Köln: Vom Wiener Platz bis zur Eigelstein-Torburg

Haltestelle Wiener Platz an einem Sonntagvormittag während der Corona-Krise
Haltestelle Wiener Platz an einem Sonntagvormittag während der Corona-Krise

Raus gehen ist erlaubt – aber in Zeiten von Corona soll man Abstand halten. Das ist in den beliebten Kölner Grünanlagen wie dem Inneren Grüngürtel beispielsweise gar nicht so einfach. Wir haben darum für eine Stadtwanderung eine andere Strecke gesucht – quasi jenseits der ausgetretenen Touristenpfade und trotzdem mit einem Maximum an Grün. Und das ist das Ergebnis:

Köln-Mülheim: Vom Wiener Platz zum Rhein

Der Wiener Platz, sonst wuselig und ein Knotenpunkt für KVB-Nutzer, ist bei unserem Start am Sonntagvormittag leer. Von hier gehen wir parallel zur Mülheimer Brücke zum Rhein – und schon haben wir viel Natur um uns herum. Am Rhein entlang kommen wir gleich an zwei zumindest kleinen Attraktionen vorbei: Da ist die bei Läufern gefürchtete schmale und sehr steile Brücke, die vom Mülheimer Ufer auf die Landzunge mitten im Rhein führt. Sie wird Katzenbuckel genannt, und wird im Band 1 der 111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss, erwähnt. Schließlich hat man von dort einen guten Blick auf den Dom.

Der Katzenbuckel am Rhein
Der Katzenbuckel am Rhein

Nur wenige Meter weiter kommt man an Lindgens Lokschuppen vorbei. Dort entsteht derzeit für Feinschmecker ein Hotspot: Sterneköchin Julia Komp wollte bereits Ende März dort ihr neues Bistro eröffnen. Wegen Corona musste die Eröffnung zunächst auf Ostern und jetzt sogar noch weiter nach hinten verschoben werden. Bei gutem Wetter gibt es dort jetzt erst einmal Take away Gerichte.

Über den Rhein und weiter zum Eigelstein

Köln: Vom Wiener Platz bis zur Eigelstein-Torburg
Das Köln-Panorama von der Zoobrücke

Weiter am Rhein entlang ist man schnell an der Zoobrücke. Auf ihr den Rhein zu überqueren ist natürlich nicht so schön: Der Verkehr düst auch in Corona-Zeiten an einem vorbei, der Wind zerrt an den Haaren – aber der Blick auf Köln ist von hier immer wieder schön. Auf der anderen Seite angekommen wäre der Skulpturenpark eine schöne Adresse. Darum geht man also am Rhein entlang weiter bis zur Bastei. Direkt dahinter beginnt das Grün rund um den Ebertplatz. An der Ecke zur Turiner Straße überquert man die Straße und steht vor der Eigelstein-Torburg. Ist Euch schon einmal der Bootsrumpf im Inneren des einen Turms aufgefallen? In den 111 Kölner Orten Band 2 lese ich, dass 1914 nach einem Seegefecht das Wrack eines Rettungsbootes des Kreuzers Cöln auf Norderney angespült worden war. Jetzt hängt es eben am Eigelstein.

Nur wenige Meter weiter Richtung Hauptbahnhof gibt es eine weitere Attraktion: Kölns schmalstes Haus am Eigelstein 115, das in den 111 Orten die Nummer 89 hat. Demnach ist das Haus nur 2,56 Meter breit – aber auf vier Stockwerken jeweils 33 Meter lang. Um die Ecke ist übrigens eine meiner Kölner Lieblingsstraßen, Im Stavenhofen. Früher ein Teil des Rotlichtviertels. Heute einfach nostalgisch schön.

Wir sind diese Strecke in knapp einer Stunde gemütlich gegangen. Sie ist auch für Läufer geeignet, die mit der Bahn anreisen: Die Treppen am Rhein und hoch zur Zoobrücke beziehungsweise wieder hinunter sind ein gutes Training für den Brückenlauf. Vom Eigelstein kommt man entweder gut mit der Bahn weiter. Man kann aber auch beispielsweise noch bis Ehrenfeld gehen. Dazu bietet es sich an, durch den August-Sanders-Park hinter dem Mediapark zu gehen, und dann über den Herkulesberg.

Köln: Vom Wiener Platz bis zur Eigelstein-Torburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich stimme zu

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.