Asiatische Restaurants in Köln und Düsseldorf

Asien ist so riesig, dass es eigentlich Blödsinn ist, einen Artikel über asiatische Restaurants zu schreiben. Schließlich unterscheidet sich der vietnamesische Pho vom indischen Curry genau so wie das schwedische Smörebröd von der italienischen Pizza. Speziell in den sehr großen Ländern China und Indien gibt es sogar regional große Unterschiede zwischen den Gerichten. Wir wagen diese Zusammenfassung trotzdem. Denn trotz aller Unterschiede gibt es eben auch einige Gemeinsamkeiten.

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Chinesische Restaurants von Hotpot bis Frühlingsrolle

Meine Erfahrung: das chinesische Essen, das in Deutschland serviert wird, hat oft wenig gemein mit dem, was man in China so isst. Das beginnt damit, dass wir in Deutschland ein Gericht pro Person bestellen, in China aber Essen viel mehr geteilt wird. Auch die chinesischen Schärfegrade sind anders. Ich erinnere mich an einen Fisch nach Shenzhen-Art, den ich in Qingdao gegessen habe, und der so scharf war, dass mir die Luft wegblieb. Trotzdem gibt es auch in Köln und Düsseldorf ganz gute chinesische Restaurants.

Hotpot in Köln und Düsseldorf
Das Modern China in der Siegburger Straße hält sich schon ziemlich lang. Und immer, wenn ich dort bin, sitzen dort sehr viele Asiaten – ein gutes Zeichen. Serviert wird dort Hotpot, also chinesisches Fondue, zum Festpreis. Heißt: man nimmt sich am Buffet so viel wie und was man möchte, wirft es in eine Brühe und isst. Den Feuertopf, wie der Hotpot auch genannt wird, bekommt man ebenso authentisch in Düsseldorf, ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Das Restaurant heißt Fu Chunyan.

Meine zwei Lieblingschinesen in Köln sind das Lei Lei und das Great Wall. Das Lei Lei ist in der Nähe des Mediaparks, hat ein modern-puristisches Ambiente und kommt ohne China-Kitsch wie Winkekatzen aus. Daher kann ich der Eigenbezeichnung „China-Lounge“ auch zustimmen, andererseits ist es nicht so gemütlich, dass ich dort den ganzen Abend verbringen möchte. Die Gerichte haben Namen wie „Verbotene Stadt“ oder „Der letzte Kaiser“ und sind ausgesprochen schmackhaft. Auch ein hungriger Magen braucht definitiv keine Vorspeise. Mir war bei meinen letzten Besuchen die Wartezeit aufs Essen immer einen Ticken zu lang, aber es lohnt sich. (Timo Stoppacher)

Ginger: etwas anders als gewohnt
In der Nähe des Friesenplatzes ist das Restaurant Ginger. Im Gegensatz zu vielen anderen chinesischen Restaurants ist die Einrichtung hier eher europäisch. Das Essen ist allerdings ziemlich authentisch.


Hunde gibt es im Great Wall in der Nähe vom Hauptbahnhof nicht auf der Karte, dafür sonst jede Menge für uns doch sehr exotische Gerichte der chinesischen Küche. Ich hatte dort schon sehr leckeren Pansen, etwas knöchrige Entenzungen und tausendjährige Eier. An die Froschschenkel habe ich mich noch nicht herangetraut. Es empfiehlt sich hier eine Reservierung und ein bisschen Geduld mit der Bedienung, die teilweise sehr wenig deutsch versteht. Im Great Wall sind auch immer viele Chinesen zu Gast und DIE WELT hat Great Wall zum besten China-Restaurant auf deutschem Boden gekürt. (Timo Stoppacher)

Vietnamesische Restaurants: vegan oder mit Fleisch

In Köln gibt es eine ganze Menge vietnamesische Restaurants. Timo hat seine Lieblingsplätze in einem eigenen Artikel zusammengestellt. Dort findet Ihr eine gute Auswahl von „wenn‘s schnell gehen muss“ über „vegan“ bis zu typisch „vietnamesisch“.

In Düsseldorf ist ein großes vietnamesisches Restaurant mit modernem Interieur in der Ackerstraße: Ich hatte im Zen zunächst das Gefühl, dass man nicht begeistert war, als wir mit dem Cityscheck-Gutscheinbuch Deluxe ins Restaurant kamen. Dabei hatte ich das schon bei der Reservierung angekündigt. Als die Bedienung dann aber merkte, dass wir in erster Linie gut essen wollen, und keine Sparbrötchen sind, hat sich die Situation gelockert. Ganz lecker war der Mango-Spritz als Aperitif. Wir hatten uns außerdem drei Vorspeisen ausgesucht: Frühlings- und Sommerrollen sowie Rollen mit Rindfleischfüllung. Bei der Hauptspeise setzte ich auf Ente auf Orangensoße, und zum Nachtisch gab’s ein Kokos-Bananenküchlein – ganz wichtig: Mit dem Eis gemischt essen, riet uns die Bedienung.

Nur für den Fall, dass Ihr lieber selbst kochen wollt: Ich habe das mit Freunden mit einem Mekong-Kochbuch gemacht. Das Ergebnis bekommt Ihr in einem anderen Beitrag angezeigt.

Japanische Restaurants: mehr als Sushi

Keine Frage: Wer möglichst „echt japanisch“ essen möchte, sollte nach Düsseldorf fahren. Dort gibt es in Little Tokyo, einem Viertel in der Nähe des Hauptbahnhofs, sehr viele entsprechende Restaurants von günstig bis teuer.

Sakura Gonzen im Hotel Nikko
Im japanischen Hotel Nikko gibt es zwei Restaurants, in einem wird Sakura Gonzen serviert. Dabei bekommt man ein kleines Kästchen mit Leckereien wie Tintenfisch mit Kaviar oder Krabben und Gemüse im Tempurateig. Die Bedienung dort spricht kaum deutsch, man taucht in eine andere Welt ab. Das hat allerdings seinen Preis.

Sakura Gozen im Hotel-Restaurant
Sakura Gozen im Hotel-Restaurant

Bestellung per iPad im Okinii
Deutlich günstiger und immer voll ist das Okinii, eine Kette. Dort kann jeder Gast alle 20 Minuten fünf Kleinigkeiten bestellen. War die Lust auf Essen am Ende größer als der Hunger, muss man eine Strafe bezahlen, denn Essen soll nicht weggeschmissen werden. Okinii gibt es in Köln, Bonn, Düsseldorf und noch ein paar anderen Städten.

Nikko in Köln
Seit sehr vielen Jahren gibt es auch in Köln auf der Dürener Straße einen traditionellen Japaner, der Nikko heißt. Ich esse dort immer das Menü, weil ich dann beim Sushi keine Auswahl treffen muss.

Indisch Essen in Köln

Meine Indien-Reise ist sehr, sehr lange her. Seither war ich tatsächlich in Köln gar nicht so oft indisch essen. Wenn ich aber indisch essen gehe, dann bevorzugt in Deutz. Dort ist ein ganz kleines Restaurant, fast mehr ein Imbiss. Es heißt Indian Masala, und das Essen schmeckt dort so, wie ich es in Indien kennengelernt habe.

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Die moderne, hippe Variante eines indischen Restaurants hat auf den Ringen in Köln aufgemacht: eatDOORI. Hier wird dem Gast authentisches indisches Streetfood versprochen. Ob das alles so auch in Delhi oder Mumbai seine Abnehmer finden würde, kann ich nicht beurteilen, aber mein Essen war sehr lecker. Die Samosas waren schön knusprig und toll angerichtet. Die zwei kleinen Burger mit Lammfleisch und einer scharfen Sauce waren zwar nur ein Haps, aber in Kombination mit der Vorspeise und den Fritten als Beilage vollkommen ausreichend. Nicht so begeistert war ich dagegen von den Linsen-Crackern als Vorspeise, da waren die Samosas die bessere Wahl. Das Restaurant ist extrem durchgestylt und bietet sich – wie mittlerweile fast jeder Laden mit der Zielgruppe – für ausgefallene Instagram-Fotos an. (Timo Stoppacher)

Natürlich gehören zu Asien noch viel mehr Länder. Falls Ihr beispielsweise Empfehlungen habt für einen guten Thailänder, für indonesische oder nepalesische Küche, hinterlasst Eure Tipps doch gerne in den Kommentaren. (Bettina Blaß)

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