5 Tipps für Turin

Bahnhof in Turin

Zwischen Mailand und Genua, etwas versetzt Richtung Alpen und Frankreich, liegt Turin im Norden Italiens. Torino, wie die Stadt auf Italienisch heißt, hat rund 900.000 Einwohner*innen und ist die Hauptstadt der Region Piemont. Turin ist nach Rom, Mailand und Neapel die viertgrößte Stadt des Landes – und entsprechend sieht es dort aus: Die Straßen sind breit und lang, Bogengänge ermöglichen bei jedem Wetter einen trockenen Spaziergang durchs Stadtzentrum, vorbei an Cafés und Geschäften. Große Plätze mit hohen Straßenleuchtern aus dem 16. und 18. Jahrhundert bilden kleine Zentren. Und wenn du jetzt denkst, das klinge nicht nur großstädtisch, sondern sogar nach einer Hauptstadt, dann hast du nicht unrecht: Zwischen 1861 und 1865 war Turin tatsächlich die erste Hauptstadt Italiens.

Voraussichtliche Lesedauer: 5 Minuten

Bogengang in Turin
Bogengang in Turin

Neben der Modemetropole Mailand und Genua mit Zugang zum Meer und der historischen Altstadt ist Turin bei Tourist*innen nicht die erste Wahl. Trotzdem lohnt sich ein Besuch in der Stadt. Denn 

  1. ist sie nicht überlaufen, 
  2. ist das Stadtbild mit seinen majestätischen Plätzen, Gärten, Straßen und Gebäuden durchaus einen Besuch wert. 

Was zu einem Turin-Besuch gehört

Ganz wichtig ist hier außerdem der Wermut, der dort im vergangenen Jahrhundert erstmals im großen Stil produziert wurde. Darauf einen Negroni, eine Mischung aus Wermut, Gin und Campari. Salute!

Eine Sehenswürdigkeit ist außerdem das Turiner Grabtuch, das das Bildnis eines Menschen zeigt. Viele Gläubige halten es für das Grabtuch von Jesus. Besucher*innen können es im Turiner Dom betrachten. Wir waren allerdings nicht da. Weil das Wetter für Oktober spät sommerlich warm war, haben wir bei unserem Interrailtrip einen Spaziergang durch die Stadt vorgezogen: Entlang des Corso Vittorio Emanuele II unter den Bogengängen bis zur Piazza Carlo Felice. Von dort durch das Zentrum mit den vielen Geschäften bis zum Palazzo Carignano. 

Spaziergang durch die Stadt

Da Turin im Zentrum die Struktur eines Schachbretts mit überwiegend rechtwinklig verlaufenden Straßen hat, ist es einfach, sich dort zu orientieren. Diesen Aufbau verdankt die Stadt übrigens dem römischen Militärlager, das hier 28 vor Christus errichtet worden war und erhalten blieb. 218 vor Christus gab es dort wohl auch schon eine Siedlung, die aber zerstört worden war.

Aus dem Zentrum heraus sind wir über die schräg verlaufende Via Po bis zum gleichnamigen Fluss gegangen. Dort einige Meter entlang des Ufers, die Treppe hinauf und durch die Via Cavour und die parallel verlaufende Via Giuseppe Mazzini. Diese wird speziell nach der Via Accademia Albertina zu einem beliebten Ausgehviertel mit kleinen Läden und hübschen Restaurants.

Wir waren bei unserem Interrailtrip nur einen halben Tag in Turin. Das hat gereicht, um das Wichtigste zu sehen, gut zu essen und Negroni zu trinken. Willst du auch in eines der Museen gehen oder dich im Sommer länger in den Parks aufhalten oder ausgiebig einkaufen, solltest du ein verlängertes Wochenende einplanen.

Turin kurz zusammengefasst

In Turin solltest du 

  1. Durch die hohen Bogengänge schlendern und vor allem in der Via Vittorio Emanuele II immer wieder nach oben auf die beleuchteten Schriftzüge blicken. Sie haben einen gewissen Retrocharme.
  2. Auf die vielen Kleinigkeiten achten, die im Stadtbild versteckt sind: Ein Brunnen in Form eines Wasserhahns im Park an der Piazza Carlo Felice, die mit vielen Pflanzen zugewachsenen Fenster in dem Viertel an der Via Accademia Albertina oder den buntbemalten Platz für Kinder dort um die Ecke.
  3. Negroni trinken – oder ein anderes Getränk, in dem Wermut enthalten ist.
  4. Gut italienisch essen. Im Restaurant La Capannina sind wir ausgesprochen freundlich bedient worden, hatten eine piemontesische und recht fleischlastige Vorspeisenplatte sowie hervorragende und riesige Pizza.
  5. Wir haben im NH Hotel übernachtet. Das ist nur etwa fünf Minuten vom Bahnhof Porta Susa entfernt. Wer einen ausgedehnten Spaziergang machen möchte, kann von dort ins Zentrum und bis zum Po sowie wieder zurück zu Fuß gehen. Das Zimmer war recht neu und ruhig, das Frühstück etwas feingebäcklastig.

Von Turin sind wir nach Venedig gefahren.

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