Unterwegs auf dem Kölnpfad

Verschnaufen am Rhein
Verschnaufen am Rhein

Wandern rund um Köln? Das ist auf dem Kölnpfad möglich. Die Strecke ist in verschiedene Etappen eingeteilt. Wer sie alle geht, bekommt einen guten Rundblick über die Domstadt. Wir haben noch viele offene Strecken. Doch einige sind wir auch bereits gegangen:

Etappe 3: Wo ist der Weg?

Viele Etappen auf dem Kölnpfad sind exzellent ausgeschildert. Für Etappe 3 gilt das leider nicht. Es beginnt damit, dass der Start an der KVB-Haltestelle Bocklemünd im zugehörigen Buch so beschrieben ist, dass man durch den Ort gehen muss. Dort fehlen aber die typischen Kölnpfadzeichen an Bäumen und Laternenpfosten. Mit der Beschreibung in der Hand findet man zwar den richtigen Weg, ist jedoch irritiert, wenn plötzlich wieder eine Beschilderung kommt, nach der man aus einem Waldweg kommen sollte. So geht es weiter: Der Weg führt weiter durch Wiesen und Wäldchen. In der Textbeschreibung steht, man solle bis zu einem Betonpilz gehen, der als Rastplatz dient, doch die Beschilderung biegt schon deutlich vor diesem Betonpilz rechts ab. Folgt man ihr, stimmt natürlich ein Teil der Beschreibung nicht mehr, doch auch hier kann man den weiteren Weg finden.

Etwas heikler wird es, nachdem man an einer Schrebergartensiedlung vorbeikommt: Die Beschilderung führt einen sehr, sehr schmalen Trampelpfad entlang des Zaunes der Schrebergartensiedlung. Die Beschreibung dagegen lässt den Wanderer erst rechts abbiegen, um irgendwie wieder auf den Weg zu kommen. Schließlich landet man an einer T-Kreuzung ohne Beschilderung, und an diesem Punkt ließ mich leider auch die Beschreibung im Stich. Ich ging in die falsche Richtung, und ohne die entsprechende Karten-App und Geo-Lokalisation auf dem Smartphone hätte ich den Weg auch nicht mehr gefunden. So musste ich einen Umweg von fast zwei Kilometern machen, aber immerhin kam ich auf den offiziellen Weg zurück, und über ihn auch an mein Ziel.

Etappe 4 ist 11 Kilometer lang und führt durch den Worringer Bruch, links unten in der Collage. Danach geht es durch Wiesen am Wald entlang bis zum Rhein und schließlich bis Merkenich. Die Strecke bietet wenig Schatten, an heißen Tagen sollte man lieber einen anderen Weg nehmen. Sonst ist sie jedoch sehr einfach zu gehen und auch für Einsteiger geeignet. Auf dem Weg am Rhein entlang kommt man an einem netten kleinen Restaurant vorbei. Dort kann man kurz durchschnaufen und etwas Kühles trinken.

Zugegeben, Etappe 5 ist nicht meine Lieblingsstrecke. Zwar führt sie am Fühlinger See entlang, aber über weite Strecken folgt man auch einfach dem Straßenverlauf und geht an Lastwagen vorbei, die Ware aus dem Niehler Hafen abholen wollen oder dorthin bringen. Am Rheinufer wird es dann wieder etwas idyllischer, aber der Weg zur Mühlheimer Brücke zieht sich. Fazit: Es gibt deutlich schönere Wanderrouten rund um Köln.

Von Schlebusch nach Thielenbruch führt Etappe 7 des Kölnpfads – und die meiste Zeit durch den Wald. Die Strecke ist eben und mit zwölf Kilometern auch gut geeignet für Einsteiger. Weil man durch soviel wunderbare Natur geht, ist diese Etappe einer meiner Favoriten.

Am Rhein entlang

Etappe 11 ist besonders schön, weil sie am Rhein entland führt. Zusätzlich hat man von der Rodenkirchner Brücke einen tollen Blick auf die Stadt und die kleinen Buchten am Rheinufer. Da die Etappe mit neun Kilometern Länge recht kurz ist, ist sie auch für Einsteiger geeignet. Prima Sonntagsausflug!

Alle Etappen sind ausführlich im Buch „Der Kölnpfad“ beschrieben.

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