Onlineverkostung mit Ginsanity: Vielfalt in Kombination mit Wacholder

Das Etikett habt Ihr sicherlich schon einmal gesehen: Ein etwas androgynes, aber eher weibliches Gesicht, weiß mit wirren blonden Haaren, sieht ziemlich verrückt aus. Genau! Das sind die Gins von Ginsanity aus Köln. Ich habe Dagmar Frangenberg und ihren Mann Michael, die hinter Ginsanity stehen, schon einmal bei einer Ginverkostung in Harry’s New York Bar in Köln kennengelernt. Ihren Gin kenne ich aber schon länger: Er wurde beispielsweise auch bei einem Gin-Pralinen-Workshop eingesetzt.

Während des ewig-scheinenden Lockdowns im Frühjahr 2021 habe ich dann ein Paket für eine Onlineverkostung gebucht. Zugegeben: Im Wesentlichen, weil ich schon mehrere Onlinewein- und sogar schon eine Onlinekaffeeverkostung gemacht hatte und mir langsam die Ideen ausgingen, wie man die langen, dunklen Abende noch verbringen kann. 

Ginverkostung online

Das Ginsanity-Verkostungspaket ist nicht ganz günstig. Darin enthalten waren dafür neben den Gins und den Tonics in unserem Fall noch zwei Thermogläser mit dem Logo, die wir eigentlich nicht brauchen. Und ein kleines Überraschungsfläschchen, das als Gincello angepriesen wurde. Man trinkt es mit Eis, Tonic und Prosecco – und es schmeckt wesentlich bitterer, als es aussieht. Genauer gesagt: Mich hat die Mischung sehr an Wermut erinnert. Das ist gar nicht so unvorstellbar – auch Gin de Cologne hat zuletzt drei Wermut herausgebracht. Während des Tastings war der Gincello noch nicht auf dem Markt, und auch jetzt habe ich ihn im Shop noch nicht gesehen.

Neben dem Ginsanity mit dem schwarzen Etikett, der als Botanicals außer Wacholder noch Limette, Chili, Pfeffer, Ingwer und Koriander enthält – was man übrigens auch ganz deutlich schmeckt – gibt es von Ginsanity noch eine ganze Menge anderer Sorten: Rapsberry, Chocolate, Hot Fusion als Winter-Gin, Sloe Gin. 

Ginsanity: Von klassisch bis Glühgin

Interessant beim Himbeer-Gin: Man riecht den Geschmack nicht. Ich schmecke ihn auch nur ganz sanft im Abgang, wenn ich ihn pur trinke. Doch in der Kombination mit einem Mediterranean-Tonic kommt der Himbeer-Geschmack ganz klar heraus. Den Elderflower-Gin, also den Holunder-Gin, finde ich gefährlich. Denn man chmeckt kaum, dass es sich dabei um Alkohol handelt. Sowohl mit einem Indian als auch mit einem Mediterranean Tonic schmeckt dieser Gin eher nach Limonade. 

Spannend ist auch meine Erfahrung mit dem Schlehen Gin. Wir haben einen von Monkey 47, den ich echt fies finde. Aber das liegt vielleicht daran, dass ich ihn bisher immer falsch getrunken habe. Ginsanity rät dazu, seinen Sloe Gin einmal mit Bitter Lemon zu trinken – et voilà, das ist deutlich leckerer. Mit dem Monkey 47 muss ich das auch noch testen. Dann gibt es von Ginsanity noch den Hot Fusion Glühgin: Er wird mit warmem Apfelsaft getrunken – für den Winter eine gute Idee. Im Sommer nicht so meins. Für den Herbst kündigt die Destillerie neue Sorten an. Kaffee könnte dabei sein und Trüffel, haben wir bei der Verkostung erfahren.

Onlineverkostung mit Ginsanity: Vielfalt in Kombination mit Wacholder

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