Kreuzfahrt: Landausflug in Dubai auf eigene Faust

Miracle Garden in Dubai
Miracle Garden

Dubai ist eine der Städte, in denen man bei einer Kreuzfahrt nicht auf den teuren Landausflug der Reederei angewiesen ist. Denn der Hafen für Kreuzfahrtschiffe liegt erstens recht zentral, zweitens sind im Prinzip zu jeder Tageszeit ausreichend Taxis auf dem Hafengelände. Zu Fuß darf man den Hafen allerdings nicht verlassen. Das wäre übrigens auch ziemlich weit.

Tipp: Als wir zuletzt mit der Aida in Dubai waren, hieß es zwar, die Shopping Malls stellten einen kostenfreien Shuttle für den Landausflug zur Verfügung. Tatsächlich kam aber nur etwa jede Stunde ein kleines Büschen. Stellt Euch nicht in der Schlange an, sondern nehmt ein Taxi. Das kostet in Dubai nicht die Welt. Fragt die Leute vor oder hinter Euch, wohin sie wollen. Vielleicht könnt Ihr den Preis für ein Taxi teilen.

Mit dem Taxi in Dubai auf Landausflug

Sobald Ihr das Schiff verlassen habt, seht Ihr schon die Taxischlange. An der Spitze der Autos weist ein Herr den Touristen einen Wagen zu. Taxi fahren in Dubai ist eigentlich ziemlich sicher. Uns ist es bisher nur einmal passiert, dass uns ein Fahrer abzocken wollte: Er betonte, dass er das Taxamater erst außerhalb des Hafens anmachen werde, um uns Geld zu sparen. Denn wer im Hafen einsteigt, muss etwa 20 Dirham zusätzlich zahlen. Das sind knapp fünf Euro. Nun muss man sich natürlich fragen, warum ein Taxifahrer so nett sein sollte. Die meisten kommen aus Indien, Pakistan oder Bangladesch – und sie haben ihre Heimat nicht verlassen, weil es ihnen dort so gut ging. Darum solltet Ihr also immer auf das Taxameter bestehen. Wobei Ihr eigentlich gar nichts bezahlen müsst, wenn das Taxameter aus war – so steht es zumindest auf vielen Schildern an Taxi-Knotenpunkten.

Damit nicht genug: Obwohl wir mehrfach gesagt hatten, dass wir zum Dubai Museum wollten, bog der Taxifahrer falsch ab. Es ist also ganz gut, Google Maps in solch einem Fall mitlaufen zu lassen, um zu sehen, wohin die Reise geht. Natürlich nur, wenn Ihr vorher einen Welt-Tarif für die Daten gebucht habt. Glücklicherweise waren wir einige Tage vorher schon die Strecke gefahren, so dass ich dem Herrn mitteilte, dass er nicht mehr als 40 Dirham von uns bekommen werde, was ihm ein Seufzen entlockte. Als ich mich dann auch noch auf Arabisch mit dem Wort Shukram bedankte, kamen wir direkt und zum offiziellen Preis an unser Ziel. Aber lasst Euch davon nicht abschrecken, das ist uns wirklich nur ein einziges Mal passiert. Davon abgesehen habe ich gelernt, dass Taxifahrer für kurze Strecken keine Kreditkarten akzeptieren. Aber im Hafengebäude könnt Ihr Geld tauschen.

Mit der U-Bahn und dem Bus weiter durch Dubai

Dubai hat davon abgesehen auch ein ganz gutes ÖPNV-Netz. Es ist zwar nicht vergleichbar mit dem in europäischen Großstädten, aber man kommt trotzdem an sein Ziel – und das relativ günstig: eine Fahrt kostet zwischen vier und zehn Dirham, also zwischen einem Euro und 2,50 Euro. Wir sind in der Regel mit dem Taxi zu einer U-Bahn gefahren und dann mit dem ÖPNV weiter. Die Tickets gibt es in den U-Bahn-Stationen. Entweder sagt man dem Kassierer, welches Ziel man hat, oder man kauft ein 24-Stunden-Ticket, das ungefähr 16 Euro kostet. Das hatten wir an einem Tag, an dem wir den Miracle Garden und das Global Village besuchten, beides liegt in unterschiedlicher Richtung etwas außerhalb. Eines muss man allerdings wissen, wenn man die U-Bahn nimmt: Von der Station zum eigentlichen Ziel muss man oft weit gehen. Ein Taxi hat natürlich den Vorteil, direkt vor dem Ziel anzuhalten. Dafür ist es deutlich langweiliger.

Beim Landausflug in Dubai in die Altstadt

Gar nicht so weit vom Kreuzfahrthafen entfernt liegt das historische Dubai, was mein Lieblingsviertel in der Stadt ist. Dort ist Dubai nämlich trotz der neuen Häuser recht ursprünglich. Hier ist auch der berühmte Gold Souk, wobei mir der Markt auf der anderen Seite des Creek besser gefällt. Hier ist auch das Dubai Museum und ein Interkulturelles Zentrum. Außerdem kann man in dieser Ecke ganz nett authentisch essen und die wunderbare Minzlimonade trinken. Und natürlich Gewürze kaufen. Geht dazu bitte nicht auf den Markt, sondern in einen der kleinen und etwas schäbig wirkenden Läden. Dort sind die Gewürze top und sehr günstig. Mehr über dieses Viertel lest Ihr in einem anderen Beitrag. Dieser Ausflug bietet sich an, wenn Ihr etwa einen halben Tag Zeit für Euren Landausflug habt.

Landausflug für vier bis zu sechs Stunden: The Dubai Frame

Alternativ könnt Ihr einen halben Tag in Dubai nutzen, um The Frame zu besichtigen. Dazu fahrt Ihr am besten direkt mit dem Taxi zu dem riesigen, goldenen Bilderrahmen. Als wir dort waren, gab es keine Warteschlangen, aber sicherer ist, sie einzuplanen. Dann geht es mit dem Aufzug nach oben. Aus der Querverbindung zwischen den beiden senkrechten Pfosten hat man einen weiten Blick über Dubai bis zum Burj Khalifa. In der Mitte der Querverbindung verläuft ein gläserner Steg, auf dem man laufen kann. Für mich ist das nichts, ich gehe lieber daneben. Den Blick nach unten auf die Parkanlage finde aber auch ich spannend. Timo ist mit dem Hubschrauber über den Frame geflogen.

Ein ganzer Tag in Dubai

Wenn Ihr einen ganzen Tag in Dubai habt, weil das Schiff erst am späten Abend oder vielleicht sogar erst am nächsten Tag ablegt, gibt es natürlich viel, was Ihr dort machen könnt. Die Marina ist ganz hübsch, der Burj Khalifa ist natürlich einen Besuch wert. Oder Ihr wollt den teuersten Kaffee Eures Lebens trinken? Dann ab in den Burj Al Arab. Wenn Ihr schon öfter in der Stadt gewesen seid, gibt es zwei Attraktionen, die etwas außerhalb sind, und wo man auf verhältnismäßig wenig europäische Touristen trifft: der Miracle Garden und das Global Village.

Dubai: im Global Village

Das Global Village ist eine Mischung aus Freizeitpark und Shopping Mall, das versucht, die Welt abzubilden. Dementsprechend stehen dort beispielsweise der schiefe Turm von Pisa, Big Ben und der Kreml nebeneinander. Jede Weltregion ist außerdem mehr oder weniger ausführlich mit Einkaufsmöglichkeiten vertreten. So kann man über arabische Souks schlendern, aber auch japanische, chinesische oder lateinamerikanische Spezialitäten und Produkte kaufen. Das Global Village macht erst am späten Nachmittag auf, denn es braucht die Nacht, um richtig zu wirken. Dann gehen nämlich überall die Lichter an. Und das sieht durchaus beeindruckend aus. Timo hat dem Global Village einen eigenen Beitrag gewidmet. Mir persönlich ist es zu kommerziell. Ich hasse es, wenn ich ständig gefragt werde, ob ich etwas kaufen möchte. Dementsprechend finde ich, dass es in Dubai nettere Sehenswürdigkeiten gibt.

Miracle Garden: Willkommen im Blumenmeer

Nur im Winter hat der Miracle Garden geöffnet. Kein Wunder – im Sommer dürfte es für die vielen, vielen, vielen Blumen einfach zu heiß sein. Sie bilden Herzen nach, die Donald Duck Familie, sogar einen Emirates Flieger. In den Nischen des Gartens gibt es viele Verweilmöglichkeiten – auf Bänken, Stühlen oder Hängematten. Und natürlich gibt es wie überall in Dubai auch eine ganze Menge zu essen. Mein Fazit: Das lohnt sich. Allerdings ist der Miracle Garden etwas außerhalb und der Bus fährt nicht ganz so oft. Dementsprechend viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen.

Du bist das erste Mal in Dubai? Dann ist ein von der Reederei angebotener Landausflug zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ganz sinnvoll. Oder du kaufst dir ein Hop on hop off Ticket für den Bus.

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