8 Tipps für Lissabon

Blick vom Triumphbogen
Blick vom Triumphbogen

Portugals Hauptstadt haftet ein zauberhafter Ruf an. Tatsächlich stehen speziell in der Innenstadt viele Häuser leer oder zerfallen. Aber vielleicht macht gerade das den morbiden Charme aus. Auf jeden Fall ist die portugiesische Hauptstadt bei den Deutschen als Reiseziel beliebt. Kein Wunder: Sie hat ein verhältnismäßig angenehmes Klima und bietet jede Menge Kultur. Allerdings ist auch klar: Je beliebter ein Reiseziel ist, desto schwieriger wird es, den Touristenmassen auszuweichen und das Authentische vor Ort zu finden.

Meine 8 Tipps für Lissabon

Lissabon

Wer in Lissabon Urlaub macht, hat viele Möglichkeiten, satt zu werden. Ganze Straßen sind rechts und links gesäumt von Restaurants, vor einigen stehen Männer oder Frauen, die in vielen Sprachen gerne die Speisekarte erklären und gegebenenfalls mit einem Glas kostenlosen Portweins ihr Angebot zusätzlich schmackhaft machen. Natürlich kann man dort essen, möglicherweise sogar ganz gut.

Tipp 1: Prato del Dia

Wer aber das echte Portugal erleben möchte, der geht zur Mittagszeit wenigstens einmal in eines der kleineren Cafés und isst dort die Prato del Dia, das Angebot des Tages. Diese Cafés entsprechen nicht immer dem, was wir in Deutschland als gemütlich empfinden. Aber sie sind authentisch und speziell mittags voll mit Portugiesen.

Tipp 2: Fado gehört zu Lissabon

Den typischen Gesang Fado kann man in der Altstadt an vielen Orten bekommen. Wir haben aus Deutschland einen Tisch reserviert im O Faia, und wir hatten Sorge, dass dort nur Touristen sein würden. Wir hatten uns getäuscht: Es waren nur Portugiesen da, und wir hatten einen typischen Abend mit gutem Essen, das allerdings nicht ganz günstig war.

Tipp 3: Portugiesische Bäckereien

Noch einen Tipp zum Thema Essen:  In der Altstadt gibt es viele Cafés, in denen ein Kaffee und Pasteis de Nata und andere süße Köstlichkeiten angeboten werden. Das sollte man auf jeden Fall gemacht haben, denn beides gehört zum portugiesischen Alltag. Größere Cafés sollte man allerdings meiden, denn je größer sie sind, desto höher ist das Risiko, besonders viele Touristen um sich zu haben und überhöhte Preise zu zahlen. Erfahrt hier mehr über Restaurants und Essen in Lissabon.

Tipp 4: Die Straßenbahn in Lissabon – ja, aber …

In vielen Reiseführern wird empfohlen, mit der Straßenbahn zu fahren. Natürlich sind die holzverkleideten Bahnen legendär und gehören zu einem Lissabon-Besuch dazu. Ich würde allerdings die meiden, die in den Reiseführern ausdrücklich empfohlen werden. Denn in den anderen macht die Fahrt auch viel Spaß, und man sieht dort, dass die Straßenbahnen nicht nur touristischen Zwecken dienen, sondern wirklich von der Bevölkerung genutzt werden.

Tipp 5: Blick vom Triumphbogen

In der Stadt, am Handelsplatz, kann man auf den Triumphbogen hinaufsteigen und dort über Lissabon blicken. Das kostet nicht viel und lohnt sich, weil man dort einen guten Blick auf die schwarz-weißen Straßenpflaster hat.

Tipp 6: Außerhalb des Zentrums, aber noch immer Lissabon

Wer mit der Bahn Richtung Estoril fährt, sieht, dass Lissabon nicht nur aus der schön-renovierten Altstadt besteht. Im Gegenteil gibt es etwas außerhalb auch Gegenden, die eher schmutzig und heruntergekommen sind. Unter einer Autobahnbrücke ist LX Factory, eine ehemalige Fabrik, in der die Kreativen der Stadt sich niedergelassen haben. Hier gibt es Cafés, Coworking Spaces und kleine Geschäfte mit individuellen Produkten. Die Fahrt hierhin lohnt sich alleine deswegen, weil man einen anderen Blick auf die Stadt und ihre Einwohner bekommt. Aber: Nicht vor 12 dort sein, denn dann sind noch alle Läden geschlossen.

Tipp 7: Auf nach Estoril

Wer mit dem Zug noch weiter fährt kommt nach etwa 40 Minuten nach Estoril und kann von dort am Meer entlang nach Cascais laufen. Das ist wunderbar, denn hier weht einem der Wind um die Nase und die Brandung der Wellen betört das Ohr. Wer einen Café will, findet hier trotzdem genügend Anlaufstellen.

Ausflug nach Estoril

Tipp 8: Das Aquarium von Lissabon

Richtung Flughafen ist das ehemalige Expo-Gelände. Hier kann man bei Sonnenschein ganz hübsch spazieren gehen. Die eigentliche Attraktion ist aber das Oceanario mit einem riesigen Hauptbecken und auf zwei Etagen. Selbst, wenn es voll ist, verläuft sich die Menge gut. Da es im Aquarium ziemlich dunkel ist, hat man sowieso häufig das Gefühl, alleine zu sein – mit den großen und kleinen Fischen. Es ist sinnvoll, sich die Karten im Internet zu kaufen, denn dann kann man den teils langen Warteschlangen an der Kasse einfach vorbeigehen.

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