschen haben. Beim Ein- und Aussteigen hält man die Karte an den dafür vorgesehenen Automaten. Je nach Entfernung wird mal etwas mehr, mal etwas weniger als ein Euro abgebucht. Allerdings muss man damit rechnen, speziell von oder zu den Metrostationen noch einige Meter, manchmal auch Kilometer zu Fuß gehen zu müssen.

Spaziergang am Ufer des Dubai Creek

Vom Al Fahidi Viertel kann man am Ufer des Dubai Creek entlang spazieren. Hier sind viele Restaurants, aber auch kleine Läden, in denen man wirklich günstig Datteln und Gewürze kaufen kann. Auf dem Markt auf der anderen Seite des Flusses werden diese Waren zwar auch angeboten, aber der Einstiegspreis ist viel höher. Man muss dort wirklich hart verhandeln. Dieseits des Creek ist auch ein Markt, der Textile Souk, in dem Stoffe und Kleidung angeboten werden. Er ist lange nicht so überlaufen wie der Gold und der Spice Souk.

Noch ein Stück weiter ist Shindagha Village, ebenfalls ein historisches Viertel. Es war leider noch nicht fertig renoviert, als wir dort waren, aber trotzdem schon sehr schön. Ich möchte es irgendwann in seiner ganzen Pracht sehen, und auch die Museen dort besuchen. Darum muss ich auf jeden Fall noch einmal zurück nach Dubai.

Fahrten auf dem Dubai Creek

Auf dem Creek selbst ist jede Menge Verkehr: Man kann ihn mit dem Wassertaxi überqueren, oder man macht darauf eine Dhau-Fahrt. Sie werden tagsüber angeboten und am Abend. Die Fahrt am Tag ist beispielsweise im Big Bus Ticket für mehrere Tage enthalten. Dazu erfahrt Ihr hier bald mehr. Die Nachtfahrt war Teil unseres Reisepaketes. Sie war gekoppelt mit einem landestypischen Buffet und ganz nett, wenn man davon absieht, dass die Musik viel zu laut war.

Mein Fazit: Wer bei einem Städtetrip mehrere Tage in Dubai ist, sollte hier ruhig einen Tag verbringen. Denn in der Altstadt ist Dubai so ganz anders als in Downtown, der Marina oder an den Stränden, wo sich viel um Konsum, Geld und Superlative dreht. Dazu lest Ihr hier bald mehr.

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