Mit Eat the World rund um den Eigelstein

Er ist einer der schönsten Plätze in Köln: der Eigelstein. Von der Torburg in der Mitte gehen strahlenförmig Straßen ab. Rundherum ist Gastronomie: Cafés, Restaurants, Döner- und Burger-Läden haben draußen Stühle stehen. Im Sommer ist das fast wie in Italien. Rund um den Eigelstein bietet Eat the World eine ihrer Stadtführungen mit Verkostungen an.

Für mich war es nicht die erste Tour dieser Art. Das Konzept kenne ich aus Sülz und Berlin. Trotzdem fand ich diese besonders gut. Denn Kerstin, unser Guide, hat viel kölschen Humor. Da wird aus Agrippina, der Namensgeberin der Stadt, mal eben dat Agrippinchen. Und der kölsche Eigelstein flott verglichen mit Paris und Chicago. 

Rund um den Eigelstein: zwischen Tradition und Trendviertel

Bei unserem Spaziergang durch die Straßen kann Kerstin eine Menge von dem erzählen, was eben nicht im Reiseführer steht: Da ist der Antiquitätenladen, in dem schon Promis wie Biolek und Millowitsch, aber auch die Tatort-Kommissare Ballauf und Schenk waren. Die Filiale eines deutschen Bäckers, geführt von einer Türkin – die darauf sehr stolz ist. Die Filmpalette, deren kleine Säle in Corona-Zeiten wieder beliebter sind als Riesen-Kinos, in denen man auf mehrere hundert Gäste trifft.

Und dann kommt noch dazu, dass der Eigelstein an sich natürlich trägt: In direkter Nachbarschaft zum verrufenen Ebertplatz schwappt von dort ab und zu durchaus gewöhnungsbedürftiges Publikum herüber. Allerdings: der Eigelstein selbst hat auch schon andere Zeiten hinter sich: Hier war früher der Strich, an dem sich Puff an Püffchen reihte. Eines gibt es wohl noch – von außen sieht es aus wie eine ganz normale Veedelskneipe. Und wo die rote Laterne brannte, war Drogenschmuggel, Geldwäsche und Hehlerei nicht allzu fern. So war es hier früher. Damals, als der Dummse Tünn und Schäfers Nas hier das Sagen hatten. Zwei Unterwelt-Könige, in Köln bekannt wie bunte Hunde.

Eigelstein: Gelebte Vielfalt

Neben der Geschichte der Stadt und den Geschichten rund um den Eigelstein führt Kerstin ihre Gäste auch in Restaurants und Läden, die mit Eat the World zusammenarbeiten. Das sind vom Bäcker über die Eisdiele bis zum Brauhaus einige. Pro Tour gibt es aber nur sechs Stopps, so dass das Programm immer wieder einmal wechselt. „Die Wundertüte vom Eigelstein“ nennt Kerstin das. Wir hatten beispielsweise Falafel, Baklava und Börek – typisch Eigelstein eben. Denn auf der Weidengasse dürfte man neben der Keupstraße auf der schäl Sick das beste türkische Essen bekommen. Aber es gab auch unter anderem auch eine Bulette – und noch einige andere Köstlichkeiten.

Tipp: Am Eigelstein finden Fotografen viele teils kuriose Motive. Es lohnt sich, mit ein bisschen Zeit durch die Straßen zu schlendern und auch mal an den Häusern hinauf zu schauen. 

Gut zu wissen

  • Auf dem Eigelstein war die erste Brauerei Kölns. In der besten Zeit gab es dort 18 Brauereien.
  • Die Eigelsteintorburg war das nördliche Stadttor in der mittelalterlichen Stadtmauer.
  • Hier steht das schmalste Haus der Stadt mit 2,56 Metern Breite. Ein ähnlich schmales Haus steht übrigens in Ehrenfeld.
  • Am Eigelstein gab es früher eine Wagenbauerei, in der Kutschen gebaut wurden. Heute ist dort ein Antiquitätenhändler.
  • Am Eigelstein treffen die Altstadt-Nord und die Neustadt-Nord aufeinander.

Als Journalistin halt ich mich an den Pressekodex des Presserats. Eat the World hat meinen Mann und mich zu der Stadtführung eingeladen.

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