Skane in Südschweden: Städtetrips nach Malmö, Ystad und Lund

Skane in Südschweden: Städtetrips nach Malmö, Ystad und Lund
Ystad in Südschweden

Strand, weite Wälder, kleine bunte Häuschen in übersichtlichen Städten und ganz viel Kanelbulle. Das ist Skane, die südlichste Provinz in Schweden, manchen besser bekannt als Schonen. Von Norddeutschland nach Südschweden ist es nur ein Katzensprung: Von Travemünde, Rostock und Sassnitz fahren Fähren nach Trelleborg. Oder man nimmt den Flieger von Düsseldorf nach Malmö. Das dauert etwa 50 Minuten, die CO2-Kompensation über Atmosfair kostet 10 Euro pro Person (Stand 1/2020).

Malmö ist die größte Stadt in der Region und die drittgrößte in ganz Schweden. Im Vergleich zur drittgrößten Stadt in Deutschland, München, ist Malmö mit seinen etwa 317.000 Einwohnern jedoch eher beschaulich. Die Altstadt ist rund um den Lilla Torget: Hier sind viele Cafés und Restaurants, Kopfsteinpflaster und einige Fachwerkhäuser. Von dort kommt man zu Fuß durch die Einkaufsstraßen bis ins multikulturelle Möllevangen. In Malmö sind das Schloss mit seinen ganz unterschiedlichen Museen und das Disgusting Food Museum einen Besuch wert. Über Malmö lest Ihr bald mehr in einem anderen Artikel. Außerdem bietet sich ein verlängertes Wochenende an, um mit dem Zug über die Öresundbrücke nach Kopenhagen in Dänemark zu fahren. Wer noch etwas länger in Malmö ist, sollte sich aber in Skane umsehen.

Unterwegs in Skane mit dem Zug

Das ist problemlos möglich, weil es in Südschweden ein gutes Zugnetz und ein 24-Stunden-Ticket gibt, mit dem man in der ganzen Region herumfahren kann. Somit sind Besuche entlang der Küste bis nach Helsingborg im Norden genauso möglich wie die Fahrt nach Trelleborg in den Süden oder bis nach Ystad im Osten. Und natürlich auch ins Landesinnere. Weil viele Orte recht klein und die Entfernungen oft nicht zu weit sind, kann man gut zwei an einem Tag besuchen: Wir haben uns für Ystad und Lund entschieden.

Ystad in Skane: Unterwegs auf Wallanders Spuren

Ystad ist von Malmö aus etwa eine Stunde im Zug nach Osten. Der Bahnhof liegt so zentral, dass man sich das Örtchen zu Fuß anschauen kann. Ystad ist bekannt, weil dort die Henning Mankell Romane rund um Kommissar Wallander spielen. Kein Wunder, dass es in der Tourismuszentrale gegenüber des Bahnhofs eine Broschüre für einen Wallander-Spaziergang durch die Stadt gibt, übrigens auch auf deutsch. Sie kostet fünf Euro, das Geld geht an ein afrikanisches Hilfsprojekt. 

Die Broschüre enthält eine Innenstadtkarte, in der die Gebäude und Orte verzeichnet sind, die in den Büchern und Filmen eine Rolle spielen. Das ist ganz nett – wenn man aus der Reihe gerade ein Buch gelesen oder einen Film gesehen hat. Liegt schon viel Zeit dazwischen, ist dieser Spaziergang wahrscheinlich eher nicht ergiebig. Was aber auf jeden Fall geht: Direkt am Bahnhof, auf der rechten Seite, ist eine unscheinbare Bäckerei. Dort hat Wallander gerne eingekauft. Und dort gibt es neben Filmplakaten und Szenefotos an den Wänden auch eine Wallanderschnitte, polizeiblau umhüllt, mit viel Creme, Sahne und Alkohol. Die Preise sind fair, und neben den vielen Touristen sind dort auch viele Einheimische, die ein belegtes Brötchen zur Mittagszeit essen.

Ystad ist aber auch ganz nett, wenn man kein Wallanderfan ist. Reiseführer empfehlen als Sehenswürdigkeit das wahrscheinlich älteste Fachwerkhaus Nordeuropas auf der Ecke der Pilgrändstraße zur Fußgängerzone. Ehrlich gesagt hat mich dieses Haus nicht besonders beeindruckt. Was aber durchaus sehenswert ist, ist der Fachwerkkomplex „Per Helsas gard“ einige Meter weiter Richtung Neues Rathaus. Dort gibt es auch einen Innenhof mit Cafés und Geschäften. Außerdem ist in Ystad das Kloster mit seinen kleinen Gärten und den umliegenden schmalen Gassen sehr hübsch. 

Lund: Freilichtmuseum und Dom

Von Ystad fährt man über Malmö nach Lund. Lund ist von Malmö nur knapp 20 Minuten entfernt. Auch in Lund liegt der Bahnhof so zentral, dass man zu Fuß zum Dom gehen kann. Dort ist die astronomische Uhr eine Sehenswürdigkeit. Außerdem kann man in die Krypta gehen: Dort gibt es große Grabplatten und dicke Säulen. Im Altarraum ist außerdem ein sehenswertes hölzernes Chorgestühl, in das Figürchen, Gesichter und Ranken geschnitzt sind.

Deutlich spannender finde ich allerdings das Museum Kulturen. Neben mehreren Ausstellungen im Hauptgebäude ist dort angeschlossen ein Freilichtmuseum, das man durch einen kurzen Tunnel erreicht. Um einen kleinen See stehen eine hölzerne Kirche, Bauernhäuser und Arbeiterunterkünfte sowie große, labyrinthische Gebäude, in denen Professoren und Buchdrucker lebten. Zur Weihnachtszeit war im Freilichtmuseum alles mit Christbäumen und Plätzchen dekoriert. 

Ich liebe Freilichtmuseen, und habe auf Entdeckungstour in den unterschiedlichen Häusern eine sehr gute Zeit gehabt. Von diesen Sehenswürdigkeiten abgesehen, hat Lund auch ganz nette kleine Geschäfte und Cafés, die die auch die Straßen zurück zum Bahnhof säumen.

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