Parks in Bayreuth: Raus ins Grüne

Einer der schönsten Parks in Bayreuth: der Hofgarten

Bayreuth ist bekannt für Richard Wagner und die Festspiele. Tatsächlich hat die Stadt aber noch ganz andere Dinge zu bieten – zum Beispiel erstaunliche Gärten und Parks. Da ist zum Beispiel mitten in der Stadt, direkt hinter dem Neuen Schloss, der Hofgarten, einer der zentralsten Parks in Bayreuth. Ihn durchziehen zwei Kanäle, die man auf geschwungenen Brücken überqueren kann. Unter den alten Bäumen stehen Sitzbänke, und hier kann man wunderbar seine Mittagspause verbringen oder sich erholen, nachdem man Zeit in den benachbarten Museen verbracht hat: Außer dem Neuen Schloss grenzen nämlich auch das Richard Wagner Museum, das Freimaurer Museum und das Jean Paul Museum direkt an den Hofgarten. Ich war im Sommer schon dort, noch besser hat mir der Park aber im Herbst gefallen, wenn man den Blättern beim Fallen zusehen kann und alles in ein goldenes Licht getaucht wird. Das ist eine bezaubernde Stimmung.

Einmal um die Welt im Botanischen Garten: ein etwas anderer Park

Etwas außerhalb liegt der ökologisch-botanische Garten der Universität Bayreuth. Ihn erreicht man ganz gut mit dem Bus. Die Haltestelle „Universitätsverwaltung“ ist nur wenige Meter entfernt vom Eingang. Das Besondere am ÖBG, wie der Garten abgekürzt heißt, ist die Anordnung der Pflanzen nach Kontinenten. So kann man dort problemlos durch Asien laufen, die USA durchqueren oder einige Stunden in Afrika verbringen. Der ökologisch-botanische Garten ist allerdings mehr als ein Park in Bayreuth: Hier forschen zum Beispiel Studierende der Biologie und der Geoökologie. Sie zählen Insekten, bestimmen Pflanzen oder suchen nach Schmetterlingen. Doch Besucher sind hier trotzdem immer willkommen. 

Welcher Kontinent soll’s denn sein?

Der Garten ist von 8 bis 19 Uhr geöffnet, die Häuser sind von 10 bis 15 Uhr für Gäste offen. Und da kein Eintritt verlangt wird, freut man sich hier natürlich immer über Spenden. Die beste Besuchszeit ist im Mai und Juni, dann wenn alles blüht, beispielsweise die Rhododendren. Den ÖBG gibt es schon seit 30 Jahren.

Wildgurken im ÖBG

Wildgurken

Ich habe meine ersten Aha-Erlebnisse im ÖBG schon zu Beginn. Denn in den zum Garten gehörenden Gewächshäusern sehe ich stachelige Früchte. Eine ist oval und passt in den Handteller, die andere ist deutlich kleiner. Beide fühlen sich außen so sehr nach Plastik an, dass ich nicht glauben kann, dass sie echt sind. Noch mehr staune ich, als Heike Schwarzer vom ÖBG mir sagt, was ich da halte: Es sind Wildgurken. Die haben nämlich ursprünglich richtige Stacheln. Das zweite Mal staune ich über das Lousiana-Moos, das von den Ästen hoher Bäume bis zum Boden hängt und wie ein gräulicher Vorhang aussieht. Ich habe das schon in den Südstaaten der USA gesehen. Was ich nicht wusste: Es wird als ökologisches Verpackungsmaterial benutzt, um beispielsweise Bananen zu transportieren. Auch eine Wollemina kann man hier sehen, eine jahrmillionenalte Pflanze, die als ausgestorben galt. Und es gibt eine Pflanze, deren Blätter beim Zerreiben nach Erdnuss riechen, die Cassia. Insgesamt stehen in den Gewächshäusern 7000 bis 8000 Pflanzen in Kübeln, die die Mitarbeiter in jedem Frühjahr nach draußen, und im Herbst wieder zurück transportieren müssen.

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Im ÖBG gibt es noch mehr erstaunliche Dinge. Da ist beispielsweise ein Gewächshaus, in dem das ostafrikanische Hochgebirge nachgebildet wird. „Wir müssen es jeden Abend bis zum Frost herunterkühlen“, erzählt Heike Schwarzer. Und: „Die Pflanzen haben einige unserer Wissenschaftler selbst von ihren Reisen mitgebracht“. Dann gibt es noch ein Mangrovenhaus mit Riesenseerosenblätter, die bis zu 30 Kilo tragen können, also ein Kleinkind. Oder endemische Pflanzen: Im Nebelwald steht beispielsweise eine kanarische Kiefer, die mit ihren langen, feinen Nadeln das Wasser aus den Wolken kämmt. „Die Einheimischen stellen Eimer unter die Bäume, um das Wasser aufzufangen und zu nutzen“, sagt Heike Schwarzer.

Fürstliche Stimmung in den Parks in Bayreuth – auch in der Eremitage

Etwas außerhalb vom Stadtzentrum ist eine weitere Grünanlage, die ebenfalls einen Besuch wert ist: Die Eremitage mit der Orangerie ist einer der historischen Parks in Bayreuth, die ab 1735 Markgräfin Wilhelmine als Sommerschlösschen nutzte. 

Wilhelmine, Schwester von Friedrich II, hat überhaupt viel für Bayreuth gemacht: Sie hat auch das Neue Schloss gebaut und vor allem das Markgräfliche Opernhaus zur Hochzeit ihrer Tochter, das heute UNESCO Weltkulturerbe ist.

Als Journalistin halte ich mich an den Pressekodex  des Presserats. Die Kosten für die Unterbringung, einen Teil der Verpflegung und die Eintritte während der zwei Tage in Bayreuth wurden vom Veranstalter, Bayreuth Marketing und Tourismus, getragen. Die Kosten für die Anreise und einen Teil der Verpflegung habe ich selbst übernommen.

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