Unterwegs auf der Isle of Skye

Schäferwagen und Esel
Schäferwagen und Esel

„Zwei Tage auf der Isle of Skye – bei gutem Wetter werdet Ihr bemerken, dass das viel zu kurz ist“, sagte ein älterer Schotte in Ullapool zu uns. „Bei schlechtem Wetter dagegen werdet Ihr feststellen, dass zwei Tage verdammt lang sein können.“ – Wir hatten Glück: Wir kamen bei Regen an, und auch der Tag unserer Abfahrt war nass. Aber die beiden Tage dazwischen waren Hochsommer mit blauem Himmel und sengender Sonne. Hervorragendes Wetter, um die Insel mit dem Auto und zu Fuß erkunden.

Wandern auf Skye

Am ersten Tag fuhren wir bis Portree. Der Ort ist überlaufen mit Touristen. Wir mieden darum das Zentrum und fuhren Richtung Norden. Wenn es nach dem Ortskern den Berg hinauf geht, sind rechts Parkbuchten. Von dort hat man einen besonders schönen Blick auf die bunten Häuser am Pier. Außerdem ist man hier nahe am Wanderweg Scorrybreac. Die Beschreibung, um den Startpunkt zu finden, ist ein bisschen dürftig. Wer den Blick auf die bunten Häuser hatte, orientiert sich an einem Schild Richtung Budhmor. Außerdem sollte das Cuilin Hills Hotel angeschrieben sein. Der Wanderweg startet dann ungefähr in Höhe des Yachtclubs. Dort gibt es auch eine Parkbucht für vielleicht drei Autos. Alleine darum ist es besser, das Auto an der Hauptstraße stehen zu lassen, und zu Fuß in die Bucht hinunterzugehen.

Hat man den Einstiegspunkt gefunden, ist eigentlich alles ganz einfach, denn die rund drei Kilometer lange Strecke ist gut ausgeschildert. Allerdings sollte man sich von der Länge nicht täuschen lassen: Die Strecke ist zwar kurz, zwischendrin aber sehr steil. Dafür hat man natürlich einen tollen Blick über die Wiesen aufs Meer. Später, im Landesinneren, fand ich die Strecke nicht mehr so überzeugend, aber dort ist man auch nicht lange unterwegs.

Die zweite Wanderung macht vermutlich nahezu jeder, der die Insel besucht. Zumindest ist die Straße unterhalb der Felsnadeln, die The old Man of Storr bilden, gut zugeparkt. Von dort geht ein Rundweg nach oben. Mein Eindruck: Links herum ist der Weg nicht ganz so steil wie rechts. Nichtsdestotrotz ist er verdammt steil. Am Scheitelpunkt geht ein weiterer Weg noch höher. Dieser Weg ist nicht mehr so gut, er ist steil, aber er ist auch für diejenigen machbar, die keine Bergwanderer sind. So kommt man recht nah an die Felsen heran.

Tour mit dem Auto

Wir sind außerdem mit dem Auto bis in den östlichen Norden gefahren, und am nächsten Tag an der Küste entlang in den Westen. Dabei ist die Strecke durch den Westen deutlich weniger befahren. Allerdings gibt es dort auch viel weniger Parkmöglichkeiten. Die Ausblicke sind trotzdem auch hier toll. Da viele Strecken Single Track Roads sind, muss man für beide Touren mehr Zeit einplanen, als man denken würde. Außerdem macht es natürlich auch Spaß, ab und zu anzuhalten, auszusteigen, den Blick zu genießen, oder in einem der vielen Cafés an der Strecke kurz zu stoppen.

Wer Touristen möglichst vermeiden möchte, fährt am besten die schmale, enge Straße bis Heasta. Dort gibt es außer Schafen, Lämmern und toller Natur nichts zu sehen. Aber zumindest hat man ein bisschen seine Ruhe. Wir hatten dort unsere Unterkunft in Schäferwagen. Fährt man zurück Richtung Portree, kommt man nach Harrapool. Dort gibt es eine Pizzeria, in der es Pizza gibt mit höllisch scharfer Hirschsalami und mit Fisch von den Hebriden.

Kommentar verfassen