Düsseldorf: Bahama Mama in der Morley’s Bar im Maritim

Cocktails im Maritim
Cocktails im Maritim

Das Licht ist schummrig. Genau so stellt man sich eine Bar vor. Dunkel, die alten Polstermöbel atmen den hängengebliebenen Geruch von Nikotin aus. Rostbraun mit dunkelbraunen Blumen sind die Sessel, irgendwie, als ob sie fleckenresistent sein sollten. Hinter der Theke stehen zwei junge Leute in blauen Hemden mit feinen weißen Streifen, einer weißen Knopfleiste und einem steifen weißen Kragen. Je später es wird, desto voller wird es in der Morley’s Bar im Maritim am Flughafen Düsseldorf: Links sitzen drei junge Frauen, Anfang 20, bei ihrem zweiten Cocktail und lachen zu laut. Rechts sitzen ebenfalls zwei junge Frauen, zwei ältere Paare, gut angezogen, ziehen sich in eine Nische zurück. Ein Vater sitzt mit seinem Sohn an der Theke, auf dem Tablet läuft ein Film, der Junge dreht sich von rechts nach links auf seinem Stuhl. Drei junge Männer und eine Frau setzen sich in eine Ecke. Sie hat ihren Kopf in den Arm des einen, ihre Beine auf die Schenkel des anderen gelegt. Sie sprechen Englisch, sie mit starkem US-amerikanischem Akzent. Sie sehen israelisch aus, vielleicht auch ägyptisch. Ein allein reisender Mann kommt zu ihnen, lädt sie auf einen Drink ein: „Was immer Ihr wollt!“, sagt er. Sie zögern.

Übernachten am Flughafen

Unsere Cocktails kommen, ein Bahama Mama mit Rum, Apricot Brandy, Zitronen-, Ananas-, Maracuja und Orangensaft und ein Honolulu Juice mit Rum, Wodka, Mango-, Ananas-, Maracuja-, und Zitronensaft. So kann der Urlaub gerne beginnen. Wir müssen um zehn nach vier am Schalter stehen um für unseren Flug nach Kopenhagen einzuchecken. Das würde bedeuten, gegen halb drei aufzustehen, wenn man die Strecke nach Düsseldorf noch mit dem Auto fahren müsste. Das Parkhaus kostet mindestens 50 Euro plus Benzingeld. Gemacht haben wir das dieses Jahr schon einmal, nämlich als wir nach England flogen. Und das war recht stressig.

Zimmer im Maritim
Zimmer im Maritim

Das Maritim hatte ein Angebot und wir einen hotels.com Gutschein: Wir haben weniger als zehn Euro für die Übernachtung gezahlt, die Strecke Köln – Düsseldorf mal zwei mit Bahncard kostet 40 Euro. Letztlich ist dieser Urlaubsbeginn also nicht nur stressfreier, sondern auch billiger. Würde ich jederzeit wieder so machen. Übrigens ist das Zimmer im Hotel recht neu gemacht und geräumig. Es gibt ein Spa mit einem netten Pool und einem Dampfbad. Die Tür schließt allerdings schlecht. Und in der 80 Grad Sauna ist ein Brett an der Wand durchgebrochen. Aber es ist sauber und nett, um schon vor dem eigentlichen Urlaubsbeginn runterzukommen. Und dann gibt es da eben noch diese Bar im Maritim, Morley’s Bar heißt sie. Ein wunderbarer Platz, um Menschen zu beobachten und über ihre Geschichten nachzudenken.

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