Kölner Brückentour: Über acht Brücken kannst du gehen

Ob Karat oder Peter Maffay – in Köln kannst du den bekannten Song “Über sieben Brücken musst du gehen” umsetzen. Und du kannst sogar noch eine achte hinzufügen. Allerdings hast du dann auch ein ganz schönes Stück Weg vor dir, nämlich gut 20 Kilometer. Falls dir die Motivation dazu fehlt, das alleine zu tun: Einmal im Jahr findet auch der Brückenlauf statt. Dabei bist du allerdings nicht auf allen Kölner Brücken unterwegs, dafür aber mit vielen anderen. Entscheidest du dich für die vollständige Kölner Brückentour, beginnst du am besten in Rodenkirchen. Die Haltestelle Heinrich-Lübke-Ufer ist ein guter Ausgangspunkt.

Die Kölner Brückentour startet im Süden

Die erste Brücke der Tour kannst du von dort schon sehen. Es ist die Rheinbrücke Rodenkirchen, in Köln einfach: Rodenkirchner Brücke. Sie überquerst du, während neben dir die Autos über die A4 brausen. Du bist hinter den transparenten Wänden aber ganz gut geschützt. Auf der anderen Seite angekommen, läufst du zunächst durchs Grüne. Hier sind die Poller Rheinhauen und ein großer Campingplatz.

Immer am Rheinufer entlang, kommst du schließlich zur Südbrücke. In dieser Gegend soll ja eines der neuen Kölner Quartiere entstehen. Dort, wo die alte Aurora-Mühle ist, wird Platz zum Wohnen geschaffen. Die Südbrücke ist eine Eisenbahnbrücke. Du gehst durch das oft sehr schmutzige und stinkende Treppenhaus nach oben, und dann mit anderen Fußgängern und auch einigen Fahrradfahrern über die Brücke zurück Richtung Stadt. Hier ist nicht viel Platz. Man muss also gegenseitig Rücksicht nehmen.

Bei der Kölner Brückentour durch den Rheinauhafen

Auf der anderen Seite erreichst du den quirligen Rheinauhafen. Auf dieser Strecke ist vor allem am Wochenende einiges los. Du gehst Richtung Stadtzentrum durch die modernisierte Industriearchitektur bis fast zum Schokoladenmuseum. Vorher nimmst du aber den Treppenaufgang, der dich auf die Severinsbrücke bringt. Sie teilst du dir mit Autos und der KVB. Auf der anderen Rheinseite setzt du deine Kölner Brückentour über die Deutzer Werft nach Norden fort.

Von der Deutzer Brücke in die Altstadt

Die nächste Brücke, die du erreichst, ist die Deutzer Brücken. Sie bringt dich direkt an den Rand der Altstadt. Dort gehst du am Rheinufer weiter Richtung Dom. Auf seiner Höhe führt dich dann die Hohenzollernbrücke zurück nach Deutz. Die Hohenzollernbrücke ist eine Eisenbahnbrücke. Der Fußgänger- und Fahrradfahrerweg auf der rechten Seite ist immer sehr voll.

Jetzt geht es wieder ins Grüne: Der Weg am Rheinufer führt dich auf der Kölner Brückentour durch den Rheinpark. An dieser Stelle musst du dich entscheiden, ob du einige zusätzliche Kilometer anhängen möchtest. Du kannst etwa auf Höhe der Seilbahn die Zoobrücke nehmen, um zum Zoo zu kommen. Du kannst aber auch zunächst weiter durch den Rheinpark bis zu seiner Spitze gehen. Dort führt der Katzenbuckel, eine sehr steile Fußgängerbrücke, über das Hafenbecken. Der offizielle Name der Brücke ist darum auch „Mülheimer Hafenbrücke“. Sie muss 2023 saniert werden.

Abkürzen bei der Kölner Brückentour

Falls du dich für diese Variante entscheidest, gehst du jetzt am Hafen entlang zurück zur Zoobrücke. So oder so überquerst du diese und hältst dich auf der anderen Rheinseite weiter gen Norden. Durch die Wiesen am Rhein erreichst du dann deine letzte Brücke auf der Kölner Brückentour, das ist die Mülheimer Brücke. Wenn du sie überquerst, erreichst du den Wiener Platz. Von dort nimmst du wieder die Bahn nach Hause. 

Tipp: Die Kölner Brückentour lässt sich wunderbar mit der Gipfelstürmer-Tour kombinieren. Denn alle Sehenswürdigkeiten mit Aussicht liegen am oder nahe bei einer Brücke. Baust du die Seilbahn ein, sparst du dir den Fußweg über die vielbefahrene Zoobrücke.

Kurze Frage, schnelle Antwort

Wie viele Brücken über den Rhein gibt es in Köln?

Über den Rhein führen in Köln sieben Brücken. Zwei sind Eisenbahnbrücken, fünf für den Autoverkehr gedacht. Fußgänger können über alle Brücken gehen.

Wie heißen die Kölner Brücken?

Von Nord nach Süd heißen die Kölner Brücken Mülheimer Brücke, Zoobrücke, Hohenzollernbrücke, Deutzer Brücke, Severinsbrücke, Südbrücke, Rheinbrücke Köln-Rodenkirchen oder einfach: Rodenkirchner Brücke.

Warum sind die Kölner Brücken grün?

Es ist dir aufgefallen! Viele der Kölner Brücken sind in einem hellen Grün gestrichen. Diese Farbe wird auch Kölner Brückengrün oder Adenauer-Grün genannt. Letztere Bezeichnung geht auf den Grund für die Farbe zurück: Konrad Adenauer, damals Oberbrürgermeister der Stadt, wünschte sich für die damals neue Mülheimer Brücke ein Patina-Grün. Das wurde speziell gemischt, und zwar von der Bayer AG. Die Farbe soll besonders lichtbeständig sein. Heute sind alle Brücken, die die Stadt Köln unterhält, in diesem Grün gestrichen: die Severinsbrücke, die Zoobrücke, die Mülheimer und die Deutzer Brücke.

Wie heißt die Brücke, die genau auf den Dom und den Bahnhof zuführt?

Die Hohenzollernbrücke ist eine Eisenbahnbrücke und führt von Deutz kommend direkt in den Hauptbahnhof in Köln und somit am Dom vorbei. Von der Deutzer Rheinseite aus hat man also das berühmte Panorama mit Brücke und Dom. Die Hohenzollernbrücke ist auch die Brücke, an der die vielen Liebesschlösser hängen. Ihre Vorgängerin, die Dombrücke, wurde auch „Mausefalle“ aufgrund ihrer Bauweise genannt. Im zweiten Weltkrieg wurde sie zerstört.

Wer schreibt hier? Bettina Blass

Bettina Blaß ist Bloggerin, Buchautorin und Verbraucherjournalistin. Sie gibt Seminare und Workshops rund das Internet wie beispielsweise "Personal Branding" oder "Online publizieren". 2021 hat sie das Buch "Zu Fuß durch Köln" herausgebracht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich stimme zu

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.