Lecker Essen in Köln: Injera

Dekoration im Injera
Dekoration im Injera

Injera ist ein Sauerteigbrot aus Äthiopien und Eritrea. Ich würde es eigentlich wegen der Konsistenz eher als Pfannkuchen bezeichnen. Charakteristisch sind auf jeden Fall die vielen kleinen Löchlein an der Oberfläche, die durch die Teiggärung entstehen. Injera gibt es in Köln im gleichnamigen Restaurant in der Lindenstraße. Als wir an einem frühen Sonntagnachmittag da sind, sind viele Besucher mit dunklerer Haut als der meinen da, alle tragen weiße, wallende Gewänder. Eine Gruppe von etwa sechs Kindern spielt mit großem Spaß sehr ausdauernd Verstecken im ganzen Restaurant. Später, als wir gerade gehen, füllt sich das Restaurant mit einem Schlag mit mehreren kleinen Gruppen. Ich bin überrascht, wie viele Leute an einem Sonntagnachmittag hier Essen gehen.

Wir sind mit dem Luups Gutscheinbuch (Werbe-Link zu Amazon) da, und bekommen darum eine Injera-Platte für zwei und einen Nachtisch zum Vorzugspreis. Wir entscheiden uns für die Variante mit Huhn, nehmen vorweg noch gefüllte und frittierte Teigtaschen, die hier Sambusa heißen. Bei der Injera-Platte ist ein großer Teller mit den Teigfladen belegt, darauf liegen kleine Häufchen: Schmortopf, Bohnen, Kichererbsen, Kartoffeln, Linsen und Salat. Außerdem gibt es zwei Hühnchenkeulen. Traditionell reißt man vom Injera ein Stück ab, legt es mit der rechten Hand über das Essen und nimmt sich so eine kleine Menge ab, die man dann quasi umhüllt zum Mund führt. Wer das sorgfältig macht, hat am Ende kaum schmutzige Finger. Für den Nachtisch gibt es aber einen Löffel: Die Mango-Joghurt-Crème ließe sich wahrscheinlich auch nur schwer mit den Fingern essen. Sie ist sehr köstlich.

Afrikanische Limonade

Auf der Speisekarte steht außerdem eine afrikanische Schwarzteemischung, die für mich wie ganz normaler Schwarztee aus dem Beutel schmeckt. Das fand ich etwas enttäuschend. Deutlich besser war, was als afrikanische Limonade verkauft wird. Wobei der Begriff so irreführend ist, wie wenn man etwas als „europäische Limonade“ verkaufen würde. Denn Afrika ist deutlich größer als Europa, und hier gibt es auch keine hausgemachte Limonade, die überall gleich schmeckt. Zumindest in Kenia und Tansania ist mir diese afrikanische Limonade davon abgesehen nie begegnet. Sie istallerdings mein persönlicher Favorit des Tages: Sie besteht aus Mineralwasser mit Gurke, Holunder, Pfefferminze und Limone, ist erfreulich wenig süß und sehr erfrischend.

Andere Restaurants in Köln mit Afrika-Bezug:
Bobotie
Fasika
Selam

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