Auf der Kunstroute durch Köln-Ehrenfeld

In einem Ehrenfelder Hinterhof
In einem Ehrenfelder Hinterhof
Seit 16 Jahren lebe ich in Köln. Und ich bin immer wieder erstaunt, welche regelmäßigen Veranstaltungen es in der Domstadt gibt, von denen ich noch nie gehört habe. Beispielsweise die Kunstroute Köln, die seit mehreren Jahren an einem Wochenende durch mein Veedel führt. Natürlich weiß man, dass Ehrenfeld der Stadtteil der Künstler, der Kreativen und der Medienschaffenden ist. Dass es bei mir um die Ecke aber so viele Galerien und Ateliers gibt, war mir nicht bewusst.

Zwischen der Subbelrather und der Barthelstraße, begrenzt quasi von der Moschee und der Oskar-Jäger-Straße, waren 2015 besonders viele der 49 Teilnehmer angesiedelt. Wir waren in sechs oder sieben Häusern, und ich gebe zu, dass ich nicht alles verstanden habe, was ich gesehen habe. Manche Dinge gefallen mir auch einfach nicht – und oft frage ich mich, wo Kunst eigentlich beginnt und ab wann jemand als Künstler wahrgenommen wird.

Aber selbst wenn man vielleicht keine Ahnung von Kunst hat, oder sich nicht dafür interessiert, so ist die Kunstroute Ehrenfeld doch spannend: Denn man bekommt hier Einblick in Hinterhöfe, die normalerweise für die Öffentlichkeit von hohen Mauern verschlossen sind. Auch die Häuser selbst sind interessant, denn in vielen sind gleich mehrere Ateliers untergebracht. Es gibt also mitten in der Stadt Häuser, in denen fast ausschließlich Kunst gemacht wird und unter Umständen ausschließlich Künstler wohnen. Das finde ich beeindruckend.

Zwischen Neptunplatz und Rotehehausstraße gibt es sogar ein Haus, das auf drei Stockwerken Kunst zeigt. Und das auf der gesamten Breite der Fläche. Heißt: Wir sind am Neptunplatz hineingegangen, und haben die Ausstellungsfläche an der Rothehausstraße wieder verlassen. Faszinierend, was hinter ganz normalen Hausfassaden für Verbindungen bestehen. In diesem Sinne: Haltet euch auf der entsprechenden Facebookseite darüber auf dem Laufenden, was am 21./22. Mai in diesem Jahr alles geboten wird.

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