Stadtwandern in Köln: Rund um den Fühlinger See

Fühlender See: Fast wie im Urlaub
Fühlinger See: Fast wie im Urlaub

Eine der verwirrendsten Stadtwanderstrecken in Köln führt rund um den Fühlinger See. Verwirrend finde ich sie, weil es dort neben der Regattabahn, die schnurgerade verläuft, noch viele kleine Seen gibt. Irgendwie weiß ich also nie genau, wo ich bin, und wenn man den falschen Abzweig genommen hat, kann das Wandern durchaus einmal länger dauern. Mein Tipp ist darum: Sich vorher einmal die Karte des Sees bei Google ansehen, und möglichst auch Google Maps und Apples Karten als Orientierung benutzen. 

Kann ganz hübsch sein
Kann ganz hübsch sein

Zwar könnte man auch der Laufstreckenbeschilderung „Naturnahe Laufstrecke“ folgen – ich wäre damit aber verloren gewesen. Mir schien es, dass die Beschilderung irgendwann stoppte, um dann an einem Punkt wieder aufzutauchen, wo ich sie nicht mehr erwartet hätte.

Den Fühlinger See teilt man bei gutem Wetter mit vielen

Davon abgesehen ist die Strecke bei schönem Wetter ganz nett. Denn tatsächlich gibt es einige Stellen, an denen man sich wie an der See fühlt: blaues Wasser, Kanus, Fahrradfahrer und Jogger – es könnte also perfekt sein. Allerdings sind bei gutem Wetter auch sehr viele Sonnenanbeter am Wasser. Und obwohl eigentlich nur am Blackfoot Beach gebadet werden darf, war zumindest bei meinem Besuch am Ufer des Sees an der Oranjehofstraße sowie rund um die Ruderinsel die Hölle los. Nicht so schön fand ich, dass Kinder dort im Wasser die Enten und Schwäne jagten – und das zur Freude der Eltern, die nicht etwa einschritten, sondern das Treiben fröhlich mit dem Smartphone filmten. Auch absurd: Von den diversen Brücken, die über die Wasserflächen führen, springen mit großer Freude Jugendliche. Und das, obwohl die Schilder „Von der Brücke springen verboten“ nicht zu übersehen sind. Wer vom Parkplatz 3 aus über die Ruderinsel geht, kommt in Höhe der Gastronomie außerdem unweigerlich in eine Frittierfettwolke.

Was mir außerdem nicht so gefällt: Die Strecke entlang der Regattabahn ist – wen wundert’s gerade. Das kann ziemlich eintönig werden – auch, weil es kein Gelände gibt. Es ist eben flach. Und nicht nur das: Wenn die Sonne richtig knallt, und man nicht in den Schatten der Bäume ausweichen kann, dann ist es dort auch ziemlich heiß.

Mein Tipp: Wenn Ihr nah am Wasser spazieren wollt, nehmt die Runde am Decksteiner Weiher. Sie ist deutlich abwechslungsreicher.

Übrigens gibt es am Fühlinger See auch einen Kletterwald – für alle, die Lust auf luftige Abenteuer haben.

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