Dubai Marina: Wo die Großstadt Erholung bietet

Da kann Köln abstinken in Dubai
Da kann Köln abstinken

90 Prozent der Bewohner in der Marina in Dubai sind Europäer, lernen wir bei unserer Führung durch die Stadt der Superlative. Kein Wunder: Obwohl hier die meisten sehr hohen Häuser auf einem Fleck stehen, ist Dubai in diesem Stadtteil fast so etwas wie gemütlich. Durch die Häuserschluchten windet sich der Kanal, und wer hier eine Bootstour macht, sieht eine ganz andere Stadt als bei der Dhau-Fahrt durch den alten Teil Dubais. Die Boote fahren auch ein Stück hinaus aufs offene Meer, und hier kann man einen Blick in die Zukunft Dubais werfen. Denn unermüdlich sind hier Bagger damit beschäftigt, dem Meer weiteres Land abzutrotzen. Links in Fahrtrichtung kommt außerdem das Dubai Eye in Sicht, das geplante Riesenrad, das höher ist als das in London – natürlich.

Grenzenloses Freizeitvergnügen

Die Stadt zeigt hier im Westen außerdem, dass kaum etwas unmöglich ist. Denn während wir gemütlich schwankend auf unserem Boot dahin tuckern, dröhnen regelmäßig kleine Flugzeuge an uns vorbei. Sie starten und landen auf einem schmalen Pier. Ihre Aufgabe: Fallschirmspringer in die Luft zu bringen, damit diese dann weit über dem Boden und mit Blick auf die Skyline abspringen können. Etwas weiter innen in der Marina rutschen andere Abenteuerlustige an Seilen von einem Hochhaus nach unten. Wir bleiben lieber am Boden und überlegen kurz, eines der Leihfahrräder zu nehmen, um auf dem Marina Walk weiterzufahren. Hier zieht sich nämlich ein autofreier Weg vorbei an Restaurants jeglicher Nationalität, und man kann ganz gemütlich die ungewöhnliche Architektur bestaunen. An der Marina ist alles etwas entspannter als in Downtown und rund um die Mall und den Burj Khalifa.

Auf der Palm Jumeirah

In diesen Teil der Stadt kommt man übrigens sehr bequem mit der blauen Linie von Big Bus. Die Rundfahrt mit dem Boot auf dem Kanal ist ebenfalls im Preis für das Bus-Ticket enthalten. Mit dem Big Bus kann man außerdem auf die künstlich angelegte Insel in Form einer Palme fahren, Palm Jumeirah genannt. Ehrlich gesagt war ich davon enttäuscht, denn die Palme sieht man natürlich nicht, wenn man darauf ist. Und auf der Palme selbst stehen eigentlich nur Wohnhäuser und sehr große Hotelanlagen.

Außerdem ist hier das Lost Chambers Aquarium in einer Einkaufspassagen untergebracht. Der Eintritt ins Aquarium kostet etwa 23 Euro pro Person, und wenn er nicht im Preis für das Big Bus Ticket enthalten gewesen wäre, wäre ich noch viel enttäuschter gewesen. Denn tatsächlich ist es im Vergleich zu allem anderen was Dubai bietet, erstaunlich klein. Zugegeben: Ich habe schon sehr viele Aquarien gesehen, beispielsweise in Lissabon, New Orleans oder Singapur – und sie waren alle viel größer und besuchenswerter. Ähnlich enttäuschend fand ich die Auswahl an Geschäften und Restaurants rund um das Aquarium, und die Möglichkeit, sich am Ufer zu Fuß zu bewegen: Der Fußweg war hinter einem Mäuerchen, aber es gab im Prinzip keinen Durchbruch, so dass die meisten Touristen irgendwann über die Mauer kletterten. Aufgrund der vielen Autos war es außerdem schwierig, die Straße zu überqueren. Zwar gibt es einen Zebrastreifen, der führt aber lediglich auf eine grüne Wiese, die nicht zum Gehen gedacht ist.

Blick von Palm Jumeirah auf die Skyline von Dubai
Blick von Palm Jumeirah auf die Skyline von Dubai

Was ich auf The Palm aber durchaus einen Ausflug wert fand, war wieder eine Fahrt mit dm Big Bus – dieses Mal über den äußeren Bogen. Denn von dort sieht man Dubais Skyline nochmals aus einem ganz anderen Blickwinkel – und der Sonnenuntergang war von hier traumhaft.

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