Essen in Metz: Restaurants und Cafés

Ziemlich chic ist das Novotel innen

Im Zentrum von Metz kann niemand verhungern: Ein Restaurant nach dem anderen, Cafés, Kneipen und natürlich auch die Markthalle. Das Essen in Metz unterscheidet sich nicht so sehr von dem, was wir in Deutschland essen. Das liegt natürlich einerseits an der geografischen Nähe von Lothringen zu Deutschland, andererseits aber auch an der gemeinsamen Geschichte über so viele Jahre. Da beeinflussen sich Länder gegenseitig auch kulinarisch. Beispielsweise ist der Käsekuchen in Frankreich sehr speziell für diese Region. In Deutschland ist er völlig normal. Auch Spargel gibt es dort im Frühsommer, und auf einer Karte habe ich sogar Spätzle gesehen. 

Wenn Ihr etwas wirklich ganz Typisches essen wollt, dann achtet auf die Mirabellen. Sie gibt es in jeglicher Form: Ich habe sie als Marmelade gekauft, im Müsli mit Joghurt gegessen oder im Aperitif als Likör getrunken. In der Markthalle gibt es auch Mirabellenküchlein oder -bonbons, beides sind natürlich schöne Mitbringsel für zuhause.

Auswahl gibt es in Metz also mehr als genug. Um Euch eine kleine Orientierung zu geben, liste ich auf, wo ich gut gegessen und eingekauft habe:

Metz: Cafés und schnelle Snacks

Im Marché couverte, der Markthalle, kann man nicht nur Obst, Gemüse und Brot kaufen, sondern auch eine Kleinigkeit essen. Chez Mauricette bietet beispielsweise eine Art lothringische Tapas mit Schinken, Käse mit Bärlauch, Kartoffelsalat und Fleischstücken. Sie wird seit 13 Jahren als Table de Rabelais ausgezeichnet. Das Gütesiegel steht für typische und traditionelle Gerichte mit Zutaten aus der Region. Auch viele Weine, die sie ausschenkt, kommen aus der Region, aus Winzerdörfern mit Familienbetrieben. Mauricette, die Inhaberin, wird von ihren Leuten gerne einfach nur „Chef“ gerufen. Ihr gehören in der Markthalle auch ein Stand mit italienischen und spanischen Spezialitäten.

Himbeercupcake und Kaffee

Coffeeseries. Ein kleines Lokal, das auf US-amerikanische Coffeeshops macht. Man bestellt an der Kasse und bezahlt dort direkt, dann bekommt man seine Bestellung an den Tisch geliefert. Ich hatte einen Milchcafé. Außerdem gibt es dort Cupcakes. Gut, wenn es schnell gehen muss.

Les Vedettes. Ein hübsches Lokal mit witzigen Dekoelementen. Davor stand ein Schild, dass man eine Formule Midi dort essen könne: Eine Tartine mit Salat, Kaffee und einem Getränk für 10 Euro. Für mich war das der Grund, dort einzukehren, denn ich hatte schrecklich Hunger, es sollte schnell gehen und nicht zu viel kosten. Leider war mir nicht klar, dass eine Formule Midi, also ein Mittagstisch, nicht identisch ist mit einer Plat du Jour, also einem Tagesgericht. Ich fragte nach der Plat du jour, und bekam relativ harsch die Antwort, dass man so etwas nicht habe. Die Bedienung machte mich aber nicht darauf aufmerksam, dass es stattdessen eine Formule Midi gibt, also bestellte ich à la carte: Eine Tartine, das ist eine Scheibe Brot, überbacken mit dreierlei Käse und eine Cola. Preis: 9,50 Euro. Das Essen war gut, über die Bedienung habe ich mich geärgert. Man sollte doch annehmen, dass man sich mit einem Gast, der offensichtlich mit der Landessprache nicht so vertraut ist, versucht, intensiver auseinanderzusetzen.

Restaurants fürs Mittags- oder Abendessen in Metz

Au detour. Das Restaurant ist mitten im Zentrum von Metz, auf den Tischen liegen weiße Decken. Als Aperitif bietet man mir dort einen Champagner mit Mirabellecrème an. Die Vorspeise: Süßkartoffelsuppe mit Foie gras. Mir war nicht klar, dass Stopfleber auch warm serviert wird, wie in diesem Fall als Stückchen in der Suppe. Ich fand es ehrlich gesagt etwas gewöhnungsbedürftig. Als Hauptspeise gab es Kalbfleisch mit Champignonsoße, Kartoffelpuffer und Gemüse. Das Dessert war eine Variation aus Crème brulée, Himbeereis, Mousse au Chocolat und Tirmai Su.

Le Bistro de G. Hier bin ich zur Mittagszeit. Auffallend: Während in den Nachbarrestaurants zur Mittagszeit nicht besonders viel los ist, ist das Bistrot de G ziemlich voll: Die kleinen Holztische in der Sonne sind besetzt. Ich esse einen Salat mit Käsestreifen. Als Hauptspeise gibt es gegrillte Hähnchenspieße – gut gewürzt, mit Kartoffelsalat. Mein Highlight ist die Crème brulée, die mit einer Kugel Eis serviert wird. Ich halte es zunächst für Vanille, stelle dann aber fest, dass es Bergamotte ist. Für mich ist es das erste Mal, dass ich Bergamotte-Eis esse.

Das Novotel in Metz hat eine Gourmet-Bar. Man sollte sich nicht vom Äußeren des Hotels abschrecken lassen: Innen ist es sehr stylish. Die Karte ist eher auf internationale Gäste ausgelegt – es gibt also unter anderem Steak mit Fritten. Schmeckt eben fast jedem. Ich hatte als Vorspeise aber knackigen Spargel. Allerdings mochte ich die Soße dazu nicht. Mein Tipp: Wenn Ihr sowieso im Novotel übernachtet, könnt Ihr dort gut einmal essen. Ansonsten hat Metz aber so viel mehr zu bieten – das solltet Ihr ausnutzen.

Geschäfte mit Leckereien in Metz

L’Epicerie fine. Ein kleiner Laden direkt am ehemaligen Marktplatz. Dort kann man jede Menge lothringischer Produkte kaufen: Bier und Wein aus der Region beispielsweise, aber auch Mirabellenschnaps und -marmelade.

Fesson. Eine Konditorei mit wunderschönen Törtchen. Leider gibt es kein Café, um sie vor Ort zu verspeisen, und ich fürchtete, dass sie nicht heil in Deutschland ankommen würden. Darum habe ich mich nur für eine Packung Macarons entschieden. Mein Favorit war mit Basilikum-Füllung. Aber auch alle anderen waren lecker. Außerdem hatte ich ein kleines Fleischpastetchen, das ich auf die Hand genommen habe. Der Preis war fürstlich. Mit der Metz City-Card bekommt man bei Fesson übrigens Rabatt – was ich leider erst nach meinem Einkauf gesehen habe.

Als Journalistin halte ich mich an den Pressekodex des Presserats. Ich war von Inspire Metz zu diesem Städtetrip eingeladen. Die Agentur hat die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung bei Chez Mauricette, im Au detour und im Le Bistro de G sowie in der Gourmet Bar des Novotel übernommen. 

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