Urlaub in Bayern: Raus ins Hopfenabaugebiet Hallertau

Hopfenanlage in der Hallertau
Hopfenanlage in der Hallertau

Nur 20 Minuten fährt man mit dem Zug von München oder Ingolstadt nach Pfaffenhofen an der Ilm. Augsburg und Nürnberg sind eine gute Stunde mit dem Auto entfernt. Egal, wo man also Urlaub in Bayern macht: Es ist immer ein kurzer Weg in die Hallertau. Und einer, der sich lohnt: Die Hallertau ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Allerdings wird Hopfen nicht rund ums Jahr angebaut und geerntet. Darum bietet sich ein Besuch in der Hallertau im August und Anfang September besonders an. Dann nämlich kann man sich beispielsweise von einer Hopfenbotschafterin ganz genau erklären lassen, wie man Hopfen anbaut und weiterverarbeitet.

Um diese Zeit ist die Hallertau außerdem besonders hübsch: Denn auf den Feldern, auf denen der Hopfen angebaut wird, rankt er sich in sieben Meter Höhe. Wer mit dem Auto über die Landstraßen fährt, sieht diese grünen Anlagen überall. Zur Erntezeit fahren außerdem sehr oft Traktoren mit den Hopfenreben vom Feld zum Hof. Man ist also mitten im Geschehen. Außerdem sieht man dann häufig einen Hinweis darauf, dass man auf den Höfen Hopfenkränze kaufen kann. Sie sind eine beliebte Dekoration in der Hallertau. Zusätzlich gibt es viele Hofläden, in denen man je nach Jahreszeit Kürbis oder Äpfel kaufen kann – oder wie beim Ehepaar Badhorn in Ampertshausen Marmeladen und selbstgebrannte Spirituosen.

Wanderungen und Kultur in der Hallertau

Wem der Hopfenanbau und die Ernte nicht so wichtig sind, der kann natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit in die Hallertau reisen. Denn dort gibt es beispielsweise Wanderwege rund ums Kloster Scheyern: Auf dem Panorama- oder Akazienweg sieht man einiges von der Landschaft. Die Länge der Wege unterscheidet sich jedoch deutlich. Es gibt Wege, die nur zwei Kilometer lang sind, andere sind rund zehn Kilometer. Das Kloster selbst ist ein sehr ruhiger Ort mit einer kleinen Kapelle, einem Klosterladen, der Klosterschenke Schyrenhof und einer eigenen Metzgerei und Brauerei.

Im Kloster gibt es auch Konzerte und Kunstveranstaltungen – wie übrigens in der gesamten Hallertau. Einen Online-Termine-Kalender findet man auf der Seite des Kommunalunternehmens Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen. Dieses Unternehmen hat übrigens auch meine Bloggerreise in die Region organisiert und finanziert. In Pfaffenhofen gibt es übrigens auch das Deutsche Hopfenmuseum, das ich leider nicht gesehen habe, weil ich an einem Montag da war. Montags haben auch in der Hallertau die Museen geschlossen.

Frühstück im Hopfenhotel in der Hallertau

Frühstück im Hopfenhotel
Frühstück im Hopfenhotel

Laugenbrötchen gibt es zum Frühstück, Nusssalami, Würstchen, Ei, Frühstücksflocken, Kaffee und Tee. Ein typisches Hotelfrühstück also. Mehrfach im Jahr wird hier übrigens auch ein Brunch angeboten.

Das Hopfenhotel in Wolnzach ist ausgesprochen großzügig gebaut: Die Tür zu meinem Zimmer ist breit, und es gibt viel freie Fläche. Sehr angenehm, auch wenn man nicht auf Barrierefreiheit angewiesen ist. Hopfenhotel heißt das Gasthaus übrigens, weil es mitten in der Hallertau liegt, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt.

Wer sich das Wandbild im Frühstücksraum genau anschaut, sieht neben der aufgemalten Ruine übrigens auch Hopfen in die Höhe wachsen. Außerdem ist das Hopfenmuseum um die Ecke, ein Hopfenbauer genau gegenüber, in der Sauna gibt es einen Aufguss mit Hopfenaroma und auch eine Hopfenölmassage kann man buchen. In der Hallertau kann man übrigens auch nett wandern und Klöster besuchen.

Bierverkostung im Hopfenhotel

Da Hopfen fürs Bier eine wichtige Zutat ist, ist es nicht verwunderlich, dass es im Hopfenhotel viel Bier gibt – sowohl im Restaurant Wirtshaus zum Wilden Hirsch, wo man auch eine Bierverkostung machen oder ein Menü mit Bierbegleitung wählen kann, als auch im Foyer: Dort gibt es nämlich eine Verkaufsecke mit Bier aus vielen Ländern. Im Restaurant kann man zu den Wildgerichten übrigens auch das Hausbier trinken: Das Wildes Hirschbier hat Biersommeliere Johanna Röhrich mit einem Brauer zusammen fürs Familienrestaurant entwickelt. „Es riecht nach Holz, Wald, Laub und Pilzen“, beschreibt sie es bei der Bierverkostung. Das liege unter anderem am Dinkel- und am Emmermalz. Wem das zu eigenwillig klingt, der muss sich nicht sorgen: Bei 50 verschiedenen Bieren im Hopfenhotel sollte für jeden Geschmack eines dabei sein.

Ich habe im Rahmen meiner Bloggerreise in die Hallertau kostenlos im Hotel übernachtet und gegessen.

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