Stadtwandern in Köln: Auf den Monte Troodelöh

Hier geht’s zum Monte Troodelöh

Es ist eine der typisch kölschen Geschichten. Da kommen 1999 drei Männer auf die Idee, den höchsten Punkt Kölns ausfindig zu machen, hinaufzuwandern, und ihm einen Namen zu geben. Geboren ist der Monte Troodelöh. Er liegt im Königsforst, hart an der Grenze zu Bergisch-Gladbach. Sein Name leitet sich ab von den Nachnamen der drei Erstbesteiger: Troost, Dedden und Löhmer. Wie es sich für einen höchsten Punkt gehört, gibt es natürlich auch einen Gipfelstein mit Plakette, eine Schutzhütte – und sogar einen kleinen Metallkasten mit Gipfelbuch und -stempel. Willkommen in Köln! Es lohnt sich, einen Blick in das Gipfelbuch zu werfen, die Einträge sind tatsächlich ziemlich amüsant.

Besser mal einen Blick auf eine Karte werfen

Umso erstaunlicher finde ich es, dass der Monte Troodelöh nicht besonders oft ausgeschrieben ist. Dank unserer sachkundigen Führerinnen hatten wir zwar kein Problem ihn zu finden. Besser ist jedoch, wenn man sich vor der Besteigung einmal auf einer Karte ansieht, wie man das Ziel erreicht. Allerdings: So richtig verlaufen kann man sich im Königsforst nicht – auch wenn man dort einige Kilometer zurücklegen kann. Und sollte man doch nicht weiter wissen, fragt man eben andere Wanderer, die einem ständig entgegen kommen. 

Unsere Wanderung auf den Monte Troodelöh

Wie wir den Kölner Gipfel erreicht haben, könnt Ihr übrigens bei Komoot sehen.

Unsere Wanderung begann an der Haltestelle Brück Mauspfad. Nach wenigen Metern durch den Ort waren wir ziemlich schnell im Wald. Von dort führte der Weg vorbei an den Wildschweinen in ihrem Gehege immer weiter, und dann leicht bergauf. Vom Gipfelpunkt aus sind wir zu einer Wassertretstelle gegangen. Dazu muss die Schutzhütte rechts von Euch sein. Dann geht man im Prinzip immer geradeaus. Nicht wundern, der Weg steigt weiter an. Allerdings ist man hier eben nicht mehr auf Kölner Gebiet. Schließlich fällt der Weg wieder ab, und ermüdete Wanderer können ihre Füße im Wasser kühlen. Das mag erst einmal schmutzig aussehen, das Wassertreten ist nach dieser qualvollen Bergbesteigung jedoch höchst erfrischend. Man sollte nur etwas vorsichtig sein, der Boden kann rutschig sein. Am Wassertretbecken gibt es übrigens auch schöne Möglichkeiten für ein Picknick. Allerdings ist der Platz natürlich auch bei anderen Wanderern beliebt. Darum sollte man sich nicht darauf verlassen, dort einen Tisch zu ergattern.

Vom Monte Troodelöh zurück in die Stadt

Von hier ist es übrigens nicht mehr weit bis zur Haltestelle Königsforst. Die Bahnen fahren am Wochenende zwar nicht ganz so oft. Das macht aber eigentlich nichts, den es gibt hier ein italienisches Eiscafé mit riesigen Eisbechern. Kalorien, die man sich nach dem anstrengenden Aufstieg bestimmt verdient hat.

Übrigens: Wer das Rheinland kennt, weiß wie flach es hier ist. Dementsprechend ist natürlich auch der Monte Troodelöh kein echtes Gebirge. Vielmehr ist die Erhebung gerade einmal 118 Meter hoch. Der Berg hat übrigens eine eigene Internetseite.

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