Fastfood in Köln: Wenn’s schnell gehen muss und gut sein soll

Fritten: beliebtes Fastfood - hier im Mad Dogs
Fritten: beliebtes Fastfood – hier im Mad Dogs

Wir müssen uns nichts vormachen: Fastfood ist in aller Regel nicht gesund. Zu wenig Vitamine, zu viel Fett und Kohlenhydrate. Für mich ist das der Grund, warum eigentlich einen großen Bogen mache, um alles, was nach Fastfood aussieht. Allerdings gibt es Situationen, in denen man eben keine Zeit hat. Und dann ist es super, wenn es schnell geht. Und: Im Vergleich zu früher, gibt es jetzt auch einige gesunde Varianten. Davon abgesehen hat die Vielfalt im Fastfoodbereich deutlich zugenommen. Auch geschmacklich ist vieles besser als noch vor einigen Jahren. Timo und ich haben zusammengestellt, wo es uns geschmeckt hat, obwohl es Fastfood war:

Untypisches Fastfood: Pommes im Frittenwerk

Fritten in Amsterdam
Fritten in Amsterdam

Pommes frites, Pommes oder Fritten – egal wie man die frittierten Kartoffelstäbchen nennt, die meisten lieben sie. Fastfood verbinde ich in erster Linie mit Fritten. Schon als ich noch ein kleines Kind war, war das Highlight im Schwimmbadbesuch eine Tüte Fritten. Und im Happy Meal der bekannten Burger-Kette mit den goldenen Bögen habe ich mit Hingabe die einzelnen Fritten aus der roten Tüte gezogen. Auch wenn man in den Niederlanden oder in Belgien unterwegs ist, kommt man an ihnen nicht vorbei . Und im Vereinigten Königreich und in Irland sind sie als Fish&Chips allgegenwärtig.

Fritten aus dem Frittenwerk
Fritten als “Grundlage” im Frittenwerk. Hier die Pink Persia Poutine mit Falafel, Hummus und Quinoa.

Eher als Erlebnis-Essen denn als Snack verkauft die Kette Frittenwerk ihr Produkt: Fritten mit Sauce – aber eben sehr besonderen Saucen, die vom Imbissklassiker Pommes Schranke meilenweit entfernt sind. In den mittlerweile acht Restaurants im ganzen Land gibt es tolle Kreationen. Klassiker ist die kanadische „Poutine“, also Fritten mit einer Bratensauce und Käse. Daneben gibt es diverse wechselnde Variationen, häufig mit Fleisch, oft auch vegetarisch oder vegan. Das Ganze ist immer hübsch anzusehen und sehr instagramable. Die Zubereitung geht immer fix, es dauert meistens länger, einen Platz zum Hinsetzen zu finden. Zumindest in Köln brummt der Laden immer.

(Timo Stoppacher)

Ägyptisches Fastfood: Kuschari

Kuschari: ägyptisches Streetfood
Kuschari: ägyptisches Streetfood

Kurz vor Weihnachten war ich in der Berrenrather Straße in einem Imbiss. Normalerweise esse ich eher in Restaurants. Es musste also schon einen guten Grund für mich geben, meine Mittagspause im Kuschari König zu verbringen. In diesem Fall war das eine Spendenaktion, die ich genutzt habe, das mir unbekannte Gericht zu probieren: Kuschari besteht aus Linsen, Reis und Nudeln und macht dementsprechend satt. Ich fand’s lecker. Unangenehm war mir allerdings, dass ich danach von einer Bekannten auf der Straße gefragt wurde, ob ich gerade Essen war. Wer also noch wichtige Termine im Anschluss hat, sollte vielleicht besser etwas anderes essen.

(Bettina Blaß)

Fastfood gesund: eine hawaiianische Schüssel

Schon seit einigen Jahren sind Buddha Bowls ein Foodtrend, also eine Schüssel, in die diverses, möglichst gesundes Zeug reingeschnibbelt wird. Sieht meistens gut aus und ist lecker. Mit einem hawaiianischen Einschlag werden solche Bowls bei Poké Makai serviert. In den Bowls ist zunächst eine Basis, entweder Reis, Nudeln oder Zucchini-Nudeln. Dann kann man eine Protein-Zutat wie Tunfisch, Lachs, Geflügel oder Tofu wählen. Weiter geht’s mit leckeren, teilweise sehr pikanten Saucen und Gemüse wie Karotten, Algen oder Kimchi. Mir ist es jedoch zu anstrengend, mir die Bowl selber zu gestalten, daher nehme ich meistens eine der „Favourite Bowls“ wie die Spicy Tuna. Derzeit gibt es diesen Laden nur in Köln zwei Straßen vom Dom entfernt in einem sehr kleinen Ladenlokal. Da die Bowls kalt gegessen werden, sind sie erstens in ein paar Minuten fertig. Zweitens kann man sie gut mitnehmen und draußen oder zuhause essen.

Gesundes Fastfood: Bowl
Gesundes Fastfood: Bowl

(Timo Stoppacher)

Auch Dean & David bietet eine relativ gesunde Variante des Fastfoods. Die Kette gibt es bundesweit fast schon so oft wie Sand am Meer. Ich gehe tatsächlich gerne in die Läden, weil es dort außer Sandwich auch große Salate und Suppen gibt. Besonders praktisch: Viele Dean & David sind in Hauptbahnhöfen – und da halte ich mich ja aus beruflichen Gründen sowieso oft auf.

Typisches Fastfood in der Deluxe-Variante: Mad Dogs

Normalerweise mag ich keine Hotdogs: Das Brötchen ist mir zu labberig, die Wurst sowieso nicht mein Geschmack. Auf der Aachener gibt es aber seit März 2018 die Mad Dogs. Ich bin dort eher zufällig mit einer Kollegin gelandet, und habe ziemlich gestaunt, als ich die Karte sah: Hot Dogs im BBQ-Style, mit Chili, orientalisch oder italienisch. Die Macher haben meiner Meinung nach erkannt, dass es zu viele Burger Bars gibt – und darum den Hotdog weiterentwickelt. Durchdachtes Konzept, und im Prinzip nur die konsequente Weiterentwicklung des Burger-Bar-Erfolgs. Wie ich aber bei meinem Besuch erfahre, hat es aber ein bisschen gedauert, bis sich potenzielle Kunden darauf einließen. Mein Tipp: Bestellt die Pommes mit Käse und Chili nur zum Hotdog dazu, wenn Ihr wirklich sehr hungrig seid – oder teilt Euch eine Portion. Sie war zumindest bei meinem Besuch riesig.

(Bettina Blaß)

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