Nairobi: einen Abend mit Warten verbracht

Beginn des afrikanischen Kontinents
Beginn des afrikanischen Kontinents

Eigentlich ist 18.40 Uhr eine hervorragende Zeit, um mit dem Flugzeug in einer fremden Stadt anzukommen. Noch ist es nicht so spät, dass es ernsthaft gefährlich sein könnte, und Restaurants und Bars sind noch geöffnet. Ich hatte mir vorgenommen, nach meiner Ankunft in der kenianischen Hauptstadt Nairobi zumindest noch nett im Restaurant des Flughafenhotels, in dem ich eine kurze Nacht verbringen sollte, zu essen. Doch es kam anders.

Angefangen hat das Warten damit, dass wir das Flugzeug nur durch den Hinterausgang verlassen durften. Dabei war der vordere Teil des Fliegers längst leer, während hinten noch nicht einmal die Tür geöffnet war. Da wir direkt an der Teilungslinie saßen, waren wir entsprechend die letzten, die ausgestiegen sind. Und darum war auch der erste Bus schon weg, der die Passagiere zum Hauptgebäude bringen sollte. Wir mussten also wieder warten, diesmal auf einen leeren Bus. Der öffnete am Gebäude angekommen jedoch nicht die Tür auf unserer Seite, sondern die auf der gegenüberliegenden Seite. So waren wir also auch die letzten, die aus dem Bus stiegen. Natürlich zog sich dies nun weiter: Wir waren die letzten am Visumschalter, waren die letzten am Kofferband, waren die letzten am Geldautomaten außerhalb der Ankunftshalle – und waren fast die letzten am Safaricom-Stand. Vor uns standen allerdings noch drei Männer an, um sich eine kenianische SIM-Karte fürs Handy zu besorgen. Und da die Karten einzeln und zu Fuß vom Nachbarstand geholt und manche mit der Nagelschere zurechtgeschnitten wurden, und überdies das System noch langsamer war als erwartet, standen wir ewig an.

Gut zweieinhalb Stunden nachdem wir gelandet waren, verließen wir das Flughafengebäude. Draußen stand in einer Traube von Menschen eine Frau mit unseren Namen und noch einigen mehr auf einem Schild. Sie brachte uns an den Straßenrand und sagte, das Taxi zum Flughafenhotel sei gleich da. Daraus wurden weitere 20 Minuten. Nochmals gute zehn Minuten benötigten wir, um vom Gelände zu kommen, es war die Hölle los. Schließlich bogen wir weitere 20 Minuten später in eine dunkle Schotterpiste ein, an deren Ende grell erleuchtet das durchaus ganz nette 67 Airport Hotel liegt. Bis wir eingecheckt hatten, war es kurz nach zehn Uhr abends. Eigentlich keine Zeit, um noch Essen zu gehen. Doch ich musste meine Malariaprophylaxe nehmen – bevorzugt während des Essens. Also ging ich ins Hotelrestaurant. Dort gab es ein ziemlich leckeres Curry, so gegen 23 Uhr, würde ich schätzen. Somit war der Abend um. Und am nächsten Morgen sollte es um 5 Uhr 30 weitergehen.

Was du wissen musst, wenn du in Nairobi landest

  • Im Flieger werden Einreiseformulare verteilt. Darin wird man gebeten, den Namen der Ehefrau oder des Ehemannes anzugeben beziehungsweise des Vaters, wenn man nicht verheiratet ist.
  • Am Visumschalter kann man sein Visum kaufen für etwa 45 Euro oder 50 US-Dollar in bar (Stand 7/2016).
  • An der Kofferausgabe gibt es einen Geldwechselschalter, der ziemlich überlaufen ist und teurer sein soll als der Geldautomat in der Vorhalle.
  • In der Vorhalle kannst du eine SIM-Karte kaufen. Ich habe etwa 13 Euro für die Karte plus 1 GB Volumen bezahlt.
  • Wirst du von einem Taxi abgeholt, wirst du rechts um die Ecke, nachdem du die Rampe verlassen hast, erwartet und zu deinem Taxi geleitet.
  • Mache den Weg frei für andere Ankommende, falls du warten musst, sonst wirst du von der Polizei mal mehr, mal weniger höflich aufgefordert, dich weiterzubewegen.
  • Inlandsflüge gehen sehr oft vom Wilson-Airport aus, der ein gutes Stück entfernt ist. Stell also sicher, dass du am richtigen Flughafen bist.
  • Musst du am nächsten Morgen sehr früh weiter, kannst du im Hotel fragen, ob sie dein Frühstück einpacken. In unserem Fall waren das zwei Stücke Obst, Schinken, Ei und etwas Gemüse.
  • Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem Taxidienst Princess Cab gemacht.

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