Laufstrecken in Köln: Innerer Grüngürtel

 Innerer Grüngürtel: Sommer und Sonnenschein
Innerer Grüngürtel: Sommer und Sonnenschein

Wer in der Kölner Innenstadt, in Nippes oder Ehrenfeld wohnt, der hat es erfreulicherweise trotzdem meist nicht weit ins Grüne. Schließlich zieht sich das breite Band des Inneren Grüngürtels vom Rheinufer in Riehl gut sieben Kilometer lang bis zur Luxemburger Straße. Der Innere Grüngürtel ist allerdings in manchen Abschnitten so beliebt, dass man dort im Sommer nur schwer ein freies Plätzchen bekommt. Und in Zeiten von Corona kann es schwierig werden, den Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. 

Davon abgesehen ist der Innere Grüngürtel für Spaziergänger und Läufer bestens geeignet, weil man nur wenige Straßen überqueren muss und lange Strecken laufen kann. Es gibt außerdem einige zusätzliche Freizeitangebote zum Grün – und wer beispielsweise für den Köln-Marathon trainiert, kann seine Laufrunden dort nahezu beliebig ausdehnen.

Innerer Grüngürtel in Riehl

An der Zoobrücke in Riehl ist der Grüngürtel noch nicht als solcher zu erkennen. Dort gibt es aber einige Sehenswürdigkeiten: den Skulpturenpark, den Zoo und die Flora nämlich. In der Flora kann man sehr weite Strecken zurücklegen und sich verschiedene Gärten ansehen: Die Flora ist sowohl Botanischer Garten als auch Gebirgsgarten oder Rheinischer Bauerngarten – je nachdem, in welcher Ecke man ist. Zusätzlich gibt es Schaugewächshäuser.

Folgt man der Inneren Kanalstraße, kommt man hinter dem Lentpark zum Fort X mit seinem Rosengarten – noch immer ein kleiner Geheimtipp in Köln, allerdings zur Rosenblüte natürlich von vielen Menschen gerne besucht. Jetzt wechselt man auf die andere Seite der Inneren Kanalstraße. Hier zieht sich in Nippes der Lohse-Park bis zur Escher Straße. Er ist ein Treffpunkt für die Anwohner, die dort im Sommer in der Sonne liegen, Skateboard fahren, auf Bänken sitzen – oder eben flanieren und joggen.

Ehrenfeld: Im Herzstück des Inneren Grüngürtels

Zwischen der Escher Straße und dem Gleisdreieck ist es nicht besonders schön. Direkt am Gleisdreieck kommt man dann aber auf das Herkulesberggelände. Dazu wird es bald einen eigenen Beitrag geben. Hier kann man auch durch naturbelassene Wiesen und den kleinen Wald weiter laufen bis zur Subbelrather Straße. Dort kommt man dann ins Herzstück des Inneren Grüngürtels. Im Schatten des Colonius ist eigentlich zu jeder Jahreszeit etwas los: Hier balancieren Leute auf Slacklines, andere joggen und fahren mit dem Rad, und im Sommer wird die große Wiese natürlich von vielen Sonnenanbetern genutzt. In diesem Teil des Grüngürtels gibt es Spiel- und Tennisplätze, Basketballkörbe, einen Wasserspielplatz, der langsam wieder aufgebaut wird und einen Outdoor-Fitnessparcours auf der Ecke zur Vogelsanger Straße.

Innerer Grüngürtel: Zentrale Punkt ist der Colonius
Innerer Grüngürtel: Zentrale Punkt ist der Colonius

Innerer Grüngürtel: Am Aachener Weiher

Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Aachener Weiher. Wer ganz korrekt ist, nennt diesen Teil Hiroshima-Nagasaki-Park. Für Läufer ist dieser Grüngürtel-Abschnitt etwas anspruchsvoller, weil es hügelig ist. Neben dem Hauptweg, der ziemlich genau in der Mitte über den Hügel führt, kann man auch die schmaleren Wege rechts und links nehmen, die beide ebenfalls recht steil ansteigen. Am Aachener Weiher gibt es einen Biergarten mit Hollywoodschaukeln – kein Wunder, dass dort im Sommer ein echter Hotspot ist. Auch der Hügel hinter dem Weiher ist bei Grillfreunden an warmen Abenden beliebt. Dann muss man schon Glück haben, um noch einen freien Fleck für die Picknickdecke zu finden.

Auf dieser Höhe können erfahrene Läufer außerdem Richtung Kanäle abbiegen. Diese bringen sie bis in den Stadtwald und zum Stadion. Wer für einen (Halb-)Marathon trainiert, kommt hier auch bis zum Äußeren Grüngürtel am Decksteiner Weiher.

Auf Höhe der Uni

Auf der anderen Seite des Hügels, jenseits der Bachemer Straße, wird der Grüngürtel hinter der Uni schmaler. Hier wird gerne Fußball gespielt, und während des Semesters sind hier viele Studierende unterwegs, die auf dem Weg in die Mensa oder zurück sind. Das letzte Stück des Inneren Grüngürtels führt dann bis zur Luxemburger Straße. Wer von dort möglichst geradeaus weiterläuft, unter einer Eisenbahnbrücke hindurch, der kommt in den Volksgarten und von dort bis zum Rhein – dazu muss man allerdings ein bisschen urbanes Umfeld zwischen Volksgarten und Friedenspark in Kauf nehmen.

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