Elsass: Im Feinschmeckerparadies

Guggelhupfformen
Guggelhupfformen

Flammkuchen und Wein, das fällt vermutlich jedem sofort ein, wenn er an das Elsass denkt. Beides ist richtig – aber der schmale Streife Land an der französisch-deutschen Grenze hat noch so viel mehr für Feinschmecker zu bieten. So ist Gertwiller beispielsweise das Zentrum der Lebkuchenbäcker. Gleich zwei Lebkuchenmuseen und –läden gibt es dort: Pain d’Epices Lips ist an der Kirche und hat eine kleine Einkaufsmöglichkeit. Das Museum ist eher eine Sammlung von alten Küchengegenständen wie beispielsweise Guggelhupfformen. Im Palais du Pain d’Epices an der Hauptdurchgangsstraße bekommt man einen Schnelldurchlauf zur Lebkuchenherstellung. Allerdings ist dieses Museum sehr auf Kinder ausgerichtet ist. Der zugehörige Laden ist sehr groß und bietet ganz unterschiedliche Lebkuchenprodukte, auch beispielsweise Bier und Marmelade mit Lebkuchengeschmack. Im Onlineshop kann man die Leckereien aus der Ferne bestellen.

Sauerkraut, Käse und Wein

Ganz in der Nähe ist Krautgersheim, ein Ort, der bekannt ist für seine Sauerkrautproduktion. Überhaupt gibt es Sauerkraut in nahezu jedem Restaurant – mal mit Fisch, mal mit Fleisch oder Wurst. Fährt man über die elsässische Weinstraße zwischen Marlenheim und Tham, kommt man gefühlt an jeder Straßenecke an einem Winzerbetrieb vorbei, der elsässische Weine verkauft. Außerdem stehen am Straßenrand häufig Schilder, die auf Bauernhöfe hinweisen, die ihr Gemüse und ihr Obst im Direktvertrieb anbieten.

An der Weinstraße liegt auch Riquewihr, ein Ort, an dem man auch sonntags gut die Delikatessen der Region einkaufen kann: Kokosmakronen frisch aus dem Ofen im Palais de Riquewihr, Käse aus dem Keller, Wein, Leberpastete oder den Fleisch-Kartoffel-Eintopf Baeckeoffe bekommt man hier zum Mitnehmen in vielen Geschäften in der Altstadt.

Am nördlichen Ende der Weinstraße, oberhalb von Obernai, führt der Weinlehrpfad entlang. Um ihn zu erreichen, fährt man mit dem Auto auf den Berg. Am Mahnmal, dem großen Kreuz, gibt es einige Parkplätze. Dann folgt man den Schildern des Weinlehrpfades und kann sich an den Informationstafeln darüber informieren, wie Wein angebaut wird. Von dort oben hat man einen tollen Blick über Obernai und die Region.

Wo wir gegessen und eingekauft haben

Im Elsass gibt es Dutzende Spitzen- und Sternerestaurants. Mein Tipp: Auf jeden Fall einen Tisch reservieren. Wir haben an zwei Abenden erlebt, dass Gäste ohne Reservierung wieder gehen mussten, weil alle Tische besetzt waren. Außerdem schließen im Februar die Restaurants ziemlich früh. Darum sollte man nicht zu spät Essen gehen.

  • In Obernai gibt es die Winstub Le Caveau de Gail. Dort bekommt man für wenig Geld ein hervorragendes regionales Drei-Gang-Menü. Ich hatte Foie Gras, Sauerkraut mit Fisch und Münsterkäse.
  • Winstub La Dime in Obernai. Sehr guter Flammkuchen.
  • La Halle aux Blés in Obernai. Guter Baeckeoffe mit sehr zartem Fleisch, etwas muffeliger Service.
  • In Mittelbergheim gibt es die Domaine Armand Gilg. Wir haben dort Cremant probiert und im Anschluss gekauft. Die Winzerfamilie verschickt Flaschen auch nach Deutschland, doch das ist teuer.
  • Käse haben wir in Riquewihr in der Cave d’Affinage an der Hauptdurchgangsstraße gekauft.
  • Übernachtet haben wir im Hotel Le Colombier. Ganz hübsche Zimmer mit Blick über die Dächer Obernais. Gebucht hatten wir unser Wochenende über Secret Escapes.

Wie wir uns informiert haben

Infomaterial
Infomaterial

Atout France, das Fremdenverkehrsamt von Frankreich, hat mich im Vorfeld mit Informationen versorgt – unter anderem mit einer Landkarte, auf der besonders sehenswerte Orte und die Weinstraße eingezeichnet sind. Außerdem überließen sie mir das Magazin Elsass. Weinland par excellence (Werbe-Link zu Amazon) als Reiseführer. Natürlich haben wir uns auch im Internet informiert. Und letztlich sind wir manchmal einfach dahin gegangen, wo’s besonders schön aussah.

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